Vor Corona-Gipfel von Bund und Ländern

Coronavirus in Baden-Württemberg: Winfried Kretschmann mit krasser Lockdown-Forderung

Zu sehen ist der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann.
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Mit einer klaren Ansage: Ministerpräsident Winfried Kretschmann hält eine Verschärfung der Corona-Regeln für denkbar.
  • Simon Mones
    vonSimon Mones
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Am Dienstag treffen sich Bund und Länder zum nächsten Corona-Gipfel. Winfried Kretschmann fordert weitere Verschärfungen.

Ursprünglich sollte das nächste Treffen von Angela Merkel und den Ministerpräsidenten der Bundesländer erst in der kommenden Woche stattfinden. Doch aufgrund der immer noch kritischen Lage wurde der Corona-Gipfel auf Dienstag, den 19. Januar, vorgezogen.

Bereits im Vorfeld des Treffens deutet alles darauf hin, dass der Lockdown nicht nur vorzeitig verlängert, sondern auch erneut verschärft werden könnte. Ein Vorhaben, das auch Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann wegen der verschiedenen Mutationen des Corona-Virus befürwortet. Der Grünen-Politiker würde den Lockdown gerne vorsorglich bis Mitte Februar verlängern.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Kretschmann macht sich für Verschärfung stark

Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur betonte Regierungssprecher Rudi Hoogvliet am Montag, dass die Infektionszahlen in Baden-Württemberg rascher gesenkt werden müsste als bislang. Somit solle eine schnelle Verbreitung der Virusmutationen unterbunden werden.

 „Unter dem Strich muss eine Verschärfung neben der Verlängerung stehen“, erklärte Hoogvleit und widersprach damit Kultusministerin Susanne Eisenmann. Die CDU-Politikerin hatte sich zuletzt gegen eine weitere Verschärfung der Maßnahmen ausgesprochen.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Kretschmann für mehr Home-Office

Kretschmann hält diese jedoch für wichtig. In der Videokonferenz mit Angela Merkel und den anderen Ministerpräsidenten werde er sich deshalb für weitere Verschärfungen einsetzten. „Die Bereitschaft, da weit zu gehen, ist groß“, sagt der baden-württembergische Regierungssprecher. Unter anderem sollen mehr Arbeitnehmer ins Homeoffice wechseln.

So könnten Arbeitgeber künftig begründen müssen, warum bestimmte Arbeitnehmer nicht ins Homeoffice wechseln könnten. Zudem sei wie in Bayern eine FFP2-Maskenpflicht beim Einkaufen und im öffentlichen Nahverkehr denkbar. Mit Bayerns Ministerpräsident Markus Söder möchte Kretschmann noch vor der Konferenz über den Umgang mit dem Grenzverkehr sprechen.

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