Mehrere Mitarbeiter infiziert!

Massenausbruch von Corona in Schlachthof - noch mehr Mitarbeiter positiv getestet

Wegen eines Coronavirus-Ausbruchs auf einem Schlachthof in Österreich sind nun 244 Mitarbeiter in Quarantäne. (Symbolbild)
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In einem Schlachthof in Ulm sind mehrere Mitarbeiter am Coronavirus erkrankt. (Symbolbild)
  • Simon Mones
    vonSimon Mones
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In einem Schlachthof in Baden-Württemberg sind mehrere Mitarbeiter am Coronavirus erkrankt. Weitere Tests geben Einblick in die Ausbreitung.

Update, 29. Oktober: Nach dem Massenausbruch des Coronavirus in einem Schlachthof in Ulm wurden weitere Personen positiv getestet. Das teilte das Landratsamt des Alb-Donau-Kreis mit. Insgesamt sind Stand jetzt 65 Personen an Covid-19 erkrankt.

Corona-Massenausbruch in Ulm: Noch mehr Mitarbeiter in Schlachthof positiv getestet

Die Zahl der Infizierten könnte allerdings noch weiter steigen. Aus der vom vergangenen Sonntag bis Dienstag gelaufenen Reihentestung werden noch weitere Ergebnisse in den nächsten Tagen erwartet. Mittlerweile wurden alle der 600 aktuell im Schichtbetrieb des Schlachthofs in Ulm beschäftigten Personen erfasst und getestet, hieß es vom Landratsamt.

Wegen des Ausbruchs des Coronavirus im Schlachthof war die Rinderschlachtung in Ulm zunächst eingestellt worden. Der Betrieb selbst hatte sich an alle geltenden Vorschriften gehalten. Schuld am Massenausbruch waren offenbar nicht eingehaltene Kontaktbeschränkungen in den Gemeinschaftsunterkünften des Ulmer Schlachthofs.

Coronavirus: Massenausbruch in Schlachthof in Ulm

Erstmeldung, 26. Oktober: Ulm - In einem Ulmer Schlachthof ist es nach Angaben des Landratsamts des Alb-Donau-Kreises zu einem Massenausbruch des Coronavirus gekommen. Am Freitag hieß es zunächst, dass 39 Mitarbeiter positiv getestet wurden, davon arbeiten 20 Beschäftigte in der Rinderschlachtung. Am Sonntag stieg die Zahl auf 43 Infektionen. Insgesamt steigt die Zahl der Neuinfektionen in Baden-Württemberg* seit Tagen weiter an.

Die Rinderschlachtung wurde durch die Betriebsleitung zunächst bis Montag geschlossen. Zudem gab es auch in anderen Abteilungen, darunter die Schweineverarbeitung und die Qualitätssicherung Infektionen mit dem Coronavirus. Das Gesundheitsamt verordnete für alle Mitarbeiter des Schlachthofs Ulmer Fleisch eine dreitägige Reihentestung.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Vorschriften im Schlachthof eingehalten

Um die nötigen Vorkehrungen zum Infektionsschutz einzuleiten, erwartet das Landratsamt des Alb-Donau-Kreises laut dem SWR nun genaue Personaleinsatzlisten. Ursachen des Ausbruchs in dem Ulmer Schlachthof sind nach Aussagen des Geschäftsführers Stephan Lange nicht eingehaltene Kontaktbeschränkungen in den Gemeinschaftsunterkünften sowie Infektionen bei Reiserückkehrern.

Im Betrieb selbst wurden die Vorschriften eingehalten und die 800 Mitarbeiter regelmäßig getestet. Anders als in anderen Landkreisen sei die wöchentliche Testpflicht im Alb-Donau-Kreis nicht aufgehoben worden, trotz eines Antrags des Betreibers. Daher wurde der Ausbruch schnell bemerkt. Wie echo24.de* berichtet wurde die Testpflicht in Baden-Württemberg* eingeführt, nach dem es zu einem großen Corona-Ausbruch in einem Tönnies-Schlachthof kam.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Mitarbeiter zeigen Symptome

Die infizierten Mitarbeiter von Ulmer Fleisch befinden sich in häuslicher Quarantäne. Bislang müsse aber keiner im Krankenhaus behandelt werden, bei einigen seien aber Corona-Symptome wie Fieber, Husten und reduziertes Geschmacksempfinden feststellbar, erklärte Lange dem SWR.

Die Fleischlieferung sei aber trotz der Einstellung der Rinderschlachtung gesichert, betont der Geschäftsführer des Ulmer Schlachthofs. Derzeit würden die Landwirte - die Rinder anliefern wollen - an andere Unternehmen in der Region verwiesen. Die Produktion von Schweinefleisch laufe indes weiter. *echo24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netwerks.

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