Coronavirus Baden-Württemberg

Neue Corona-Verordnung zu streng? Handelsverband BaWü mit heftiger Kritik

2G-Regel, Geimpfte, Genesene, Covid 19 Regelung 2G, Geschäft oder Restaurant mit der Aufschrift Nur Zutritt nach 2G Regel
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Die neue Corona-Verordnung für Baden-Württemberg bringt auch für den Einzelhandel Einschränkungen. (Symbolbild)
  • Christina Rosenberger
    VonChristina Rosenberger
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Die neue Corona-Verordnung, die ab sofort in Baden-Württemberg gilt, bringt viele strenge Regeln für Ungeimpfte mit. Das stößt nicht nur auf Zustimmung.

Und wieder gibt es neue Regeln: Die Corona-Pandemie nimmt seit Juli langsam wieder Fahrt auf, die Inzidenzen steigen auch in Baden-Württemberg. Deshalb hat die Landesregierung erneut eine überarbeitete Fassung der Corona-Verordnung verabschiedet. Diese gilt seit heute (16. September) und bringt ein dreistufiges Alarmsystem mit sich.

Genauer gesagt stützt sich die neue Corona-Verordnung Baden-Württemberg auf eine sogenannte Hospitalisierungsinzidenz, die angibt, wie viele Covid-19-Patienten aktuell Intensivbetten in den Krankenhäusern belegen. Werden hier bestimmte Grenzwerte überschritten, so treten für ungeimpfte Bürger Maßnahmen in Kraft, die den Alltag ungemein erschweren dürften. Das letzte Mittel ist dann mit Erreichen der sogenannten „Alarmstufe“ die 2G-Regel, die es Ungeimpften verbietet, ins Restaurant, ins Kino oder Theater zu gehen.

Neue Corona-Verordnung zu streng? Regelung zu Einzelhandel in der „Alarmstufe“

Der Handelsverband Baden-Württemberg (HBW) hat diese Regelung jetzt als „teilweise zu streng“ kritisiert. In der Alarmstufe seien die Vorgaben ein schwerer Schlag für die ohnehin schon angeschlagenen Händler im Land, erklärte ein HBW-Sprecher am Donnerstag in Stuttgart.

Hier bezieht sich der Handelsverband Baden-Württemberg auf die „Alarmstufe“. Wird diese ausgerufen, so gilt für den Einzelhandel, der nicht der Grundversorgung dient, die 3G-Regel. Jeder, der nicht nachweislich genesen oder vollständig geimpft ist, muss dann für den Besuch in Geschäften einen Corona-Schnelltest vorweisen. Diese Nachweise zu kontrollieren sei laut dem HBW-Sprecher weder finanziell noch personell stemmbar. Denn Händler müssen die Nachweise von Geimpften, Genesenen und Getesteten selbst kontrollieren.

Dennoch gibt es für die neue Corona-Verordnung Baden-Württemberg auch ein kleines Lob. Der Handelsverband Baden-Württemberg begrüße es, dass es in der Basis- und der Warnstufe keine Einschränkungen für den Handel gibt. Erst ab der „Alarmstufe“ ändert sich für die Händler also überhaupt etwas.

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