Hammer-Aussagen der Bundeskanzlerin

Dauert dieser Lockdown noch ewig? Verlängerung scheint unvermeidlich – deutliche Kretschmann-Ansage

  • Julia Thielen
    vonJulia Thielen
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  • Jason Blaschke
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Wegen der weiterhin hohen Infektionszahlen hält Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann eine Verschärfung der Maßnahmen für wahrscheinlich. Genauso wie eine Verlängerung des Lockdowns.

  • Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hält eine Verschärfung der bestehenden Corona-Regeln für wahrscheinlich.
  • In Bayern sollen bereits verschärfte Corona-Regeln in Kraft treten. Unter anderem wird die Maskenpflicht im Freistaat ausgeweitet.
  • Bundeskanzlerin Angela Merkel bereiten die Mutationen des Coronavirus sorgen. Sie fordert noch acht bis zehn Wochen harte Maßnahmen.

Update, 14. Januar: Das Ende des Januars ist wohl nicht das Ende des Lockdowns. Danach sieht es derzeit jedenfalls aus. Und darauf stellt auch Winfried Kretschmann, Ministerpräsident von Baden-Württemberg, die Bürger ein. Er will sich wegen der auch im Südwesten immer noch gravierenden Corona-Lage* für „weitere und schärfere Maßnahmen“ einsetzen, berichtet echo24.de*.

Lockdown geht wohl in die Verlängerung: Kretschmann macht Schock-Ansage

Am gestrigen Tage seien 1.244 Menschen „an oder mit dem Coronavirus“ gestorben, erklärte Winfried Kretschmann in einer Pressekonferenz am heutigen Donnerstag. Das sei die bislang höchste Zahl. Dieser traurige Negativrekord und das insgesamt weiter dramatische Infektionsgeschehen auch in Baden-Württemberg sei nicht der erhoffte „Abwärtstrend“.

Die nun auch noch aufgekommenen, mutmaßlich ansteckenderen, Corona-Mutationen trügen ebenfalls nicht zu einer Verbesserung der Situation in Baden-Württemberg und ganz Deutschland bei.

Lockdown-Verlängerung? Winfried Kretschmann pocht auf weitere scharfe Maßnahmen

Zusammengenommen würde das noch keine Lockerungen erlauben. Beispielsweise auch im Bezug auf Schulen und Kitas*. Diese bleiben vorerst geschlossen. Auch in Sachen Lockdown wurde Kretschmann deutlich.

Winfried Kretschmann glaubt an eine Verlängerung und Verschärfung des Lockdowns.

„Ich werde heute dafür werben, dass wir die Beratungen mit der Bundeskanzlerin und den Ministerpräsidenten vorziehen“, erklärte Baden-Württembergs Ministerpräsident. Man müsse schnell klären, wie es vor allem im Bezug auf „Familien im ganzen Land“ weitergeht.

Lockdown erneut verlängern: Kretschmann mit klarer Forderung an Merkel

„Wir müssen davon ausgehen, dass wir den Lockdown verlängern müssen“, sagte Kretschmann bei der Pressekonferenz weiter. Man müsse gewichten, wo man geltende Regularien verschärfen oder erweitern müsse. Aber auch, ob man gegebenenfalls Maßnahmen beenden könnte.

Wir müssen davon ausgehen, dass wir den Lockdown verlängern müssen.

Winfried Kretschmann, Ministerpräsident Baden-Württemberg

Solange die Infektionszahlen sich aber nicht deutlich senken, macht auch der Ministerpräsident wenig Hoffnung auf ein baldiges Ende des Lockdowns in Baden-Württemberg. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte dies zuletzt konkretisiert und von scharfen Maßnahmen gegen das Coronavirus in den nächsten acht bis zehn Wochen gesprochen. Dann könnte auch Ostern wie schon 2020 betroffen sein.

Geht Corona-Lockdown ewig weiter? Schock-Aussagen von Kretschmann und Merkel

Erstmeldung, 12. Januar: Droht Baden-Württemberg ab Februar ein verschärfter Lockdown? Ministerpräsident Winfried Kretschmann hält in Bezug auf die weiterhin hohe Zahl an Coronavirus-Neuinfektionen in Baden-Württemberg eine Verschärfung der Corona-Regeln für möglich.

Die Zahlen seien nicht so, dass man „ein großes Öffnungskonzert“ veranstalten könne, erklärt Kretschmann. „Wenn es nicht gut kommt, müssen wir eventuell sogar noch mal verschärfen.“ In Baden-Württemberg sei mit dem bisherigen strengen Kurs gut gefahren. echo24.de* berichtet über die möglichen neuen Maßnahmen.

