Lockdown-Verlängerung

Corona-Gipfel: Lockerungen beschlossen - der Öffnungsplan für Deutschland

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  • Julia Cuprakowa
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Neun Stunden (!) haben die Bund- und Länderchefs beim Corona-Gipfel (3. März) diskutiert. Nun ist ein Stufenplan beschlossen, der nicht ganz einfach ist.

  • Am Mittwoch (3. März) trafen sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Länderchefs ab 14 Uhr zum Corona-Gipfel.
  • Jetzt steht fest: Es gibt einen Stufenplan.
  • Es gibt erste mögliche Öffnungsszenarien, mehr Sozialkontakte und Änderungen bei den Impfungen.

Update, 4. März: Bis in die Nacht handelten die Bund- und Länderchefs die neuen Beschlüsse aus. Ja, der Lockdown wird verlängert. Aber: Es gibt auch Lockerungen, Öffnungen und es werden auch wieder mehr Sozialkontakte ermöglicht. Dabei steht und fällt alles mit der 7-Tage-Inzidenz. Wo zuvor 35 der Wert war, den alle im Blick hatten, ist der neue Knackpunkt nun bei einer Inzidenz von 50. Auch davon sind viele Stadt- und Landkreise in Deutschland aktuell weit entfernt. Es soll sich lohnen sich anzustrengen vor Ort, sagte die Kanzlerin.

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann sagte, dass er sich erst am heutigen Donnerstag zu den Beschlüssen äußern wolle. Gerade im Bezug auf Schulöffnungen wolle er sich noch mit Kultusministerin Susanne Eisenmann besprechen.

1. - seit 1. MärzSchulen und Kitas dürfen öffnen
2. Stufe - ab 8. MärzÖffnungen von Buchhandel, Blumengeschäften, Gartenmärkten. Körpernahe Dienstleistungen, Fahr- und Flugschulen können Betrieb aufnehmen mit aktuellem Test
3. Stufe - ab 8. MärzUnter 50er Inzidenz: Einzelhandel kann öffnen (Beschränkung: eine Person auf 10/20 Quadratmeter) / botanische Gärten, Zoos, Museen und Galerien können öffnen. / Außen-Sport kann mit zehn Personen stattfinden - allerdings kontaktfrei.
3. Stufe - ab 8. März (höhere Inzidenzwerte)Inzidenz 50 - 100: Shopping nur mit Termin (eine Person pro 40 Quadratmeter) / botanische Gärten, Zoos, Museen und Galerien nur mit Termin und Kontaktnachverfolgung möglich / Sport im Freien nur mit fünf Personen aus zwei Haushalten - ebenfalls kontaktfrei
4. Stufe - möglich ab 22. MärzUnter 50er Inzidenz: Außen-Gastro kann öffnen / Theater, Kino, Oper, Konzerthäuser öffnen / Sport auch innen möglich (kontaktfrei) / Kontaktsport außen möglich
4. Stufe - möglich ab 22. März (höhere Inzidenzwerte)Inzidenz 50 - 100: Außen-Gastro kann öffnen mit Terminvergabe und bei mehreren Haushalten Vorlage von Schnelltest / Sport- und Kultur-Angebote, die auch unter 50-Inzidenz gelten dürfen darüber nur mit tagesaktuellem Selbst- oder Schnelltest wahrgenommen werden.
5. Stufe - möglich ab 5. April Unter 50er Inzidenz: Mit maximal 50 Teilnehmern sind Freizeitveranstaltungen außen möglich / Kontaktsport ist auch innen möglich
5. Stufe - möglich ab 5. April (höhere Inzidenzwerte)Inzidenz 50 - 100: Kontaktfreier Sport innen und Kontaktsport außen sind ohne Test möglich. Kontaktsport innen allerdings mit Test.
Dann weitere Schritte unter Berücksichtigung von Impf-Fortschritt, weiteren Mutationen etc. Noch offen: Gastro, Kultur und Veranstaltungen. Außerdem Tourismus

Der erarbeitete Stufenplan lässt Spielraum: Je nach Inzidenz können dann andere Regeln oder Regeln mit Einschränkungen gelten. Etwa kann bei einer Inzidenz unter 50 ein Sportangebot wahrgenommen werden, was bei Inzidenzwerten zwischen 50 und 100 nur mit tagesaktuellem Selbst- oder Schnelltest möglich sein soll.

