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Trotz Corona und Energiekrise – Präsenz an Hochschulen in BW hat „oberste Priorität“

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Von: Julia Cuprakowa

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Die Studienzeit kann für die Rente angerechnet werden. (Symolbild)
Das Wintersemester soll in Präsenz stattfinden. Das ist das erklärte Ziel der neuen Wissenschaftsministerin Petra Olschowski. (Symbolbild) © Rolf Vennenbernd/dpa

Bis vor kurzem sanken viele Corona-Parameter von Woche zu Woche. Damit ist es vorbei. Dennoch soll das Wintersemester 22/23 in Präsenz stattfinden. Studierende sollen dabei sein und nicht am Bildschirm sitzen, wenn die Hörsäle an den Hochschulen öffnen.

Trotz der steigenden Ansteckungszahlen und Warnungen vor einer neuen Pandemie-Welle sollen Studenten ihre Seminare und Vorlesungen an den Hochschulen in Baden-Württemberg im Wintersemester 2022/23 wieder in Präsenz besuchen können. „Es soll so weit wie irgendwie möglich Präsenzunterricht geben“, sagte die neue Wissenschaftsministerin Petra Olschowski. „Das ist das große Ziel und darin sind wir uns einig mit den Rektoren der Hochschulen im Land.“

Außerdem sei der Austausch mit Lehrenden und Studierenden unverzichtbarer Teil eines Studiums, führt Olschowski weiter aus. Hochschulen und Studierenden sei in den vergangenen beiden Jahren mit den Corona-Einschränkungen sehr viel zugemutet worden. „Deshalb ist es mir sehr wichtig, dass wir die Hochschulen offenhalten“, sagte die Ministerin der Deutschen Presse-Agentur (dpa). „Das hat oberste Priorität.“

Hochschulen in Baden-Württemberg sollen 20 Prozent Energie einsparen

Festlegen wollte sich die Grünen-Politikerin allerdings nicht: „Es wäre jetzt wegen der ungeklärten Pandemielage und auch wegen der Energiefrage vermessen zu sagen, dass Präsenzunterricht unter allen Umständen möglich sein wird“, sagte sie. „Aber die Ansage ist klar: Das Wintersemester soll in Präsenz stattfinden.“ Auch eine Maskenpflicht werde es nach bisherigem Stand in den Hochschulen nicht geben, wenngleich das Tragen eines Schutzes empfohlen werde. Ganz anders könnte es jedoch beim Einkaufen aussehen. Denn: Für Discounter und Supermärkte könnte im Herbst und Winter wieder eine Maskenpflicht kommen.

Studierende nach Hause zu schicken, das könne zudem nicht die Antwort auf die aktuelle Krisenlage zwischen Corona und den stark steigenden Energiepreisen sein. Olschowski rief die Hochschulen aber dazu auf, ihren Beitrag zum Energiesparen zu leisten.

Mindestens 20 Prozent weniger Energieverbrauch muss das Ziel sein.

Wissenschaftsministerin Petra Olschowski

Die Hochschulen setzten alles daran, dies zu erreichen. Es gebe unterschiedliche Varianten, wie die Einrichtungen auf die Krise und die Herausforderungen reagierten. Als Vorbereitung auf den „Gaskrisengipfel“ in Baden-Württemberg wurde bereits ein Katalog mit Maßnahmen zum Sparen von Energie erarbeitet.

Hochschulen von Energiesparziel nicht überzeugt

Die Hochschulen suchten und fänden auch Möglichkeiten, um Energie zu sparen, da zeigte sich Olschowski zuversichtlich, wie die dpa weiter berichtet. „Jeder von uns hat doch bestimmte Bereiche, wo in den letzten Jahren einfach nicht so darauf geachtet wurde. Heizen wir später, heizen wir weniger, zum Beispiel. Schaue ich wirklich genau, dass alles abgedreht ist, fahre ich den Computer immer runter.“

Nicht überall sei die Hochschulleitung überzeugt, das Einsparziel erreichen zu können: „Es gibt durchaus Rektorinnen und Rektoren, die es nach eigener Einschätzung schaffen, andere halten das für kompliziert. Dazu sind wir im Gespräch.“ In der Summe komme der Hochschulbereich aber auf das Fünftel, das zu es sparen gelte.

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