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Innerhalb einer Woche halbiert: Gehen die Corona-Zahlen plötzlich zurück?

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Von: Juliane Reyle

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Corona Teststelle für Schnell- und PCR-Tests
Sinkt die Zahl der Neuinfektionen? - Weniger Patienten in Klinken Baden-Württembergs. (Symbolbild) © Wolfgang Kumm/dpa

Eich Lichtblick für die Kliniken: Innerhalb einer Woche hat sich die Corona-Inzidenz in Baden-Württemberg halbiert. Doch gehen die Covid-Infektionen wirklich zurück?

Endlich lässt der Druck auf die derzeit vor allem finanziell stark angeschlagenen Kliniken und Krankenhäuser im Südwesten weiter nach: Es gibt weniger Corona-Patienten. Nicht nur die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz hat sich innerhalb einer Woche halbiert, auch die Zahl der Covid-19-Fälle auf den Normal- und den Intensivstationen der Krankenhäuser geht deutlich zurück, wie es aus dem Lagebericht des Landesgesundheitsamtes (LGA) von Donnerstag hervorgeht.

Auch für andere Situationen, als eine Corona-Infektion sinnvoll: Diese Medikamente sollten in der eigenen Notfallapotheke zuhause vorhanden sein.

Weniger Patienten in Krankenhäusern und Kliniken: Die Zahl der Covid-Neuinfektionen sinkt

Zuletzt sollen noch 1.629 Menschen mit oder wegen Corona auf den Normalstationen behandelt werden und das sind ganze 326 Patienten weniger als in der vorherigen Woche. Die Zahl der Covid-Patienten auf den Intensivstationen sinkt ebenfalls. Diese Woche ist die Zahl von 177 auf 150 Patienten gesunken. Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz hat sogar den niedrigsten Wert seit nun mehr als sechs Wochen in Baden-Württemberg erreicht und sank im Wochenvergleich um 201 auf 203,3 Ansteckungen pro 100.000 Einwohner.

Eine Impfung soll das Risiko an Long-Covid zu erkranken minimieren. Gemäß einer Umfrage sollen derzeit viele Menschen über 60 für eine vierte Impfung bereit sein.

R-Wert deutet auf eine Verlangsamung der Ansteckung hin

Der sogenannte R-Wert deutet ebenfalls darauf hin, dass die Corona-Neuinfektionen nach dem starken Anstieg ab Mitte September nun bereits seit der zweiten Oktoberwoche wieder zurückgehen. Der R-Wert, der die Ausbreitungsgeschwindigkeit darstellt, lag zuletzt bei 0,67. Das bedeutet, dass 100 infizierte Personen im Schnitt 67 weitere Menschen anstecken. Erst vergangene Woche lang der Wert noch bei 0,78, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) schreibt.

Doch kein Ende: Nicht alle Infektionen werden vom RKI erfasst – viele Patienten verzichten auf PCR-Tests

Doch die LGA-Angaben liefern leider nur ein sehr unvollständiges Bild der Infektionszahlen, deshalb ist noch kein Aufatmen möglich. Experten gehen wohl seit einiger Zeit davon aus, dass eine hohe Zahl von Infektionen nicht vom Robert-Koch-Institut (RKI) erfasst werde, weil sehr viele Erkrankte auf einen PCR-Test verzichten. In die Corona-Statistiken, die veröffentlicht werden, zählen lediglich positive PCR-Tests, keine Schnelltests oder anderweitige Diagnosemethoden.

Nachmeldungen und Übermittlungsprobleme der Daten können ebenfalls zu einer Verzerrung der Tageswerte führen. Da es diese Woche in einigen Bundesländern Feiertage gab, könnte es somit sein, dass nicht alle Daten registriert worden sind.

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