Update vom 3. März, 23.00 Uhr: Nach der sechsstündigen Konferenz konnten sich Bund und Länder einfach nicht auf eine Strategie für Lockerungen im Handel einigen. Seit ungefähr 22 Uhr geht es weiter. Beobachtern zufolge könnten sich die Gespräche bis tief in die Nacht ziehen.

Update vom 3. März, 20.43 Uhr: Bund und Länder beraten nun seit 14.30 Uhr über das weitere Vorgehen in der Pandemie und Immer mehr Beschlüsse sickern so langsam durch. Wie schon viele erwartet haben: Der Lockdown wird bis zum 28. März verlängert. Einige Lockerungen kommen aber dazu. Zum Beispiel wird das Kontaktverbot ab dem 8. März gelockert. Dann dürfen sich wieder mehr Menschen treffen. Um genau zu sein: Der eigene Haushalt darf einen weiteren Haushalt treffen, jedoch darf die Zahl von 5 Personen nicht überschritten werden. Kinder unter 14 zählen nicht dazu.

Außerdem dürfen einige Geschäfte wieder ab dem 8. März öffnen. Darunter Gartencenter, Blumen- und Buchläden. Pro zehn Quadratmeter darf ein Kunde ins Geschäft (für die ersten 800 Quadratmeter Verkaufsfläche).

Heute Corona-Gipfel: Erster Beschluss steht –Corona-Impfungen ab Mitte März beim Hausarzt

Update vom 3. März, 17.50 Uhr: Die erste Einigung von Bund und Ländern beim Corona-Gipfel ist durchgesickert: Ab Ende März sollen auch Impfungen in Arztpraxen möglich sein, um das Impf-Verfahren zu beschleunigen, berichtet bild.de. Bereits ab nächster Woche sollen die einzelnen Bundesländer auch etwas flexibler über die Impfreihenfolge entscheiden dürfen. Baden-Württemberg stand erst kürzlich in der Kritik, da das Land die Impfreihenfolge aufgrund geringer Nachfrage von Beriechtigten angepasst hatte.

Corona-Gipfel: Astrazeneca-Impfstoff soll auch für Ältere zugelassen werden

Update vom 3. März, 17.30 Uhr: Bund und Länder sind bereits seit mehreren Stunden in einer Online-Besprechung und beraten über weitere bundesweite Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Zuletzt teilte der Norddeutsche Rundfunk mit, Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) soll nach Teilnehmerangaben der laufenden Beratung gesagt haben, es werde mit hoher Wahrscheinlichkeit darauf hinauslaufen, dass die Zulassung des umstrittenen Astrazeneca-Impfstoffes für über 65-Jährige komme. Dies sei vor allem den Daten zu verdanken, die aus einer schottischen Studie* hervorgehen. Über einen Öffnungsplan als Weg aus den Lockdown soll bereits debattiet worden sein.

Update vom 3. März, 15.30 Uhr: Mit etwas Verspätung hat kurz nach 14.30 Uhr der Corona-Gipfel begonnen. Bund und Länder beraten sich heute über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie. Vor der großen Runde hatten die Ministerpräsidenten bereits in einer gesonderten Runde ohne Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) miteinander beraten. Es sei ein „wichtiger Tag“, sagte Merkel zu Beginn der Online-Beratungen mit den Länderchefs nach Informationen der Deutschen Presseagentur. Zudem soll Merkel gesagt haben: „Wir können den Übergang in eine neue Phase gehen“ – und macht damit Hoffnung auf Lockerungen.

Lockerungen sollen bereits ab einem Inzidenzwert von 100 möglich sein

Update vom 3. März, 14.20 Uhr:  Der für heute um 14 Uhr angesetzte Corona-Gipfel mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten der Länder beginnt mit Verspätung. Der Start des Bund-Länder-Treffs wurde auf 14.30 Uhr verschoben, wie der Westfälische Anzeiger mitteilt. Vor Beginn des Corona-Gipfels sind am heutigen Morgen zudem weitere Details über den Inhalt des Beschlussentwurfs, welcher beim Corona-Gipfel diskutiert wird, bekannt geworden. Es seien bereits Lockerungen in Gespräch für Regionen, in denen lediglich eine 7-Tage-Inzidenz von 100 stabil unterschritten wird.