Knallhart-Lockdown in Baden-Württemberg? Ministerpräsident Kretschmann spricht Klartext

Die nächtlichen Ausgangssperren in Baden-Württemberg* hält Kretschmann für „sehr wirksam“ und stellt klar: Die Ausgangssperren werden nicht als erstes gelockert. „Vorher lockern wir was anderes.“ Mit seiner klaren Ansage zum Corona-Lockdown wendet sich Kretschmann klar gegen die Forderungen von Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer*. Im Gegensatz zu Kretschmann spricht sich Palmer für großzügige Lockerungen ab Februar aus.

Kretschmann betont, dass man sich in Baden-Württemberg an der Entwicklung der Infektionszahlen orientiere. Unabhängig von der Zahl der Coronavirus-Infektionen zu handeln, kommt für Kretschmann nicht infrage. „Sowas wird kein verantwortlicher Politiker machen“, erklärt der Ministerpräsident und stellt sich damit klar gegen die Forderungen von Boris Palmer. Zum wichtigen Thema Schulöffnungen in Baden-Württemberg äußert sich Kretschmann zurückhaltend.

Trotz Corona-Lockdown in Baden-Württemberg: Öffnen ab Montag die Schulen wieder?

Ob man Grundschulen und Kitas in Baden-Württemberg ab Montag, 18. Januar, wie geplant öffnen könne, sei aktuell noch unklar. Die Zahl der Coronavirus-Infektionen ginge nicht herunter, „jedenfalls nicht belastbar“, erklärt der Ministerpräsident. Eine Entscheidung sei aber noch nicht gefallen. Erst am Donnerstag wollen sich Kretschmann und Kultusministerin Susanne Eisenmann zum weiteren Vorgehen äußern. Bekannt ist, dass Eisenmann auf eine Öffnung der Schulen im Land drängt.

Und während in Baden-Württemberg noch über eine Verschärfung der Corona-Regeln debattiert wird, machen andere Landesregierungen schon Nägel mit Köpfen. Allen voran Bayerns Ministerpräsident Markus Söder, der noch einmal betont, dass es Ende Januar keine Garantie auf Lockerung der Maßnahmen geben wird. Im Gegenteil: Laut Söder soll in Bayern die sogenannte FFP2-Maskenpflicht für den Nahverkehr und den Einzelhandel kommen.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder will die FFP2-Maskenpflicht im Einzelhandel und im Nahverkehr einführen.

Verschärfte Corona-Regeln in Baden-Württemberg? Bayern macht es wieder einmal vor

Aber gibt es so viele FFP2-Masken im Handel? Zumindest Bayerns neuer Gesundheitsminister Klaus Holetschek scheint sich sicher zu sein. „An der Verfügbarkeit der Masken wird es nicht scheitern.“ Laut Holetschek habe sich der Markt für FFP2-Masken „unglaublich entwickelt“. Ob die FFP2-Maskenpflicht womöglich auch in Baden-Württemberg kommt? Zum Hintergrund: Nicht selten ist Bayern in der Coronavirus-Pandemie Vorreiter für verschärfte Corona-Regeln gewesen.

Corona-Lockdown bis Ostern? Bundeskanzlerin Angela Merkel mit klarer Meinung

Wenig Hoffnung auf eine baldige Lockerung der Corona-Maßnahmen macht auch Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin. Ihr machen vor allem die Mutationen des Coronavirus Sorgen, die zuletzt in Großbritannien, Japan und Afrika aufgetaucht sind. „Wenn wir es nicht schaffen, dieses britische Virus abzuhalten, dann haben wir bis Ostern eine 10-fache Inzidenz“, sagt Merkel in einer internen Sitzung der Arbeitsgruppe Innen der Unionsfraktion, über die die Bild-Zeitung aktuell berichtet.

Wir brauchen noch 8-10 Wochen harte Maßnahmen.

Angela Merkel, Bundeskanzlerin

In der Sitzung warnt Merkel vor dramatisch explodierenden Infektionszahlen durch die Coronavirus-Mutation aus Großbritannien. Merkels knallharte Forderung: „Wir brauchen noch acht bis zehn Wochen harte Maßnahmen.“ Das würde bedeuten, dass sich der Lockdown bis kurz vor Ostern ziehen könnte! Der derzeitige Lockdown endet am 31. Januar. Ein weiterer Bund-Länder-Gipfel soll noch Laufe des Monats klären, wie es ab Februar weitergehen soll. Und allen Anschein nach müssen sich die Menschen auf weitere Corona-Regeln einstellen. *echo24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Nadine Weigel/dpa

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