Impfzentren in Baden-Württemberg

Corona-Impfung: Impfstoff-Mangel! Harte Folgen für Impfzentren in Baden-Württemberg

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  • Isabel Ruf
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Die Kreisimpfzentren in Baden-Württemberg stehen bereit – und trotzdem wird ihr Start verschoben. Hinter der Entscheidung steckt ein großes Impfstoff-Chaos!

Update vom 7. Januar: Die Standorte für die Kreisimpfzentren in Baden-Württemberg stehen zwar fest, aber es gibt ein großes Problem: Impfstoff-Mangel. Das hat jetzt Folgen: Die Impfzentren an den rund 50 Standorten gehen erst eine Woche später und somit am 22. Januar an den Start. Wie das Sozialministerium von Baden-Württemberg mitteilt, hat das Land bisher knapp 170.000 Impfdosen erhalten – und diese sind bereits komplett verimpft oder verplant. Das berichtet echo24.de*.

Baden-Württemberg wird am Wochenende eine weitere Lieferung an Impfdosen erhalten, doch bis zum eigentlich geplanten Start der 50 Impfzentren ist es ab diesem Zeitpunkt noch eine Woche und in dieser Zeit sollen die Impfdosen nicht ungenutzt bleiben. „Es ist nicht möglich und auch nicht sinnvoll, diesen Impfstoff eine Woche lang bis zum Start der Kreisimpfzentren zu bunkern“, erklärt Gesundheitsminister Manne Lucha.

Corona-Impfungen: Kreisimpfzentren startklar – aber der Impfstoff fehlt

Die nächste Lieferung mit dem Impfstoff von Biontech kommt erst am 18. Januar. Dieser wird dann an die Kreisimpfzentren verteilt. Ab diesem Zeitpunkt können die Impfzentren Termine für Corona-Impfungen dann auch freischalten. Die bislang bei den Zentralen Impfzentren ausgemachten Impftermine* erhalten laut Gesundheitsministerium ihre Gültigkeit. „Die Situation ist nun einmal so, dass wir nur sehr wenig Impfstoff haben, den wir verteilen können“, so Lucha. Die Lage werde sich entspannen, wenn weitere Impfstoffe zugelassen seien.

In Baden-Württemberg soll es insgesamt 50 Kreisimpfzentren geben, die meisten davon sind laut dpa bereits startklar. Weitere neun Zentrale Impfzentren (ZIZ) setzen seit Ende Dezember die ersten Spritzen. Während die ZIZ bereits seit Mitte Dezember betriebsbereit sind, sollte es auf Kreisebene eigentlich ab dem 15. Januar 2021 losgehen. Nach den Berechnungen des Ministeriums sind für die Kreisimpfzentren täglich etwa 800 Corona-Impfungen geplant. Bis Donnerstag wurden laut Ministerium landesweit 42.899 Menschen geimpft. 

Corona-Impfung: Es ist fix! An diesen Standorten in Baden-Württemberg entstehen Impfzentren

Update, 3. Dezember: Nun ist es fix: Die Standorte für die Kreisimpfzentren in Baden-Württemberg stehen fest. An rund 50 Standorten können sich Menschen in Baden-Württemberg dann gegen das Coronavirus impfen lassen. Das berichtet echo24.de*.

„Nach den neun Zentralen Impfzentren in Freiburg, Offenburg, Karlsruhe, Heidelberg, Stuttgart (2), Rot am See, Tübingen und Ulm haben wir nun auch die Standorte für die Kreisimpfzentren festgelegt. Diese sollen am 15. Januar 2021 betriebsbereit sein“, erklärte Gesundheitsminister Manne Lucha.

Auf der Seite des Landes Baden-Württemberg können ebenfalls alle Standorte nachgelesen werden. Entstehen werden die Impfzentren unter anderem an diesen Standorten:

Stadt Baden-BadenBaden-Baden Kurhaus
Stadtkreis HeidelbergSulzfeld, EGO Halle 4 / Bruchsal, Praktiker-Baumarkt
Stadt HeilbronnStauwehrhalle in Horkheim (zuvor geplant: Messehalle intersport red-blue)
Landkreis HeilbronnIlsfeld, Tiefenbachhalle
Landkreis HohenlohekreisÖhringen, Hohenlohe-Sporthalle
Landkreis Alb-Donau-KreisEhingen, Alb-Donau-Center

Coronavirus: Hier soll es in Baden-Württemberg Impfzentren geben

Update vom 29. November: Die Impfstoffentwicklung läuft auf Hochtouren. Nicht mehr lange soll es dauern, bis das Impfen beginnen kann. Bis zu neun zentrale Impfzentren und 50 kommunale Impfzentren soll es in Baden-Württemberg geben. Das ganze soll 60 Millionen Euro kosten.

Nach bisherigen Plänen sollen die Standorte Messen Freiburg, Ulm und Offenburg (Ortenaukreis), Karlsruher Messe sowie das Stuttgarter Klinikum und das Robert-Bosch-Klinikum in Stuttgart für die zentralen Impfzentren eingesetzt werden. Neu dazu kommt jetzt der Standort Rot am See im Kreis Schwäbisch Hall. Dafür hatte sich ein Unternehmer aus Rot gemeldet. Auf seinem Firmengelände wurden früher Lebensmittel eingefroren. Bis heute hat er die Möglichkeit vis zu minus 80 Grad einzufrieren.

