Ausnahmen an Weihnachten

Lockdown-Ausnahmen NUR für Weihnachten: Diese strengen Corona-Regeln gelten jetzt in BaWü

  • Isabel Ruf
    vonIsabel Ruf
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Die Corona-Zahlen sinken nicht wie erhofft. Deshalb werden die Maßnahmen verlängert und verschärft. Welche Regeln jetzt in Baden-Württemberg gelten.

Update vom 30. November, 14 Uhr: Das öffentliche Leben in Baden-Württemberg wird im Dezember weiter eingeschränkt. Am heutigen Montag hat die Landesregierung eine Änderung der Corona-Verordnung des Landes veröffentlicht, die ab Dienstag, 1. Dezember, in Kraft tritt. Das berichtet echo24.de*. Die Corona-Maßnahmen vom November werden noch einmal verlängert und teilweise auch verschärft.

Baden-Württemberg: Corona-Verordnung verschärft – diese Regeln gelten im Dezember

Kontakte

Es dürfen sich ab dem 1. Dezember nur noch fünf Personen aus maximal zwei Haushalten treffen. Anders als bisher zählen Kinder der jeweiligen Haushalte bis 14 Jahre nicht zu diesen fünf Personen dazu. Bestehen zwei Haushalte aus mehr als fünf Personen über 14 Jahren, gilt trotzdem die Fünf-Personen-Grenze. Weiterhin gibt es Ausnahmen für geradlinige Verwandte (Großeltern - Eltern - Kinder) jeweils einschließlich deren Ehegatten, Lebenspartnern, Partnern einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft. Diese dürfen auch aus mehr als zwei Haushalten kommen – es dürfen aber nie mehr als fünf Personen sein. Besteht ein Haushalt bereits aus mehr als 5 Personen über 14 Jahren, ist es nicht mehr möglich, Besuch zu empfangen.

Maskenpflicht

Wie bisher gilt Maskenpflicht in Schulen ab Klasse 5, im ÖPNV und im Fernverkehr. Ab dem 1. Dezember gilt auch für Arbeits- und Betriebsstätten eine Maskenpflicht – besonders in Fluren, Treppenhäusern, Küchen und sanitären Einrichtungen. Am eigenen Arbeitsplatz kann die Maske abgenommen werden, wenn ein Abstand von mindestens 1,5 Metern zu weiteren Personen auf Dauer eingehalten werden kann. Die Maskenpflicht gilt auch bei Arbeitsstätten unter freiem Himmel. Sie gilt nicht in Kindergärten, Tageseinrichtungen mit altersgemischten Gruppen und Einrichtungen zur Kleinkindbetreuung für Kinder und Personal.

Außerdem gilt die Maskenpflicht von nun an auch vor Einkaufszentren, Geschäften und Märkten sowie den dazugehörenden Parkplätzen. Wie bisher gilt die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes weiterhin in stark frequentierten Fußgängerbereichen wie Einkaufsstraßen, Fußgängerzonen und Plätzen. Städte und Gemeinden könnten darüber hinaus Maskenpflicht auch auf Friedhofswegen, Kirchwegen, Schulwegen, Wanderwegen und sonstigen Fußwegen festlegen, wenn dort viele Menschen unterwegs sind und der Abstand nicht eingehalten werden kann.

Einzelhandel

Ab dem 1. Dezember darf sich in Geschäften mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern maximal ein Kunde pro 10 Quadratmeter Verkaufsfläche aufhalten. Für Geschäfte, die mehr als 800m² Fläche haben, gilt ab dem 801. Quadratmeter eine Beschränkung auf einen Kunden pro 20m² Verkaufsfläche. Diese Beschränkung gilt aber nicht für Supermärkte, die zur Grundversorgung zählen.

Weihnachten & Silvester

An den Weihnachtstagen dürfen sich maximal zehn Personen treffen. Die Zwei-Haushalte-Regel ist für diese Zeit aufgehoben. Kinder bis 14 Jahre zählen nicht dazu. Die Landesregierung Baden-Württemberg teilte aber mit: „Ob eine solche Lockerung realisiert werden kann, hängt entscheidend von der weiteren Entwicklung des pandemischen Geschehens ab und wird Mitte Dezember 2020 geprüft und entschieden.“ Auch, ob die Ausnahme weiter für Silvester gilt, ist in Baden-Württemberg noch nicht entschieden.