Diese Lockerungen könnten beispielsweise „Individualsport alleine oder zu zweit und Sport in Gruppen von bis zu zehn Kindern bis 14 Jahren im Außenbereich“ erlauben, wie die Deutsche Presseagentur mitteilt. Das geht aus einem aktualisierten Beschlussentwurf für die Gespräche der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwochnachmittag hervor, welcher der Deutschen Presseagentur vorliegt.

Update vom 3. März, 11 Uhr: Heute ist es endlich soweit, um 14 Uhr treffen sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Bundesländer zum nächsten Corona-Gipfel.  Der Bund und die Länder beraten über ihr weiteres Vorgehen in der Corona-Krise. Dabei steht die Politik unter erheblichem Druck. In den vergangenen Tagen wurde bereits heftig spekuliert, über mögliche Lockerungen und weitere Maßnahmen. Erste Informationen, wie es jetzt mit dem Corona-Lockdown weiter gehen soll, sind bereits durchgesickert.

Am Dienstag sickerten bereits weitere Öffnungsschritte durch, allerdings abhängig vom regionalen Infektionsgeschehen und mit einer „Notbremse“. Das ging aus einem vorläufigen Beschlussentwurf für die Bund-Länder-Runde hervor, der noch nicht final beraten war, wie die Deutsche Presseagentur mitteilt.

Corona-Gipfel: Öffnungspläne inklusive „Notbremse“ bei Inzidenzwerten von 100

Die Notbremse soll dann gezogen werden, wenn die 7-Tage-Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen auf über 100 Neuinfektionen ansteigt. Die bislang gültigen Kontaktbeschränkungen sollen dann „ab dem zweiten darauffolgenden Werktag“ wieder in Kraft, berichtet ntv. Lockerungen, die sich an der 7-Tage-Inzidenz orientieren, hält auch Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann* für richtig.

Aus dem Beschlussentwurf soll zudem hervorgegangen sein, dass der Lockdown grundsätzlich bis zum 28. März verlängert werden soll. Grund dafür seien die sich schnell ausbreitenden Virusmutationen*.  Verknüpft werden sollen zahlreiche Öffnungen auch mit massenhaften Schnelltests. Kretschmann äußerte sich bereits zum Thema Schnelltests: „Das ist ein großer organisatorischer Aufwand.“ Die Test-Infrastruktur müsse schon da sein, „damit man die Teststrategie mit der Öffnungsstrategie verbinden kann“, erklärte Kretschmann bei einer Pressekonferenz der Landesregierung am Dienstag.

Corona-Gipfel heute: Diese Details des Beschlussentwurfs sind bereits bekannt

In den Medien kursieren bereits erste Details, welche Maßnahmen und Lockerungen heute beschlossen werden sollen. Den finalen und offiziellen Beschluss der Bundesregierung zum weiteren Vorgehen in der Corona-Pandemie wird es vermutlich erst heute Abend geben. Folgende Details über mögliche Beschlüsse sind bereits bekannt, wie unter anderem ntv berichtet:

  • Der Lockdown soll bis zum 28. März verlängert werden.
  • Die Kontaktbeschränkungen sollen gelockert werden. Ab dem 8. März sollen sich wieder fünf Personen aus zwei Haushalten treffen. Kinder unter 14 Jahre werden dabei weiterhin nicht mitgezählt.
  • In Regionen mit niedrigen 7-Tages-Inzidenzen könnte es weitere Lockerungen der Kontaktbeschränkungen geben. Sollte der Corona-Gipfel der Beschlussvorlage zustimmen, könnten sich dort sogar bis zu zehn Personen aus drei Haushalten treffen.
  • Spezielle Lockerungen für die Osterfeiertage mit Blick auf Verwandtenbesuche, ähnlich wie an Weihnachten, soll es nicht geben.
  • Der Einzelhandel soll bei einem regionalen Inzidenz-Wert von unter 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner öffnen dürfen. Es soll ein Kunde pro zehn Quadratmeter für die ersten 800 Quadratmeter erlaubt sein. Erst bei einer größeren Verkaufsfläche gilt eine Begrenzung von zwanzig Quadratmetern pro Kunde.
  • Zudem sollen bei Inzidenzen unter 35 Museen, Zoos und botanische Gärten wieder öffnen dürfen.
  • Wenn der regionale Inzidenzwert über zwei Wochen stabil unter 35 liegt, sollen in dieser Region auch die Außengastronomie, das Theater, Konzert- und Opernhäuser sowie Kinos öffnen dürfen.

