Strenge Corona-Maßnahmen ab Montag

Hammer-Lockdown von Bund und Ländern: Schock-Aus für Gastronomie

  • Anna-Maureen Bremer
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  • Violetta Sadri
    Violetta Sadri
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Die Corona-Zahlen in Deutschland explodieren. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat harte Regeln durchgesetzt, die ab Montag gelten - Gastronomie und Eventbranche entsetzt.

  • Die Coronavirus-Zahlen entwickeln sich in den vergangenen Wochen dramatisch.
  • Beim letzten Bund-Länder-Treffen wollte Merkel ein Lockdown-Ultimatum.
  • Jetzt zog Merkel die Corona-Konferenz vor auf heute - es gibt neue Maßnahmen.

Corona-Lockdown von Bund und Ländern: Entsetzen bei Gastronomen in Baden-Württemberg

Update vom 28. Oktober, 18.15 Uhr: Der Schock nach den neuen Hammer-Corona-Maßnahmen von Bund und Ländern ist groß - echo24.de* gibt einen Überblick über die wichtigsten Corona-Regeln, die ab dem 2. November gelten*. Besonders betroffen: die Gastronomie und die Eventbranche, die ab Montag bis zum Monatsende still gelegt werden. Trotz des Versprechens neuer Überbrückungshilfen, ist in Baden-Württemberg das Entsetzen groß. Die Betreiberin eines Restaurants im Landkreis Heilbronn sendet auf Facebook den Hilfeschrei: „Vertreibt die Menschen nicht aus der Gastronomie, viele treffen sich dann erst recht privat!“ Und ein Gastronom aus Heilbronn ist wegen des Beschlusses bereits vors Verwaltungsgericht Stuttgart gezogen.

Corona-Lockdown: Bund und Länder mit dringender Homeoffice-Forderung

Update vom 28. Oktober, 17.15 Uhr: In einem weiteren Punkt zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Deutschland sind sich Bund und Länder einig: Unternehmen sollten überall dort, wo es möglich ist, auf Homeoffice umstellen. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur.

Erneuter Corona-Lockdown: Gesundheitsnotlage soll ausgerufen werden

Update vom 28. Oktober, 16.40 Uhr: Im Rahmen der Konferenz zwischen Bund und Ländern zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Deutschland, soll eine „Gesundheitsnotlage“ ausgerufen werden. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur. Was das bedeutet, ist noch offen. Laut bild.de heißt es: „Die Gesundheitsnotlage ist erst dann beschlossen, wenn am Ende alle Einzelpunkte des geplanten Maßnahmenpakets beschlossen sind.“

Neuer Corona-Lockdown: Diese Regeln stehen jetzt schon fest

Update vom 28. Oktober, 16 Uhr: Seit 13 Uhr bespricht Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten der Länder das weitere Vorgehen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Erste Ergebnisse stehen nun fest: Der Profi-Sport wird ab Montag ohne Zuschauer auskommen müssen, Gastronomiebetriebe und Freizeiteinrichtungen schließen ab dann - das gilt auch für den Freizeit- und Amateursportbetrieb (individueller Sport bleibt erlaubt). Schulen, Kitas und Friseure bleiben hingegen geöffnet. Es gibt auch eine weitere Kontaktbeschränkung: Nur zwei Hausstände mit maximal zehn Personen dürfen sich noch treffen.

Merkel für radikalen Lockdown: Neue Regeln könnten schon ab Montag gelten!

Update vom 28. Oktober, 14.45: Was vor wenigen Stunden noch in einer Woche kommen sollte, könnte schon am kommenden Montag, dem 2. November zur bitteren Realität werden! Bundeskanzlerin Angela Merkel berät seit 13 Uhr mit den Ministerpräsidenten der Länder über das weitere Vorgehen in der Pandemie in Deutschland. Aufgrund der rapide steigenden Infektionszahlen sollen nun härtere Maßnahmen folgen. Wie ntv berichtet, sollen, wie schon im März und April diesen Jahres, wieder Kontaktbeschränkung in Kraft treten. Weitere Maßnahmen, über die diskutiert wird, sind im Update vom 28. Oktober, um 8.30 Uhr aufgelistet.

Lockdown in Deutschland? Merkel ruft heute zur Corona-Konferenz

Update, 28. Oktober, 8.30 Uhr: Heute berät sich Kanzlerin Angela Merkel mit den Länderchefs. Viele Bürger befürchten, dass jetzt der Lockdown für Deutschland kommt. Doch wie die Bild berichtet, kommt das Wort „Lockdown“ in der Beschlussvorlage gar nicht vor. Die vorgesehenen Regeln haben es trotzdem in sich.

