Impfung gegen Sars-CoV-2

Corona-Impfungen in Baden-Württemberg: Das sind die Standorte für Impfzentren – Ablauf steht!

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    Melissa Sperber
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    Anna-Maureen Bremer

Sobald der Corona-Impfstoff in Baden-Württemberg ankommt, sollen die Impfungen starten. Die Vorbereitungen für die Zentralen Impfzentren laufen bereits.

Update vom 24. November, 15 Uhr: Das baden-württembergische Kabinett hat das Impfkonzept in der heutigen Sitzung gebilligt. In der ersten Phase 1a, die ab dem 15. Dezember – natürlich abhängig von der Verfügbarkeit des Impfstoffes gegen das Coronavirus – starten wird, soll es Zentrale Impfzentren (ZIZ) geben. Standorte sind die Messen Freiburg, Ulm und Offenburg sowie die Karlsruher Messe und das Stuttgarter Robert-Bosch-Krankenhaus, weitere Zentren seien in Planung. Das teilte Gesundheitsminister Manfred Lucha mit. In diesen Impfzentren sollen jeweils 1.500 Impfungen am Tag durchgeführt werden. Unterstützt werden sie durch mobile Impfteams, die immobile Risikogruppen erreichen können.

In Phase 1b – voraussichtlich ab dem 15. Januar 2021 – soll es dann Kreis-Impfzentren in den Stadt- und Landkreisen geben. Diese können jeweils 750 Impfungen pro Tag durchführen. In einer zweiten Phase im Frühjahr oder Sommer soll die Regelversorgung mit dem Corona-Impfstoff in Baden-Württemberg dann durch Hausärzte und Fachärzte gewährleistet werden. Erneut stellte die Landesregierung klar: Die Impfung gegen Sars-CoV-2 wird freiwillig sein. Die „Durchimpfung aller impfwilligen Bürgerinnen und Bürger“ werde mehrere Monate in Anspruch nehmen.

Corona-Impfungen in Baden-Württemberg: Diese Personen werden zuerst geimpft

„Sobald der Impfstoff verfügbar ist, können wir loslegen“, betonte Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Aber wer wird dann zuerst gegen Corona geimpft? Zunächst werde laut Landesregierung eine Priorisierung bestimmter Bevölkerungsgruppen notwendig sein. Priorität eins sind demnach die Risikogruppen, also Personen, „die aufgrund ihres Alters oder vorbelasteten Gesundheitszustandes ein signifikant erhöhtes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf haben“. Besonderer Fokus liegt dabei unter anderem auf Pflegeheimen.

Zweite Priorität bei den Corona-Impfungen haben Mitarbeiter des Gesundheitswesens und des Pflegewesens. Im Anschluss folgen Personen „die in wichtigen Bereichen der Daseinsvorsorge und für die Aufrechterhaltung zentraler staatlicher Funktionen eine Schlüsselstellung besitzen“, heißt es von Seiten der Landesregierung Baden-Württemberg. Dazu zählen Mitarbeiter der Gesundheitsämter, von Polizei und Feuerwehr, Lehrer und Erzieher. Anschließend soll die Corona-Impfung für alle Bürger in Baden-Württemberg möglich sein.

Derzeit geht die Landesregierung Baden-Württemberg von einer Verimpfung auf zwei Dosen im Abstand von 21 bis 28 Tagen aus. Termine für die Corona-Impfungen soll es dann telefonisch über eine Zentrale Terminvergabe geben.

Impfungen gegen Corona: Wann, wie, wo? Baden-Württemberg entscheidet heute!

Update vom 24. November, 11 Uhr: Die Impfstrategie in Baden-Württemberg im Kampf gegen das Coronavirus ist heute Thema der Landesregierung. Zunächst sollen bis zu neun zentrale Impfzentren in den vier Regierungsbezirken Stuttgart, Karlsruhe, Freiburg und Tübingen errichtet werden. Im Anschluss ist geplant, bis zum 15. Januar ein bis zwei Kreis-Impfzentren in jedem Stadt- und Landkreis aufzubauen, wie echo24.de* berichtet.