Mehrere Regierungschefs, so auch Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU), hatten sich dafür ausgesprochen, einen Stufen- und Perspektivplan für den Weg aus dem Corona-Lockdown zu beschließen. Hauptkonfliktpunkt bei der heutigen Beratung dürfte sein, welche Inzidenzwerte welche Öffnungsschritte ermöglichen.

Corona-Gipfel: Stufen- und Perspektivplan als Weg aus dem Corona-Lockdown

Rolf Mützenich, SPD-Fraktionschef im Bundestag, forderte die Länder auf, keine chaotischen Zustände bei den Schritten aus dem Corona-Lockdown entstehen zu lassen. „Die verständliche Pandemie-Frustration darf nicht noch verstärkt werden durch eigensinniges Maßnahmendurcheinander“, sagte Mützenich gegenüber der Deutschen Presseagentur. Aktuell sorgen vor allem die unterschiedlichen Beschlüsse der einzelnen Bundesländer für Verwirrung.

Während auf der einen Seite der Virologe Christian Drosten zur Vorsicht bezüglich Lockerungen mahnt, fordern die deutschen Landkreise rasche Lockerungen: „Es braucht beim Bund-Länder-Treffen die Ansage, dass Geschäfte dort, wo die Corona-Lage im Griff ist, ab Montag wieder Kunden begrüßen dürfen“, sagte der Präsident des Landkreistags, Reinhard Sager, gegenüber der Neuen Osnabrücker Zeitung.

Die Läden hätten die Wirksamkeit ihrer Hygienekonzepte bereits nachgewiesen, außerdem seien Maske und Abstand weiter Pflicht. Da es weniger Intensivpatienten und mehr Geimpfte gebe, sei es inakzeptabel, dass Baumärkte und Friseure öffnen dürften, der Einzelhandel aber „weiter dichtbleiben soll“, betonte Sager.

Heute Corona-Gipfel: Kommen jetzt Lockerungen? Details durchgesickert

Update vom 2. März, 21 Uhr: Lockern, Testen, Lockdown, Impfen - kurz vor der morgigen Bund-Länder-Schalte existiert ein bundesweiter Flickenteppich an Konzepten zum weiteren Vorgehen in der Corona-Krise. Auch der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann scheint keinen klaren Kurs zu haben. Monatelang gab er den strengen Mahner, der immer wieder den Gesundheitsschutz als oberstes Ziel unterstrich und die Öffnungswünsche des Koalitionspartners CDU abschmetterte. Gleichzeitig hatte Kretschmann stets betont, wie wichtig ein einheitliches und bundesweites Vorgehen sei.

Angesichts dessen klang der Ministerpräsident bei der heutigen Pressekonferenz der Landesregierung Baden-Württembergs fast resigniert, wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet. „Die Leute machen, was sie wollen“, sagte er mit Blick auf Einkaufstouristen. „Die suchen Lücken und die haben Zeit und was weiß ich.“ Weil die Bayern die Baumärkte diese Woche geöffnet hätten, müsse er eben nun mitziehen, weil die Menschen sonst über die Grenze zum Shoppen gehen. „Das setzt mich natürlich unter Zugzwang“, sagte der grüne Regierungschef. „Ob ich das nun für richtig halte, den so früh zu öffnen, oder nicht.“ Auf die Frage, was denn sonst rasch geöffnet werden könne, sagte der Grünen-Politiker schlicht: „Erstmal nichts.“

Morgen Corona-Gipfel: Endlich Lockerungen? Erste Details durchgesickert

Update vom 2. März: Umfragen zeigten zuletzt deutlich, dass sich die große Mehrheit der Menschen in Deutschland Lockerungen des seit Wochen andauernden Lockdowns wünscht. Ist es nun endlich so weit? Beim morgigen Corona-Gipfel entscheidet sich, wie es in den kommenden Wochen weitergehen soll. Bereits jetzt sind Details der Beschlussvorlage für das Bund-Länder-Treffen durchgesickert. Wie mehrere Medien übereinstimmend berichten, soll der Lockdown laut Bundeskanzlerin Angela Merkel noch einmal verlängert werden. Aber: Zumindest die Kontaktbeschränkungen könnten offenbar gelockert werden.

