Treffen von Bund und Länder-Chefs

Corona-Konferenz: Neue Beschlüsse - Bund droht mit härteren Maßnahmen nach 10 Tagen

  • Violetta Sadri
    vonVioletta Sadri
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Bundeskanzlerin Merkel trommelte am Mittwoch die Länder-Chefs zu einer Corona-Konferenz zusammen. Das sind die aktuellen Beschlüsse.

  • Bund und Länder treffen sich am 14. Oktober zu einer Corona-Konferenz.
  • Bei der Konferenz soll das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie besprochen werden.
  • Es gibt neue Einschränkungen bei Feiern, sowie bei der Maskenpflicht und in der Gastronomie.

Coronavirus-Konferenz von Bund und Länder: Strenge Maßnahmen sind „drastische Einschnitte“!

Update, 15. Oktober: Jetzt gilt‘s. Bund und Länder führen, nach einer achtstündigen Beratung, wieder schärfere Maßnahmen und Regeln ein. Was echo24.de bereits am Mittwochnachmittag berichtete, traf am Abend auch ein. Nun wird es umgesetzt. Bund und Länder hatten sich unter anderem auf eine Ausweitung der Maskenpflicht, eine Begrenzung der Gästezahl bei privaten Feiern, Kontaktbeschränkungen im öffentlichen Raum und eine Sperrstunde für die Gastronomie verständigt.

Wird die 7-Tage-Inzidenz von 35 überschritten, sollen folgende verschärfte Maßnahmen gelten:

- Feiern im öffentlichen Raum: Maximal 25 Personen

- Feiern im privaten Raum: Maximal 15 Personen

- Maskenpflicht im öffentlichen Raum, überall dort wo der Mindestabstand von 1,50 Meter nicht eingehalten werden kann.

Wird die 7-Tage-Inzidenz von 50 überschritten, sollen folgende verschärfte Maßnahmen gelten:

- Feiern im öffentlichen Raum: Maximal 10 Personen

- Feiern im privaten Raum: Maximal 10 Personen aus höchstens 2 verschiendenen Haushalten

- Sperrstunde in der Gastronomie ab 23 Uhr

- Bars und Clubs sollen geschlossen werden

Eins steht fest: Sollten die Corona-Zahlen trotz der neuen Maßnahmen nicht sinken, drohen noch härtere Maßnahmen. Vorgesehen ist bisher eine weitere Einschränkung bei Kontakten (im öffentlichen Raum nur noch 5 Personen oder zwei Haushalte). Einige Städte und Landkreise in Baden-Württemberg mussten die Corona-Regeln wegen hoher 7-Tage-Inzidenz-Zahlen bereits verschärfen - so auch Heilbronn *.

Für Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann war das Treffen zur Ausbreitung des Coronavirus von Bund und Ländern ein Erfolg. In einer Reihe von Fragen seien „drastische Einschnitte“ beschlossen worden. Kretschmann: „Das wird uns alle sehr treffen.“ Aber dem Ministerpräsidenten ist auch klar, dass die Maßnahmen nicht zwingend zum Erfolg führen. Ob die Maßnahmen genügten, würden die nächsten Tage zeigen.

Corona-Konferenz mit Kanzlerin: Merkel will Lockdown-Ultimatum - das droht nach 10 Tagen

Update 15.25 Uhr: Durch den Anstieg an Corona-Infektionen wollen Bund und Länder heute über die Verschärfung der Maßnahmen sprechen. Bundeskanzlerin Angela Merkel will ein Lockdown-Ultimatum, wie bild.de berichtet. In einem Entwurf des Kanzleramts geht hervor: Sollten die rasant steigenden Infektionszahlen innerhalb von 10 Tagen nicht durch die neu beschlossenen Maßnahmen zum Stillstand kommen., sind weitere Beschränkungen vorgesehen. Dann könnte erneut, wie schonmal in diesem Jahr, eine Kontaktbeschränkung eingeführt werden. Diese regelt die genaue Anzahl an Personen, die sich im öffentlichen und im privaten Raum treffen dürfen.

Bund und Länder beraten über neue Regeln: Erste Details aus Corona-Konferenz bekannt!

Update 12.30 Uhr: Jetzt sind erste Details zur Corona-Konferenz bekannt. Wie die Deutsche-Presse-Agentur (dpa) berichtet, drohen jetzt härtere Corona-Regeln. Stärkere Beschränkungen könnten jetzt für Risikogebieten kommen. Der Bund fordert eine erweiterte Maskenpflicht und eine Sperrstunde in der Gastronomie - und das Ganze schon bei 35 Infektionen innerhalb von sieben Tagen auf 100.000 Einwohner.

