Trotz sinkender Inzidenz

Coronavirus in Baden-Württemberg: Innenminister Strobl mit deutlicher Warnung

Thomas Strobl
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Thomas Strobl dämpft die Hoffnungen auf schnelle Lockerungen.
  • Simon Mones
    vonSimon Mones
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Die 7-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg sinkt und damit steigt die Hoffnung aus Lockerungen. Doch Innenminister Thomas Strobl spricht eine deutliche Warnung aus.

Langsam, aber sicher zeigen die Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus und der anhaltende Lockdown Wirkung. Seit Tagen sinkt die 7-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg immer weiter. In einigen Meldekreise liegen die Werte teilweise schon deutlich unter den Grenzwerten 35 und 50. Im Schnitt liegt die 7-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg bei 73,9 (Stand 31. Januar) und somit noch über den Grenzwerten.

Entsprechend stellt sich die Frage: Wann ist mit den ersten Lockerungen zu rechnen? Geht es nach dem baden-württembergischen Innenminister Thomas Strobl, dürfte das noch eine Weile dauern. Gegenüber den Zeitungen der Funke Mediengruppe warnte der CDU-Politiker am Sonntag vor falschen Hoffnungen auf Lockerungen der Corona-Maßnahmen nach dem 14. Februar.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Vorerst keine Lockerungen? Strobl für weitere Verschärfung!

Dennoch sollen die Einschränkungen nur so lange gelten wie unbedingt notwendig. „Freilich wäre es fatal, jetzt den Fehler des Lockdowns light im November zu wiederholen. Damals wurden Hoffnungen auf ein baldiges Ende der Maßnahmen gemacht, die enttäuscht werden mussten“, betonte Strobl.

Wie die Bundeskanzlerin Angela Merkel sprach sich auch Strobl für drastische Reisebeschränkungen aus. „Ich bin hier für strikte Einreiseverbote - mit allem, was das deutsche Verfassungsrecht und das europäische Recht hergeben“, sagte der Vorsitzende der Innenministerkonferenz (IMK). „Wir müssen den Flugverkehr - zumindest aus Ländern, in denen sich Corona-Mutationen ausbreiten - auf nahe Null bringen. Frachtflugzeuge mögen eine Ausnahme sein.“

Coronavirus in Baden-Württemberg: Strobl spricht weitere Warnung aus

In diesem Zusammenhang dürften auch erneute Grenzschließungen wie im Frühjahr nicht ausgeschlossen werden. Gegenüber den Zeitungen der Funke Mediengruppe nannte es der Innenminister von Baden-Württemberg „nicht nachvollziehbar, dass in dieser Situation überhaupt touristische Reisen stattfinden“.

Zudem warte der IMK-Vorsitzende vor der Gefahr von Cyberangriffen auf die Produktion von Impfstoffen gegen das Coronavirus. Während des Zulassungsverfahrens des Impfstoffs von Biontech war bereits die Europäische Arzneimittel-Agentur gehackt worden. Strobl bezeichnete solche Cyberattacken als „ein sehr großes Problem“ für die Impstoff-Lieferkette. Im schlimmsten Fall könne es passieren, „die Produktion von Impfstoffen lahmgelegt wird“. Die Angriffe kämen dabei „aus der ganzen Welt“. Entsprechend werde die Entwicklung von Polizei und Verfassungsschutz genau beobachtet.

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