„Wir haben beschlossen, dass wir an dem Tag, an dem es möglich ist zu impfen, parat zu stehen, um sofort professionell impfen zu können“, erklärte Gesundheitsminister Manfred Lucha am Wochenende in Ulm. Dort hatte das Deutsche Rote Kreuz die Abläufe für ein solches Impfzentrum geprobt. Lucha hatte außerdem angekündigt, dass in einer ersten Tranche in Baden-Württemberg 600.000 Impfdosen des Impfstoff-Kandidaten von Biontech/Pfizer verfügbar sein sollen. Ministerpräsident Winfried Kretschmann betonte dort erneut, es werde keinen Impfzwang geben.

Winfried Kretschmann besuchte das Probe-Impfzentrum in Ulm.

Corona-Impfungen in Baden-Württemberg: So viele Menschen sollen täglich geimpft werden

Die Umsetzung der Impfungen gegen Corona kostet das Land ab Mitte Dezember rund 60 Millionen Euro. Das geht laut der Deutschen Presse-Agentur aus dem Impfkonzept des Landes Baden-Württemberg vor, das am heutigen Dienstag verabschiedet werden soll. Bis zum 15. Dezember sollen laut dem Papier „die Impflogistik und die benötigten Strukturen“ bereitstehen, um impfen zu können. 58,2 Millionen Euro sind bis Mitte April für Personal- und Sachkosten in den Impfzentren veranschlagt. Die Beschaffung des Impfbestecks und die Logistik für 15 Millionen Euro wurden bereits genehmigt. Die Kosten soll zunächst komplett das Land tragen.

Wenn alle zentralen Impfzentren in Betrieb sind, sollen in Baden-Württemberg am Tag 1.500 Menschen geimpft werden können. Zunächst sollen bestimmte Bevölkerungsgruppen bei den ersten Corona-Impfungen* bevorzugt werden. In den Kreis-Impfzentren sollen ab Mitte Januar an jedem Tag der Woche von 7 bis 21 Uhr Impfungen möglich sein. Dadurch plant das Sozialministerium laut dpa mit etwa 800 Impfungen pro Tag. Außerdem sollen mobile Impfteams im Einsatz sein, um beispielsweise vor Ort in Pflegeheimen oder Behinderteneinrichtungen zu impfen, wie der SWR berichtet.

Corona-Impfungen in Baden-Württemberg: So könnte es schon im Dezember ablaufen

Update vom 23. November: Beim Kampf gegen das Coronavirus scheint die letzte Runde eingeläutet. Wie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn mitteilte, rechnet er noch im Dezember mit ersten Impfungen gegen Sars-CoV-2. In Baden-Württemberg scheinen die Vorbereitungen hierzu auch rechtzeitig abgeschlossen. Trotzdem: Mit einem sehr schnellen Knockout von Covid-19 ist nicht zu rechnen, wie echo24.de* berichtet.

Corona-Impfungen in Baden-Württemberg: Impfstoff könnte noch im Dezember verfügbar sein

„Es gibt Anlass zum Optimismus, dass es noch in diesem Jahr eine Zulassung für einen Impfstoff in Europa geben wird. Und dann können wir mit den Impfungen sofort loslegen“, sagte Spahn dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Er habe die Länder gebeten, dass die Impfzentren Mitte Dezember einsatzbereit sein sollen. Das scheine zu klappen. In Baden-Württemberg hat am Samstag hierzu bereits ein Probelauf in einem Testzentrum in Ulm stattgefunden.

Die wichtigsten Fragen zum Corona-Impfstoff (Quelle: Bundesregierung)

Welche Corona-Impfstoffe gibt es? Laut Weltgesundheitsorganisation werden derzeit 48 Impfstoff-Kandidaten erprobt, 164 weiter Kandidaten seien in der vorklinischen Entwicklung

Wann wird ein Corona-Impfstoff zur Verfügung stehen? Das hängt von vielen Faktoren ab. Von der Bundesregierung heißt es: „Aktuell gibt es einige aussichtsreiche Impfstoff-Projekte in der letzten Testphase – darunter die Kooperation des deutschen Unternehmens BioNTech und dem Pfizer-Konzern.“ Bundesgesundheitsminister Jens Spahn rechnet mit ersten Impfungen noch im Dezember 2020.

Wie sicher wird ein Impfstoff gegen das Coronavirus sein? Laut Bundesregierung gibt es zwar bei mehreren Impfstoffkandidaten ein beschleunigtes Verfahren. Das setze die Qualitätsstandards aber keinesfalls herunter. Die rasante Entwicklung der Impfstoffe sei durch die Bündelung der Kräfte in die Impfstoff-Entwicklung gegen das Coronavirus zu erklären. Nebenwirkungen sind aber, wie bei allen etablierten Impfstoffen, nicht auszuschließen.

