Familie war ungeimpft

Familiendrama in BW: Eltern und Sohn sterben an Corona – innerhalb weniger Tage

Eine Krankenschwester hält die Hand eines Covidpatienten auf der Intensivstation des Krankenhauses Düren. Angesichts der raschen Ausbreitung der Omikron-Variante riefen Bundeskanzler Scholz und Gesundheitsminister Lauterbach erneut zu Vorsicht über die Feiertage auf.
+
In Baden-Württemberg ereignete sich ein Familiendrama - Vater, Mutter und Sohn wurden vom tödlichen Coronavirus aus dem Leben gerissen.
  • VonBedrettin Bölükbasi
    schließen

Das Coronavirus riss in Deutschland einen Vater, seine Frau und ihren Sohn aus dem Leben. Alle ungeimpft. Zurück bleiben fünf Töchter - vier davon minderjährig.

München - Die Corona*-Pandemie in Deutschland bleibt weiterhin auf einem kritischen und ernsten Niveau. Wie gefährlich das Virus besonders für Ungeimpfte sein kann, zeigte ein Familiendrama in Baden-Württemberg.

Dort sind drei Personen aus derselben Familie dem Virus zum Opfer gefallen, wie etwa die Badische Neueste Nachrichten berichtete. Der 58-jährige Vater und die 49-jährige Mutter erkrankten nach ihrem 30-jährigen Sohn am Coronavirus. Innerhalb von nur zwölf Tagen starben alle drei. Sie waren ungeimpft.

Corona zerstört Familie: Virus tötet Vater, Mutter und Sohn - fünf Töchter hinterlassen

Ende November zeigte der einzige Sohn des Paares erste Symptome des Coronavirus*. Nach Bild-Informationen hatte er Fieber und bekam schlecht Luft. Der 30-Jährige ließ sich schließlich testen und erhielt ein positives Ergebnis. Er hoffte offenbar auf eine Besserung durch Ruhe und zog sich in sein Zimmer zurück. Allerdings verlor er am 3. Dezember sein Leben - im Schlaf.

Nach dem Sohn infizierten sich auch die 9-jährige Tochter, sowie die Mutter und der Vater mit dem Virus. Die junge Tochter erholte sich zwar gut, doch bei der Mutter und dem Vater sah die Lage zunehmend schlechter aus. Sie mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden. Dort fielen beide mit nur zwei Tagen Abstand ins Koma und starben anschließend.

Zeit zum Abschied mit Familienmitgliedern blieb den Verstorbenen nicht. „Wir konnten uns nicht mal verabschieden“, sagte der 39-jährige Luciano, der Sohn aus einer früheren Beziehung des Vaters, gegenüber der Bild. Die Eltern hinterlassen fünf Töchter. Luciano und seine 24-jährige Schwester, die verheiratet ist, wollen jetzt das Sorgerecht für ihre vier Schwestern beantragen und es sich teilen.

Corona-Familiendrama in Baden-Württemberg: Stiefsohn äußert sich zur Impfung - „es war ein Fehler“

Die gesamte Familie war Berichten zufolge noch ungeimpft gegen das Virus. Nun hat sich Luciano direkt nach dem Tod seines Vaters impfen lassen, wie die Bild berichtete. „Es war ein Fehler, dass unsere Familie das nicht vorher getan hat“, gestand der 39-jährige. Besonders im Kampf gegen die neue und ansteckendere Omikron*-Variante ist eine Impfung umso wichtiger.

Zwar zeigen zahlreiche Studien, dass die Mutation zu einem milderen Krankheitsverlauf* führt, doch für Ungeimpfte ist die Bedrohung nach wie vor groß. Gesundheitsminister Karl Lauterbach* (SPD) führte zuletzt an, er sei „sehr, sehr in Sorge um die Ungeimpften, die jetzt in die Omikron-Welle laufen“*. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA (bb)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema