Unter Bedingungen...

Hoffnung auf Pandemie-Ende - Kretschmann nennt mögliches Datum

  • Anna-Maureen Bremer
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Können sich die Menschen in Baden-Württemberg auf eine Rückkehr zur Normalität freuen? Winfried Kretschmann erwartet eine Pandemie-Bewältigung – bald.

Keine Woche konnten sich die Menschen über die Lockdown-Lockerungen freuen, da schießen die Inzidenz-Zahlen in Baden-Württemberg schon wieder in die Höhe. 29 von 44 Stadt- und Landkreisen liegen über der kritischen Marke von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Und jetzt? Alle warten sehnsüchtig auf eine Rückkehr zur Normalität, der Stufenplan der Regierung soll dabei helfen. Die Formulierung „Das machen wir nach Corona“ ist immer öfter zu hören. Aber wann ist denn „nach Corona“? Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat dazu nun ein Statement abgegeben, das Hoffnung macht.

Coronavirus: Normalität in Baden-Württemberg noch in diesem Sommer?

„Kretschmann rechnet unter gewissen Bedingungen mit einer Rückkehr in die Normalität zum Ende des Sommers“, berichtet die dpa. Aber ganz so einfach ist es natürlich nicht. Klare Voraussetzung dafür sei, dass keine weiteren Mutanten entstünden, sagte der Regierungschef am Donnerstagabend in einer Runde der Spitzenkandidaten zur Landtagswahl im SWR.

„Davor bewahre uns Gott“, sagte er. Ohne Corona-Mutationen seien die Aussichten gut. Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann sagte, sie hoffe, dass die Corona-Krise im späten Sommer vorbei sei. Dann gehe es darum, welche Erkenntnisse man daraus ziehe. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel hat eine Prognose zum weiteren Verlauf der Coronavirus-Pandemie geäußert, wie merkur.de* berichtet. Hinzu kommen immer mehr Experten-Einschätzungen zu einem möglichen Pandemie-Ende - darüber schreibt fr.de*.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Ist die Pandemie bald überstanden?

Aber auch bis zum Sommer dauert‘s noch. Bis dahin liegt viel Hoffnung auf dem Fortschritt der Impfungen. Nachdem zunächst Liefer-Engpässe bei den Herstellern für Unruhe gesorgt hatten, kamen dann Nebenwirkungen des AstraZeneca-Impfstoffs ins Gespräch, die bei vielen die Impf-Bereitschaft schmälerten. Nun scheint es eine Wende zu geben, da das Vakzin möglicherweise sehr viel wirksamer ist, als zunächst angenommen.

Es ist ein Auf und Ab: Denn die mögliche höhere Wirksamkeit steht nun erschütternden neuen Schlagzeilen gegenüber: In Österreich ist eine Krankenschwester nach ihrer Corona-Impfung verstorben, eine Kollegin liegt mit einer Lungenembolie in einer Klinik. Erste Länder stoppten kurzfristig die Impfungen mit der AstraZeneca-Charge.

Nun kommen immer mehr Impfstoffe auf den Markt und Forscher und Mediziner auf der ganzen Welt scheinen unermüdlich an Studien zu den Vakzinen zu arbeiten. Derzeit prüft die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) das Vakzin von Johnson & Johnson. Auch der russische Impfstoff „Sputnik V“ soll demnächst in Europa zugelassen werden, um die Corona-Pandemie weiterhin einzudämmen. 

Coronavirus Baden-Württemberg: Nach Lockdown-Lockerungen Mega-Ansturm in Heilbronner Innenstadt

Dennoch sind viele Menschen - zum Beispiel in Heilbronn - in Habachtstellung. Nachdem sich die Inzidenz-Werte endlich zum Positiven entwickelt hatten und der Einzelhandel seit Kurzem wieder geöffnet hat, scheint die Situation nun wieder kritisch: Im Stadtkreis ist die 7-Tage-Inzidenz deutlich angestiegen. Und zwar von 36,3 auf 43,4 innerhalb eines Tages. 

Wenn die Zahlen weiter steigen, macht der Einzelhandel zwar nicht sofort wieder dicht, allerdings gibt es dann wieder Einschränkungen. Shoppen ist dann nicht mehr spontan möglich und Kunden müssen sich vorher einen Termin sichern. Da der Ansturm in Heilbronn bereits am Montag immens war, musste die Stadt reagieren: Eine Sprecherin teilte mit, dass der Kommunale Ordnungsdienst die Situation vor Ort kontrollierte und die Schlangen vor den Geschäften teils auflöste. Außerdem sei Kontakt zu den Filialleitungen aufgenommen worden. Bußgelder wurden keine verhängt. *echo24.de, merkur.de und fr.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Sebastian Gollnow/dpa

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