Laut der Impfstrategie des Landes Baden-Württemberg sollen bis zum 15. Dezember in jedem der Regierungsbezirke zwei Testzentren eingerichtet werden. In einem zweiten Schritt sollen bis zum 15. Januar ein bis zwei Kreis-Impfzentren pro Stadt- und Landkreis aufgebaut werden. Sobald ein Impfstoff gegen das Coronavirus verfügbar sei, könnten die Impfungen auch hier beginnen, sagte ein Sprecher des Sozialministeriums. 

Coronavirus Baden-Württemberg: Probe in Ulm zeigt, wie Corona-Impfungen ablaufen sollen

In der Messe Ulm hatte eine Probe des Deutschen Roten Kreuz (DRK) am Samstag gezeigt, wie der Ablauf der Impfungen aussehen könnte. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne), sowie Sozialminister Manne Lucha (Grüne) und Innenminister Thomas Strobl (CDU) ließen sich bei einem Besuch den geplanten Aufbau des Impfzentrums zeigen. Das Sozialministerium hatte den DRK Kreisverband Ulm und den DRK Rettungsdienst Heidenheim-Ulm mit dem Probebetrieb beauftragt.

Dieser solle zeigen, wo eventuell nachzubessern ist, sagte Kreisverbandsarzt Bernd Kühlmuß vom DRK. Ulm gilt als Testballon für die weiteren Impfzentren, die in den kommenden Monaten folgen werden. Neben Ulm stehen bereits die Messen der Städte Freiburg und Offenburg als weitere Standorte für zentrale Impfzentren fest, wie Sozialminister Lucha der Heilbronner Stimme und dem Mannheimer Morgen sagte.

Coronavirus in Baden-Württemberg: So sollen die Impfungen reibungslos klappen

Einmal vorhanden, soll der Corona-Impfstoff in den Zentren in Baden-Württemberg möglichst reibungslos verabreicht werden können. Deshalb ist das Impfzentrum in Ulm nun in Modulen aufgebaut worden. Die Impfungen sollen dann wie folgt ablaufen:

  • Zunächst erfolgt im Impfzentrum eine Einlasskontrolle der Patienten. Diese müssen sich auch für eine Impfung gegen das Coronavirus registrieren.
  • Anschließend erfolgt laut DRK-Medizinier Kühlmuß eine allgemeine Aufklärung über die Corona-Impfung.
  • Daraufhin wird jeder Impfkandidat auch noch einem individuell durch einen Arzt aufgeklärt.
  • Erst danach erfolgt die tatsächliche Impfung gegen das Coronavirus.
  • Anschließend müssen Impfwillige noch für 30 Minuten zu Beobachtung bleiben. Diese Vorsichtsmaßnahme sei dem neuartigen Impfstoff geschuldet.

„Wir sehen jetzt Licht am Ende des Tunnels“, sagte Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann beim Probebetrieb in Ulm. Mit dem Impfstoff sei ein Ende der Pandemie eingeläutet. Er betonte erneut, dass eine Impfung gegen das Coronavirus freiwillig sei.

Corona-Impfungen Baden-Württemberg: Zu Beginn sollen 600.000 Dosen zur Verfügung stehen

Wenn der Corona-Impfstoff tatsächlich zur Verfügung steht, wird es ohnehin zu Beginn eine Dringlichkeits-Hierarchie geben. So sollen bestimmte Menschengruppen zuerst gegen das Coronavirus geimpft* werden.

Minister Lucha kündigte in Ulm an, dass vom Impfstoff-Kandidaten von Biontech/Pfizer in einer ersten Tranche fünf Millionen Impfdosen bundesweit verfügbar sein sollen, davon in Baden-Württemberg 600.000. Nach Angaben von Spahn hat sich Deutschland über die EU-Kommission, mit der auch das Tübinger Unternehmen Curevac einen Vertrag für einen Corona-Impfstoff* abgeschlossen hat, oder bilaterale Verträge und Optionen inzwischen mehr als 300 Millionen Impfdosen gegen das Coronavirus für Deutschland gesichert.