Corona-Gipfel am Mittwoch: Endlich Lockerungen? Erste Details durchgesickert

Der Lockdown soll laut der zitierten Beschlussvorlage, über die unter anderem ntv berichtet, demnach bis Ostern (28. März) verlängert werden. Allerdings einhergehend mit einigen Erleichterungen. Vor allem bei den Kontaktbeschränkungen. Bislang dürfen sich nur Personen aus einem Haushalt mit maximal einer Person aus einem zweiten Haushalt treffen. Kinder unter 14 Jahren sind von dieser Regelung ausgenommen. Ab dem 8. März soll es zurück zu einer vorherigen Regelung gehen. Dann könnten sich wieder fünf Personen aus zwei Haushalten treffen.

In Regionen mit niedrigen 7-Tages-Inzidenzen könnte es laut ntv weitere Erleichterungen der Kontaktbeschränkungen geben. Sollte der Corona-Gipfel der Beschlussvorlage zustimmen, könnten sich dort sogar bis zu zehn Personen aus drei Haushalten treffen. Auch über Ostern soll es - wie weitestgehend schon zu Weihnachten - gelockerte Regeln geben. Anders als 2020 könnte ein gemeinsames Osterfest mit der Familie durchaus möglich sein. Bis zu insgesamt vier Personen über den eigenen Hausstand hinaus sollen an einem Treffen teilnehmen können dürfen.

Corona-Gipfel am Mittwoch: Lockerungen der Kontakte, aber Lockdown verlängert

Neben den ersten Lockerungen trotz allgemeiner Verlängerung des Lockdowns soll es eine Perspektive auf weitere Öffnungsschritte geben. Wie ntv berichtet, kommt hier der 4-Stufen-Plan von Bundeskanzlerin Angela Merkel* ins Spiel. Zuletzt war befürchtet worden, dass dieser wegen der sich rasant verbreitenden Corona-Mutationen gar nicht erst in Betracht gezogen wird. Nun soll er aber Teil der Strategie zur Rückkehr zur Normalität sein. Demnach könnten nun schrittweise weitere Lockerungen - allerdings wohl erst nach Ostern - anrollen.

Unterstützt werden sollen weitere Lockerungen im Lockdown durch eine ausgeweitete Teststrategie und weiteren Impffortschritt. Auch darüber sollen die Länderchefs mit Angela Merkel am Mittwoch beraten.

Update vom 1. März: Am Mittwoch, 3. März, dürfte es beim Corona-Gipfel zwischen Bund und Ländern besonders hoch hergehen. Denn es steht ein großes Streitthema im Raum: Lockdown-Lockerung oder nicht? Aus Baden-Württemberg kommen bereits deutliche Forderungen nach ersten Öffnungsschritten, wie echo24.de* berichtet.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann hatte schon für vermehrte Öffnungen mithilfe von Schnelltests plädiert (wir berichteten am 27. Februar). Jetzt ziehen auch Baden-Württembergs Minister nach! So fordert Kultusministerin Susanne Eisenmann eine konkrete Öffnungsperspektive für den Einzelhandel, weitere körpernahe Dienstleistungen und die Gastronomie im Freien. Gegenüber der dpa erklärt Eisenmann: „Es ist klar, dass wir nicht alles auf einmal öffnen können. Aber wir brauchen Perspektiven.“

Möglich sollen diese Lockerungen durch ausgebaute Test- und Impfmöglichkeiten werden. Das bereits angedachte Click&Meet, also Einkaufen nach Terminvereinbarung, sei für kleinere Geschäfte interessant - gehe für Läden mit einer großen Verkaufsfläche jedoch an der Realität vorbei. Eisenmann erklärte, zentraler Maßstab für Lockerungen sei die „Verhältnismäßigkeit einer jeden Maßnahme gemessen am Infektionsgeschehen“.