Hotels in Baden-Württemberg dürfen über die Weihnachtstage öffnen. Diese Regel gilt für Reisende, die zu einem Familienbesuch unterwegs sind und ist auf den Zeitraum vom 23. bis zum 27. Dezember beschränkt. Das Beherbergungsverbot für touristische Reisen gilt weiterhin.

FFP2-Masken

Lehrkräfte, Pflegeeinrichtungen, Impfzentren und Obdachlose sollen FFP2-Masken zur Verfügung gestellt bekommen. Die Verteilung der Masken soll in Zusammenarbeit mit den Kommunalen Landesverbänden erfolgen. Das Personal an Schulen wird die FFP2-Masken direkt vom Kultusministerium erhalten.

Super-Hotspots

Für Regionen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz über 200 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche sollen noch einmal verschärfte Maßnahmen gelten. Diese werden derzeit aber noch festgelegt, allerdings sind scharfe Ausgangsbeschränkungen für Super-Hotspots* im Gespräch.

Noch immer könnten die Gesundheitsämter in rund 70 Prozent der Corona-Fälle die Infektionsketten nicht nachvollziehen, begründet die Landesregierung diese Entscheidung. Die Maßnahmen gelten zunächst bis zum 20. Dezember. Allerdings werden sich Bund und Länder Mitte Dezember treffen und die Corona-Lage bewerten. „Wegen des hohen Infektionsgeschehens ist allerdings davon auszugehen, dass auch über den Jahreswechsel hinweg umfassende Beschränkungen notwendig sein werden“, teilte die Landesregierung Baden-Württemberg mit.

Baden-Württemberg: Neue Corona-Maßnahmen ab morgen – Hammer-Regel für Silvester!

Update vom 30. November, 11 Uhr: Über Weihnachten werden die Corona-Regeln zwar gelockert, im Anschluss sollen sie aber direkt wieder verschärft werden – also auch über Silvester! Darauf haben sich Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann und seine Kabinettskollegen geeinigt, berichtet die Deutsche Presse-Agentur. Die Lockerungen sollen nur vom 23. bis zum 27. Dezember gelten, wie echo24.de* berichtet. In dieser Zeit dürfen sich zehn Menschen aus beliebig vielen Haushalten treffen, Kinder bis 14 ausgenommen. Über die Weihnachtstage sollen auch Hotelübernachtungen für Familienbesuche in Baden-Württemberg möglich sein.

Am heutigen Montag verkündet die Landesregierung die neue Corona-Verordnung für Baden-Württemberg. Diese tritt dann direkt am Dienstag in Kraft. Beim Corona-Gipfel hatten Bund und Länder* angesichts der noch immer angespannten Zahlen an Neuinfektionen auf eine Verlängerung des Teil-Lockdowns* und bundesweite weitere Verschärfungen vereinbart. Lockerungen sollte es aber über Weihnachten* vom 23. Dezember bis zum 1. Januar geben – dieser Zeitraum war Kretschmann allerdings zu lang. In Baden-Württemberg gelten die Lockerungen nur bis zum 27. Dezember!

Baden-Württemberg: Neue Corona-Verordnung zur Quarantäne

Schon jetzt gelten aber neue Quarantäne-Regeln. Wer beim Corona-Test ein positives Ergebnis erhält, muss sofort in Quarantäne. Das Gleiche gilt für dessen Angehörige des Haushalts und enge Kontaktpersonen. Auch wenn ein Arzt bei Corona-Verdacht – etwa bei Symptomen wie Fieber oder trockenem Husten – einen Test anordnet, beginnt die Quarantänepflicht. Sie endet automatisch, wenn im Rachenabstrich keine Coronaviren nachgewiesen werden. Die Quarantäne beträgt ansonsten zwei Wochen und wird ab dem 1. Dezember auf 10 Tage verkürzt.

Baden-Württemberg: Corona-Regeln werden erneut verschärft – aus diesem Grund

Erstmeldung vom 26. November: Seit dem 2. November befindet sich Baden-Württemberg in einem Teil-Lockdown. Die Hoffnung bei diesen verschärften Corona-Maßnahmen im November* lag darauf, den drastischen Anstieg an täglichen Neuinfektionen in Baden-Württemberg* zu stoppen und die Sieben-Tage-Inzidenz so zu senken. Doch diese Hoffnung blieb unerfüllt – zumindest teilweise, wie echo24.de* berichtet. Zwar konnten die Maßnahmen das exponentielle Wachstum stoppen, doch die wichtigen Zahlen bleiben weiterhin auf einem hohen Niveau. Das Landesgesundheitsamt meldete in Baden-Württemberg zuletzt 2.837 neue Corona-Fälle und eine landesweite 7-Tage-Inzidenz von 128,8 (Stand 25. November).