Corona-Impfung in Baden-Württemberg: Hier entstehen die Impfzentren

Perfekt! Denn der Corona-Impfstoff von Biontech muss bei minus 70 Grad gelagert werden. Ab dem 15. Dezember wäre das Impfzentrum einsatzbereit. Das Land will 1.500 Impfungen an den zentralen Impfzentren durchführen. Deshalb sollen diese sieben Tage die Woche von 7 bis 21 Uhr geöffnet sein.

Im zweiten Quartal 2021 plant das Land mit der Regelversorgung, die für alle zur Verfügung steht, weiterzumachen. Mittelfristig soll die Impfung in Arztpraxen durchgeführt werden, berichtet swr.de.

Corona-Impfungen in Baden-Württemberg: Impfzentren im Aufbau – diese Standort sind bekannt

Erstmeldung vom 26. November: Das Coronavirus ist in Baden-Württemberg* weiterhin auf dem Vormarsch. Täglich steigen die Infektionen in ganz Deutschland immer weiter in die Höhe. Zu Beginn der kalten Jahreszeit, und somit auch der Weihnachtszeit, gibt es wieder immer mehr Einschränkungen, die nicht gerade für vorweihnachtliche Stimmung bei den Menschen sorgen. Erst gestern, am 25. November hatten sich Bund und Länder erneut zu einem Corona-Gipfel getroffen und über neue Maßnahmen diskutiert. Die größte Angst: Noch härtere Regeln. echo24.de* berichtete über die jüngsten Entscheidungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Länderchefs*.

Baden-Württemberg: Warten auf den Impfstoff - erste Impfzentren werden eingerichtet

Die letzte Hoffnung und scheinbar der einzige (schnelle) Weg aus aus der Pandemie: der langersehnte Corona-Impfstoff. Mehrere Impfstoffhersteller stehen kurz vor dem Durchbruch. Der Entwickler Biontech hat in Europa einen Antrag auf ein beschleunigtes Verfahren* gestellt. Noch gibt es zwar keinen offiziell zugelassenen Impfstoff, doch die Vorbereitungen für Impfzentren in ganz Deutschland laufen auf Hochtouren.

Gesundheitsminister Jens Spahn hatte die Länder darum gebeten, dass die Impfzentren ab Mitte Dezember einsatzbereit sind. Denn: Mit den ersten Impfungen rechnet er noch im Dezember. Klar ist, dass nicht alle Menschen sofort geimpft werden können, daher wurde beschlossen mit einzelnen Gruppen zu beginnen.

In der Messe Ulm hat das Deutsche Rote Kreuz am 23. November gezeigt, wie der Ablauf der Impfungen aussehen könnte. Patienten müssen sich für eine Impfung vorab registrieren, da es Einlasskontrollen geben wird. Zunächst soll der Patient eine Aufklärung erhalten, danach wird er geimpft und muss dann weitere 30 Minuten zur Beobachtung da bleiben. Laut Biontech-Chef kam es bei den Studien nur zu leichten Nebenwirkungen*, die im Toleranzbereich bei Impfungen liegen.

Impfstrategie Baden-Württemberg: Impfzentren in Stuttgart - Standorte bekannt

Baden-Württemberg soll in Stuttgart zwei Großstandorte bekommen. Theoretisch können, wenn genug Impfstoff vorhanden ist, in einem halben Jahr bis zu 11 Millionen Menschen geimpft werden. Das geht aus der Impfstrategie des Landes hervor, wie stuttgarter-nachrichten.de berichtet. Acht geplante Zentrale Impfzentren (ZIZ) soll es insgesamt geben, die auch bis zum 15. Dezember stehen sollen. Bisher bekannt sind die Standorte Ulm, Freiburg und Offenburg. In Fachkreisen wird auch über Tübingen als ZIZ-Standort spekuliert.

Ab wann es mit dem Impfen losgeht, steht noch nicht fest. Der Impfstoff muss erst zugelassen werden.

Drei weitere Standorte wurden nun bekannt gegeben. Ein ZIZ soll es neben dem Krankenhaus in Schwäbisch Hall geben, zwei weitere in Stuttgart: eins im Robert-Bosch-Krankenhaus, ein weiteres im Klinikum Stuttgart. Der medizinische Vorstand des Klinikums Stuttgart, Jan Steffen Jürgensen, geht von bis zu „4.000 bis 5.000 Impfungen am Tag“ aus, sagt er gegenüber den Stuttgarter Nachrichten. Wo der Standort auf dem Gelände hinkommen soll, steht bisher aber noch nicht fest. Es sollen auch mobile Impfteams bereitgestellt werden. Laut Vorstand soll es fünf Fahrzeuge mit fünf Einsatzkräften geben. Diese sollen dann in Alten- und Pflegeheimen impfen.

Baden-Württemberg: Zusätzlich kommunale Impfzentren ab 2021

Zudem sollen auch bis Mitte Januar kommunale Impfzentren (KIZ) eingerichtet werden. Wie viele es davon in Stuttgart geben wird und wo diese hinkommen sollen, steht bisher noch nicht fest. Das prüfe die Stadt, erklärt ein Stadtsprecher. In Baden-Württemberg sollen in den 35 Landkreisen und neun kreisfreien Städten kommunale Impfzentren aufgebaut werden. Voraussetzungen für die Standorte sind eine gute Erreichbarkeit, genügend Parkplätze und die Möglichkeit bis in den Sommer 2021 impfen zu können. *echo24.de ist Teil des Ippen-Redaktions-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Thomas Frey/dpa Pool/dpa/Symbolbild

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