Corona-Gipfel am Mittwoch: Öffnungs-Hammer? Deutliche Forderung aus Baden-Württemberg

Zu der Öffnungs-Diskussion kommt nun auch die Außengastronomie und weitere Angebote an der frischen Luft wie Zoos, Gärten und Freilichtmuseen hinzu. Dafür macht sich neben Eisenmann auch Baden-Württembergs Tourismusminister Guido Wolf stark. Gegenüber der dpa sagte Wolf, es sei an der Zeit, in Bereichen, die keine Infektionstreiber seien, mit verantwortungsvollen Schritten zurück zu mehr Normalität zu finden. Wolf: „Mit Hilfe flächendeckender Schnelltests könnten Außengastronomie, Parks, Zoos oder Freilichtmuseen eine konkrete Perspektive bekommen, wenn es nach mir geht bereits für die dort wichtigen Ostertage.“

Gesundheitsminister Manne Lucha spricht sich ebenfalls für Öffnungsschritte aus - obwohl Baden-Württemberg mit einer 7-Tage-Inzidenz von 51,9 (Stand 28. Februar) wieder die wichtige 50er-Marke überschritten hat. Der Anstieg der Corona-Infektionszahlen* in den vergangenen Tagen ist Lucha zufolge den Mutationen geschuldet. „Wir beobachten das mit Sorge und mit großer Akribie und Vorsicht“, erklärte Lucha am Montag im Deutschlandradio. Trotzdem: Gezielte, überblickbare Öffnungsschritte seien nötig.

Corona-Gipfel am Mittwoch: Heftige Überlegung der Regierung - Lockdown bis Ende Mai?

Update vom 28. Februar: Mittlerweile fühlt sich der Lockdown wie eine Ewigkeit an. Das geht wohl allen so. Der Wunsch nach Öffnungen und Lockerungen ist groß. Der Druck auf den Corona-Gipfel am kommenden Mittwoch, 3. März, wächst. Doch demgegenüber stehen die Befürchtungen vor einer dritten Corona-Welle. In Regierungskreisen soll es offenbar deshalb eine heftige Überlegung geben - mit dieser rücken Öffnungen noch einmal in weite Ferne, wie echo24.de* berichtet.

Seit einigen Tagen zeigen die Kurven von Neuinfektionen und Sieben-Tage-Inzidenz je 100.000 Einwohner wieder nach oben. Am Samstag meldete das Robert-Koch-Institut einen Wert von 63,8. Das ist weit entfernt von dem Ziel von 35, ab dem deutliche Lockerungen wieder möglich werden sollten. Am Montag öffnen bundesweit zumindest die Friseure, in einigen Ländern auch vereinzelt andere Geschäfte wie Gartenmärkte.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte sich bereits für einen 4-Stufen-Plan für Lockerungen des Lockdowns ausgesprochen. Doch es wird sie wohl nur in sehr geringen Dosen geben. Zu groß ist die Sorge, dass die Corona-Mutationen die Situation schnell wieder kippen lassen können. Erst gerade entdeckten Forscher wohl eine neue Variante des Coronavirus*. Auch diese dürfte beim Corona-Gipfel nun in die Überlegungen einfließen.

Corona-Gipfel am Mittwoch: Heftige Überlegung der Regierung - Lockdown noch bis Pfingsten?

Aus epidemiologischer Sicht wird deshalb nun offenbar eine heftige Überlegung hinter vorgehaltener Hand in der Bundesregierung diskutiert. Demnach könnten Öffnungen im großen Stil wohl erst um Pfingsten herum möglich sein wie die dpa berichtet. Dann wären Impfungen auch für Menschen mittleren Alters mit Vorerkrankungen fortgeschritten. Hinzu käme der Sommer-Effekt. Doch bis dahin könnten weitere lange Wochen ins Land gehen. Pfingsten ist erst am 23. und 24., also Ende Mai.

Corona-Gipfel am 3. März: Lockerungen? Baden-Württemberg überrascht mit Forderung

Update vom 27. Februar: Am kommenden Mittwoch, 3. März, treffen sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Länderchefs erneut zu einem Corona-Gipfel. Das große Streitthema: Lockdown-Lockerung - oder nicht? Doch schon jetzt ist Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann vorgeprescht: Er spricht sich für Öffnungen mithilfe von Schnelltests* aus wie echo24.de* berichtet.

Doch Vorsicht: Kretschmann warnt vor zu hohen Erwartungen und übereilten Lockerungen des Lockdowns. Gegenüber dem Reutlinger General-Anzeiger erklärt er: „Wir bekommen neue Optionen, wenn nächste Schritte zur Öffnung von Schnelltests begleitet werden, in manchen Bereichen wird unter Umständen auch ein Freitesten möglich sein.“

Für Baden-Württembergs Ministerpräsidenten Kretschmann steht fest: Über diese Lockerungsmöglichkeit müsse auf dem Corona-Gipfel diskutiert werden. Deshalb hatte das Staatsministerium am Donnerstag in einem Impulspapier für die Bund-Länder-Beratungen vorgeschlagen, Geschäfte, Restaurants und Museen mithilfe von Schnelltests schrittweise wieder zu öffnen.