Eine Maskenpflicht soll es überall dort geben, wo Menschen dicht aneinander kommen könnten. Bars und Clubs sollen in solchen Fällen geschlossen werden. Unklar ist noch, wann die Sperrstunde beginnen soll. Neue Regeln zum Beherbergungsverbot sind in dem Entwurf, der der dpa vorliegt, nicht enthalten.

Kommen jetzt härtere Corona-Regeln? Merkel berät heute mit Länder-Chefs

Erstmeldung vom 14. Oktober, 11 Uhr: Die Coronavirus-Fallzahlen schießen wieder in die Höhe. Nicht nur in Baden-Württemberg*, sondern in ganz Deutschland stieg die Zahl der Covid-19-Infektionen in den vergangenen Tagen dramatisch an. In mehreren Gebieten, wie Stuttgart und Esslingen, gilt bereits die Warnstufe*. Erneut wurden deshalb die Corona-Maßnahmen verschärft. Aber auch Heilbronn, Schwäbisch Hall und Ludwigsburg* nähern sich der kritischen 50er-Marke. Einige Gesundheitsämter sind mit den steigenden Fallzahlen überlastet und haben bereits die Bundeswehr um Unterstützung bei der Verfolgung von Infektionsketten* gebeten.

Baden-Württemberg: Konferenz zwischen Merkel und Länder-Chefs heute - Drohen härtere Corona-Regeln?

Die Bundeskanzlerin Angela Merkel hat deshalb die Länder-Chefs am Mittwoch, 14. Oktober, um 14 Uhr, zu einer Konferenz eingeladen. Das letzte Vor-Ort-Treffen war am 17. Juni. Davor trafen sich Bund und Länder das letzte Mal am 12. März und beschlossen den Lockdown - das Herunterfahren des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens. Danach liefen die Konferenzen, in den Maßnahmen verschärft oder gelockert wurden, per Videoschalte ab - echo24.de* berichtete stets über alle beschlossenen Maßnahmen und Lockerungen in der Corona-Pandemie in Baden-Württemberg.

Coronavirus-Pandemie in Baden-Württemberg: Merkel trifft auf Ministerpäsidenten

Am heutigen Mittwoch will die Bundeskanzlerin erneut über die aktuelle Corona-Lage beraten. Danach soll es eine Pressekonferenz mit Merkel, dem Vorsitzenden der Ministerpräsidenten und dessen Vize, Bayerns Regierungschef Markus Söder geben, berichtet stuttgarter-nachrichten.de.

Nachdem in den vergangenen Tagen in mehreren Gebieten Deutschlands die 7-Tages-Inzidenz von 50 überschritten wurde, kam das Thema Beherbergungsverbot immer wieder auf und führte zu Konflikten unter den Ländern*. Grund dafür war die unterschiedliche Handhabung der Beherbergungsverbote.

7-Tage-Inzidenz:

Neuinfektionen der letzten sieben Tage pro 100.00 Einwohner.

Baden-Württemberg: Drohen jetzt härtere Corona-Regeln? Merkel und Länder-Chefs im Gespräch

Baden-Württemberg ist wie auch Mecklenburg-Vorpommern für eine regional differenzierte Pandemie-Bekämpfung. Eigentlich sei es doch völlig wurscht, was der Laschet in Nordrhein-Westfalen macht. Wichtig sei doch, was wir hier machen, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Wenn Mecklenburg-Vorpommern noch schärfere Regeln erlasse, dann sei das eben so, und jeder habe sich daran zu halten, wenn er dorthin fahren wolle, erklärte er weiter.

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann ist für regional differenzierte Corona-Regeln. (Symbolbild )

Bayerns Ministerpräsident Söder beharrt hingegen auf eine bundeseinheitliche Corona-Strategie - unter anderem, wenn es um die Ausweitung der Maskenpflicht, die Obergrenze für die Teilnehmer bei privaten Veranstaltungen oder Sperrstunden und Alkoholverkaufsverbote geht, berichtet welt.de. Diese und weitere Themen sollen heute in der Konferenz mit Merkel besprochen werden. In Stuttgart gelten aufgrund der hohen Fallzahlen neue Corona-Regeln. Unter anderem gibt es auch ein Alkoholverkaufsverbot, sowie ein Alkohol-Konsum-Verbot an 19 Plätzen. *echo24.de ist Teil des Ippen-Redaktions-Netzwerks

Rubriklistenbild: © Axel Schmidt

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