Das Deutsche Rote Kreuz probte den Ablauf zur Impfung eines Corona-Impfstoffs in dem neben weiteren für das Land Baden-Württemberg geplanten Impfzentren.

„Auch bei zwei Dosen pro Impfung hätten wir dann genug für die eigene Bevölkerung und könnten mit anderen Ländern teilen“, sagte Spahn. Der Bundesgesundheitsminister kündigte an, dass sich Deutschland auch Impfdosen beim Dessauer Impfhersteller IDT sichern wird.

Corona-Impfstoff: Bevölkerung noch vor Ende 2021 durchgeimpft?

Spahn zeigte sich optimistisch, dass es nicht bis Ende 2021 dauern werde, bis alle Bevölkerungsgruppen durchgeimpft sind. So benötige man für viele der voraussichtlichen Impfstoffe keine tiefe Kühlung. Sie könnten in normalen Arztpraxen gegeben werden. „Und dann geht es schnell: Vergessen wir nicht, dass jährlich in wenigen Wochen bis zu 20 Millionen Menschen gegen Grippe geimpft werden“, sagte Spahn.

Der Bundesgesundheitsminister kündigte zudem den Aufbau einer Online-Plattform über die erreichten Impfquoten an, differenziert nach Alter und Regionen. „Insbesondere dann, wenn wir bei den besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppen eine hohe Impfquote erreicht haben, werden wir die Beschränkungen schrittweise lockern können.“

Coronavirus Baden-Württemberg: Vor Impfstoff noch einmal Verschärfung des Lockdowns

Zunächst droht aber erst einmal noch eine Verschärfung der geltenden Corona-Regeln*. Die aktuellen Corona-Zahlen auch in Baden-Württemberg* waren zwar am heutigen Montag niedrig. Doch der langfristige Trend lässt wohl noch keine Lockerungen des „Lockdown light“ zu.

Am Mittwoch wollen sich Bund und Länder hierzu erneut beraten. Eine Beschlussvorlage der SPD-geführten Bundesländer liegt bereits vor. Beim letzten Corona-Gipfel vor einer Woche hatte der Bund bereits deutlich strengere Empfehlungen* ausgesprochen.

Corona-Impfstoff für Baden-Württemberg: Impfstrategie des Landes steht fest

Update vom 19. November: Viele warten mit Spannung auf einen Corona-Impfstoff - damit verbunden die Hoffnung auf eine schrittweise Rückkehr zur Normalität. Denn die aktuellen Covid-19-Zahlen für Baden-Württemberg deuten eher weiter auf einen Winter mit strengen Corona-Regeln hin, wie echo24.de* berichtet. Am Mittwoch, 25. November, wollen sich Bund und Länder erneut treffen und über die Corona-Lage in Deutschland diskutieren - und welche Regeln für die kommende Zeit gelten sollen.

Besonders zwei deutsche Impfstoffkandidaten könnten bald verfügbar sein: CureVac mit Sitz in Tübingen und das Mainzer Unternehmen Biontech sind die deutschen „Hoffnungsträger“. Die große Frage bleibt jedoch: Wer wird mit einem Corona-Impfstoff zuerst geimpft - und wo finden die Impfungen statt? Genau dazu spricht die Lenkungsgruppe „SARS-CoV-2 (Coronavirus)“ des Landes Baden-Württemberg jetzt Klartext!

Corona-Impfstoff für Baden-Württemberg: Das ist die offizielle Impfstrategie des Landes

„Anfang kommenden Jahres könnten zwei Impfstoffe gegen das Coronavirus verfügbar sein“, heißt es auf der Homepage des Landes Baden-Württemberg. Das Land bereite sich darauf vor. Aber: Klar sei auch, dass es zu Beginn wohl „nur eine begrenzt verfügbare Zahl an Impfdosen geben“ werde. Genau deswegen soll die Bevölkerung auch in verschiedenen Phasen geimpft werden - einen Impfzwang wird es jedoch ganz ausdrücklich nicht geben!

Doch wer erhält zuerst die Möglichkeit sich gegen Corona impfen zu lassen? Laut dem Land Baden-Württemberg sollen „vulnerable Bevölkerungsgruppen oder Mitarbeiter der Gesundheitsversorgung“ bevorzugt werden. Ein breites Impfangebot für die Bevölkerung soll es geben, sobald mehr Impfstoff zur Verfügung steht. Dabei sind drei Phasen geplant.