Corona-Gipfel am 3. März: Lockdown-Lockerung? Baden-Württemberg überrascht mit Forderung

Die Betonung liegt dabei jedoch auf schrittweise! Kretschmann: „Ich mahne jedoch weiterhin zu großer Vorsicht - die Zahl der Neuinfektionen, die Belegung der Krankenhausbetten dürfen wir nicht außer Acht lassen. Es wäre niemand damit geholfen, wenn wir überhastet öffnen und wir müssten in wenigen Wochen wieder zumachen.“

Klar ist: Dass Ministerpräsidenten schon vor dem kommenden Corona-Gipfel zu wichtigen Kernfragen Stellung beziehen, überrascht nicht. Es gibt ein ungefähres Bild davon ab, in welche Richtung die Diskussionen laufen könnten. Könnten, denn: Am Ende kann jedes Bundesland die beschlossenen Maßnahmen selbstständig umsetzen, abändern - oder sich auch dagegen entscheiden.

Corona-Gipfel am 3. März: Lockdown-Verlängerung oder Lockerungen? Erste Pläne bekannt

Erstmeldung vom 26. Februar: Der Lockdown in Deutschland zieht sich nun schon über mehrere Monate. Denn: Trotz der harten Maßnahmen sind die Zahlen nur sehr langsam gesunken. Nachdem Gerichtsurteile Maßnahmen, wie zum Beispiel die nächtliche Ausgangssperre gekippt hatten, sieht man, dass die Zahl der Neuinfektionen langsam wieder steigt.

Wie echo24.de* berichtet, möchte Bundeskanzlerin Angela Merkel einen Vier-Stufen-Plan bei dem nächsten Corona-Gipfel am 3. März vorstellen. Darin soll in Stufen aufgeteilt sein, wie Lockerungen ablaufen könnten. Während Lockerungen geplant werden, ist die Sorge groß, dass die Corona-Mutationen eine dritte Welle auslösen könnten.

Baden-Württemberg: Nächster Corona-Gipfel steht an - was ist der Plan?

Offiziell geht der Lockdown noch bis zum 7. März*. Am kommenden Mittwoch soll entschieden gehen, wie es weitergeht. Einige Bundesländer preschen aber jetzt schon vor und öffnen Blumengeschäfte und Gartencenter*. Auch Friseure dürfen sich ab dem 1. März wieder ans Werk machen. Mancherorts wird auch über die Öffnung des Einzelhandels diskutiert. Es ist möglich, dass man in Zukunft einen Termin vereinbaren muss, wenn man shoppen gehen möchte.

Auch das Robert-Koch-Institut (RKI) hat ein Vier-Stufen-Modell entwickelt*, wie der Lockdown schrittweise beendet werden könnte. Doch neue Lockerungen könnten jetzt für die dritte Welle sorgen. RKI-Präsident Lothar Wieler hat vor einer Trendwende gewarnt. Zudem appelliert er an die Bürger und Bürgerinnen sich strikt an die AHA+L-Regeln zu halten und „das Frühjahr dieser Pandemie klug zu nutzen“. Sonst steuere Deutschland in die dritte Welle.

Baden-Württemberg: Worum geht es beim Corona-Gipfel?

Worum soll es denn beim nächsten Corona-Gipfel mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Länderchefs gehen? Wie t-online berichtet, zeichnet sich jetzt schon ab, dass es nicht alle einer Meinung sind. Die Wirtschaft übt enormen Druck auf die Politik aus. Vor allem der Handel fordert eine Wiedereröffnung und das nicht erst ab einer Inzidenz unter 35 pro 100.000 Einwohnern.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) berät am 3. März mit den Ministerpräsidenten über ds weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie.

Gesundheitsminister Jens Spahn hatte angekündigt, ab dem 1. März ein Antigen-Schnelltest-Angebot für alle einzuführen. Das könnte so ablaufen, dass Bürgerinnen und Bürger sich kostenlos in Arztpraxen, Apotheken und Testzentren testen lassen können. Das ist auch ein Thema, das bei dem Bund-Länder-Treffen angesprochen werden soll. *echo24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © John Macdougall/dpa

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