Kurz vor Ablauf dieser Corona-Maßnahmen haben sich Bund und Länder erneut getroffen, um weitere Schritte einzuleiten. Beim Corona-Gipfel* haben sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten darauf geeinigt, die bislang geltenden Regeln zu verlängern – und auch erneut zu verschärfen! Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann stellte die Beschlüsse am Donnerstag im Landtag vor.

Bund und Länder haben sich auf neue Corona-Maßnahmen geeinigt. Welche Regeln gelten jetzt in Baden-Württemberg?

Man müsse die Infektionszahlen deutlich senken, um die zweite Corona-Welle zu brechen, betonte der Regierungschef. Es gehe darum, schwere Verläufe und Todesfälle zu reduzieren, die Situation in den Krankenhäusern sei noch immer ernst, weil viele Menschen auf den Intensivstationen behandelt werden müssten. „Dafür gibt es nur einen Weg: die Zahl der Kontakte weiter senken und die Sicherheit der Kontakte erhöhen“, erklärte Kretschmann hinsichtlich der verschärften Corona-Regeln von Bund und Ländern.

Baden-Württemberg: Neue Maßnahmen! Diese Corona-Regeln gelten im Dezember

Baden-Württembergs Ministerpräsident appellierte erneut an die Bürger, jeden nicht notwendigen Kontakt zu vermeiden und von nicht erforderlichen Reisen abzusehen – besonders bezogen auf die anstehende Skisaison. Die Corona-Regeln werden verlängert und verschärft, zudem gibt es Ausnahmen für die Weihnachtszeit. Die Maßnahmen gelten ab dem 1. Dezember vorerst bis zum 20. Dezember, Kretschmann betonte aber bereits, dass „umfassende Beschränkungen“ aber höchstwahrscheinlich bis Anfang Januar notwendig sein werden. Ausnahmen wird es für die Weihnachtszeit geben. Ein Überblick:

Kontakte und private Treffen

Ab dem 1. Dezember dürfen sich nur noch maximal fünf Personen aus maximal zwei Haushalten treffen. Kinder unter 14 Jahren sind davon ausgenommen. Auch wenn zwei Haushalte aus mehr als fünf Menschen bestehen gilt die Obergrenze von fünf Personen.

Maskenpflicht

Die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes gilt auch im öffentlichen Raum, wenn ein Abstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann oder man sich dauerhaft an einem Ort aufhält. Das gilt für belebte Orte wie Fußgängerzonen, Einkaufsstraßen aber auch in den Geschäften und auf den Parkplätzen davor. Auch bei der Arbeit gilt Maskenpflicht. Ausgenommen sind Berufstätige am Platz, wenn dort zu den Kollegen der Mindestabstand eingehalten werden kann.

Schulen, Kitas und Universitäten

Schulen und Kitas bleiben weiter offen! Es sollen aber vermehrt Schnelltests zum Einsatz kommen. So soll es möglich sein, dass Schüler in Quarantäne nach fünf Tagen einen Schnelltest machen können und bei negativem Ergebnis dann zurück in die Schule können. Die Maskenpflicht in den Schulen bleibt ab Klasse fünf bestehen. Die Weihnachtsferien beginnen bereits am 19. Dezember, damit Kontakte vor Weihnachten minimiert werden können.

Bei einer Sieben-Tage-Inzidenz über 200 sollen weitergehende Maßnahmen umgesetzt werden. Dazu zählen zum Beispiel Hybrid- oder Wechselunterricht. Diese verschärften Regeln sollen dann ab Klasse 8 umgesetzt werden. Baden-Württemberg will in den kommenden Monaten Millionen FFP2-Masken an Lehrer verteilen.

Hochschulen und Universitäten sollen so oft wie möglich auf digitale Formate umstellen. Das ist in Baden-Württemberg mittlerweile aber bereits weitgehend der Fall.