Coronavirus Baden-Württemberg: Impfzentren für erste Phasen - auch mobile Impfteams geplant

In einer ersten Phase sollen in jedem Regierungsbezirk in Baden-Württemberg ein bis zwei Impfzentren eingerichtet werden. In Phase zwei sollen diese Impfzentren dann auf jeden Landkreis ausgeweitet werden. Und sobald es die „Menge und Eigenschaften der Impfstoffe zulassen“, sollen in Phase drei auch Arztpraxen regulär impfen können.

Zusätzlich soll es mobile Impfteams geben, die die Corona-Impfungen beispielsweise für Pflegeheime ermöglichen oder für andere vulnerable Gruppen, die auf mobile Angebote angewiesen sind. Auch für Kliniken wird aktuell ein Impfkonzept erarbeitet, damit das dort arbeitende Personal geimpft werden kann. Abschließend muss die Impfstrategie jedoch noch vom Ministerrat beschlossen werden.

Corona Impfung: Baden-Württemberg trifft alle Vorkehrungen zur Auslieferung

Erstmeldung vom 11. November: Alle warten auf den Impfstoff gegen das Coronavirus und die Pharma-Unternehmen scheinen bedeutende Fortschritte zu machen. Allerdings ist es nicht damit getan, dass der Impfstoff entwickelt und zugelassen wird - das berichtet echo24.de*. Auch die Infrastruktur muss gut geplant sein, damit die Menschen auch an den Impfstoff kommen. Baden-Württemberg bereitet sich mit Hochdruck darauf vor.

Corona-Impfstoff: Wenn er zugelassen ist, muss auch die Infrastruktur geplant sein

„Derzeit arbeite Baden-Württemberg mit Hochdruck daran, die nötige Infrastruktur bereitstellen zu können, sobald Impfstoffe vorhanden sind“, berichtet der SWR. Dazu werden aktuell Kanülen beschafft und auch Spritzen. Außerdem müssen Lagermöglichkeiten geschaffen werden.

Manche Impfstoffe benötigen eine Kühlung bis zu 70 Grad Minus. Der Bund werde den baden-württembergischen Anteil am Corona-Impfstoff an ein zentrales Lager im Land liefern, von dort werde er flächendeckend an einzelne Impfzentren gegeben, die dann später in einem zweiten Schritt auf alle Stadt- und Landkreise ausgeweitet werden sollen.

Für Baden-Württemberg ist angedacht, dass die Impfungen zunächst mit Impfzentren in jedem Regierungspräsidium beginnen. Dann sollen soll es Zentren in allen Landkreisen sowie mobile Impfeinheiten für Heimbewohner geben. Lucha sagte weiter: „Mittel- und langfristig soll die Impfung in den Arztpraxen stattfinden.“.

Gewerkschaft mit Forderung zur Verteilung des Impfstoffs

Beginnt also bald das große Rennen um die ersten Impfdosen? „Die halten den Laden gerade am Laufen“, sagte Landesbezirksleiter Martin Gross von Verdi und meint damit Erzieherinnen in Kitas. Für die Kinder, die Eltern und die Wirtschaft seien diese Arbeitskräfte unerlässlich. In den Kitas sei die Einhaltung der AHA-Regeln nicht möglich. Die dort Beschäftigen dürften deshalb bei der Verteilung der Impfdosen nicht vergessen werden, müssten viel mehr sogar Vorrang erhalten.

Gleiches sei auch bei allen zu berücksichtigen, die an Schulen arbeiteten. Unterstützung dafür kommt von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Die GEW-Landesvorsitzende Doro Moritz sagte dazu: „Wer will, dass Kitas und Schulen offen bleiben, muss die Schutzmaßnahmen für die Beschäftigten ausbauen und den pädagogischen Profis vorrangig das Angebot machen, sich impfen zu lassen.“

Bundeswehr soll Corona-Impfstoff liefern

Auf der Gesundheitsministerkonferenz wurde beschlossen, dass der Bund die Impfstoffe beschafft und finanziert und die Länder Impfzentren einrichten. Die Bundeswehr oder die Hersteller sollen für das Anliefern zuständig sein. Viele Fragen sich bereits: Kommt jetzt die Impfpflicht? In einem Video hatte Kanzlerin Angela Merkel bereits am Sonntag betont, dass die Impfung freiwillig bleiben soll. *echo24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Clara Margais/dpa

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