Einzelhandel

Einzelhandelsgeschäfte mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmeter dürfen nur einen Kunden pro 10m² gleichzeitig in das Geschäft lassen. Bei Läden mit einer Fläche unter 10m² darf immer nur ein Kunde eintreten. Für Geschäfte mit mehr als 800 Quadratmeter Verkaufsfläche gilt ab dem 800. Quadratmeter eine Beschränkung auf einen Kunden pro 20m² Fläche. Hat ein Laden also beispielsweise 1.200m² Fläche, dürften für die ersten 800m² 80 Kunden und für die weiteren 400m² nochmal 20 Kunden – insgesamt also 100 Kunden gleichzeitig.

Hilfsmaßnahmen für Betriebe

Die November-Maßnahmen werden vorerst bis zum 20. Dezember verlängert. Der Bund verlängert damit einhergehend auch die Novemberhilfen, um die betroffenen Betriebe und Einrichtungen zu unterstützen. In diese Förderprogramme werden auch Schausteller und Marktkaufleute aufgenommen.

Für die Bereiche, die nicht geschlossen sind, aber trotzdem Einschränkungen hinnehmen müssen, werden die Stützungsmaßnahmen (Überbrückungshilfen) bis Mitte kommenden Jahres verlängert. Zudem werden die Konditionen für die hauptsächlich betroffenen Bereiche – beispielsweise die Kultur- und Veranstaltungsbranche, für Soloselbständige und für die Reisebranche – verbessert.

Silvester-Feuerwerk

Um größere Gruppen zu vermeiden, ist ein Silvester-Feuerwerk in bestimmten Bereichen wie belebten Plätzen und Straßen nicht erlaubt. die konkreten Zonen legen die Städte und Gemeinden fest. Öffentlich veranstaltete Feuerwerke sind verboten. Grundsätzlich werde empfohlen, auf Feuerwerk an diesem Jahreswechsel zu verzichten.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Lockerung der Maßnahmen über Weihnachten

Es gibt eine Ausnahmeregelung für die Kontaktbeschränkungen für die Weihnachtstage ab dem 23. Dezember. Man sei sich bewusst, dass Weihnachten für die meisten Menschen eine ganz besondere Zeit sei. „Dem wollen wir bestmöglich gerecht werden“, erklärte Kretschmann. Dann sind maximal zehn Personen aus dem „engsten Familien- oder Freundeskreis“ erlaubt. Kinder bis 14 Jahre zählen nicht dazu.

Die Bürger sollten aber Vorkehrungen treffen, dass sich Weihnachten und Silvester nicht „zum Startpunkt einer neuen Infektionswelle“ entwickelten. Der frühere Start der Weihnachtsferien* soll ermöglichen, dass auch Kinder und Jugendliche ihre Kontakte vor Weihnachten auf ein Minimum reduzieren können, um so beispielsweise die Großeltern nicht zu gefährden. Arbeitgeber in Baden-Württemberg werden gebeten, Betriebsferien oder Home-Office zu ermöglichen.

Winfried Kretschmann appellierte außerdem, Weihnachtseinkäufe nicht an hochfrequentierten Samstagen, sondern auch unter der Woche zu erledigen, die Kontakte vor den Feiertagen zu minimieren und die höhere Zahl an Menschen, die man treffen dürfe, nicht voll auszureizen. Wer vor Weihnachten Erkältungssymptome aufweist, soll die vorhandenen Testmöglichkeiten nutzen. Hinsichtlich von Gottesdiensten sollen Gespräche zwischen der Landesregierung und den Religionsgemeinschaften stattfinden. Großveranstaltungen müssten vermieden werden.

Baden-Württemberg: Neue Regeln ab Dezember – Corona-Verordnung wird angepasst

In Regionen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von über 200 und diffusem Infektionsgeschehen sollen die Corona-Maßnahmen noch einmal erweitert werden. Dennoch gibt es nach Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann aufgrund der Impfstoff-Entwicklung Grund zur Hoffnung: „Wir werden dieses Virus besiegen. [...] Zur Wahrheit gehört aber auch: Es liegt noch eine längere Strecke vor uns.“ Derzeit werden in Baden-Württemberg Zentrale Impfzentren aufgebaut*, um bei Verfügbarkeit des Corona-Impfstoffes direkt losimpfen zu können.

Die von Bund und Länder beschlossenen Corona-Maßnahmen werden jetzt für Baden-Württemberg im Detail ausgearbeitet und die Corona-Verordnung des Landes entsprechend geändert. Die Regeln gelten dann ab dem 1. Dezember. *echo24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

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