Nach Bild-Informationen sollen die neuen Maßnahmen ab 4. November greifen. Bundesweit. Vorgesehen seien die neuen Regelungen demnach bis Ende November.

Lockdown? Diese Regeln sollen heute von Kanzlerin Merkel und den Ministerpräsidenten beschlossen werden

KontaktbeschränkungenAufenthalte in der Öffentlichkeit sollen nur mit den Angehörigen des eigenen und eines weiteren Haushalts erlaubt sein. Verstöße werden sanktioniert.
Schulen und KitasSchulen und auch Kitas sollen geöffnet bleiben.
EinzelhandelGeschäfte dürfen unter Hygiene-Auflagen geöffnet bleiben. Bedingung: Sie müssen sicherstellen, dass sich nicht mehr als ein Kunde pro 25 qm Verkaufsfläche aufhält.
FreizeitTheater, Opern und Konzerthäuser sollen dicht gemacht werden. Spielhallen, Kinos und Freizeitparks ebenso. Fitnessstudios, Sportanlagen, Schwimmbäder und Bordelle sollen geschlossen, alle Unterhaltungsveranstaltungen untersagt werden.
Dienstleistungsbetriebe Betriebe aus dem Bereich der Körperpflege – etwa Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios – sollen geschlossen werden. Physiotherapien bleiben weiter möglich. Friseursalons sollen unter den bestehenden Auflagen zur Hygiene geöffnet bleiben.
TourismusÜbernachtungsangebote in Deutschland werden massiv beschränkt, nur „notwendige und ausdrücklich nicht touristische“ Übernachtungen sollen erlaubt bleiben.
GastronomieSämtliche Gaststätten, Bars und Kneipen sollen geschlossen werden. Ausgenommen: Lieferung und Abholung von Speisen soll erlaubt bleiben.

Es soll noch heute ein Konzept vorgestellt werden, welches Firmen und Einrichtungen finanziell unterstützt, die von Schließungen betroffen sind. Die Opposition kritisiert die Pläne scharf. : „Wenn der kleine Italiener um die Ecke in Zelt und Heizpilz investiert, die Nachbarn aber vorsichtig mit Maske nicht zur Pizza kommen können, zerstört das jedes Vertrauen in den Staat“, sagte FDP-Chef Christian Lindner. 

Coronavirus: Merkel zieht Corona-Gipfel vor - folgt der Lockdown-Plan?

Ursprungsmeldung von 27. Oktober: Die Corona-Lage spitzt sich immer weiter zu. Die Coronazahlen steigen wieder dramatisch. Schon am 14. Oktober lud Bundeskanzlerin Angela Merkel die 16 Länderchefs nach Berlin ein, um über das weitere Vorgehen in der Pandemie zu beraten. Nach einer langen Sitzung war das Ergebnis: schärfere Maßnahmen. Merkel drohte mit einem Lockdown-Ultimatum. Sollten die Infektionszahlen durch die Maßnahmen nicht sinken, müsse man diese weiter verschärfen. Und das passiert wohl morgen. Denn Merkel hat, laut bild.de, den Corona-Gipfel von Freitag auf Mittwoch 13 Uhr vorgezogen. Das „Treffen„ soll per Video-Schalte stattfinden.

Video-Schalte wegen Coronavirus: Lockdown light geplant?

Das öffentliche Leben soll wieder heruntergefahren werden. Beim letzten Treffen am 14. Oktober kündigte Merkel an: Sollten die Zahlen nicht sinken, drohen schärfere Kontaktbeschränkungen. Beim Corona-Gipfel am Mittwoch soll ein Lockdown-Modell erarbeitet werden, wie Bild berichtet aber in der Light-Version. Das würde heißen: Schulen und Kitas bleiben geöffnet, außer in Regionen mit extrem hohen Infektionszahlen. Nach welchem Wert es sich richten soll, ist noch nicht bekannt. Geschäfte sollen ebenfalls geöffnet bleiben, jedoch nur unter bestimmten Einschränkungen. Wie diese dann aussehen, steht bisher auch noch nicht fest.

Coronavirus: Es trifft wieder die Gastro! Lockdown-Pläne von Merkel

Stark treffen würde es aber erneut die Gastronomie, die sowieso schon ziemlich angeschlagen ist vom letzten Lockdown. Auch für Veranstalter sieht es nicht gut aus. Denn Merkel plant Restaurants und Bars zu schließen, Veranstaltungen zu verbieten. Regierungssprecher Seibert kündigte an, dass es zu beraten sein wird, was getan werden kann, um das Virus einzudämmen. Bundesweite Ausgangssperren wollte er nicht kommentieren, aber er „rechne mit Beschlüssen“.

Coronavirus: Letzter Lockdown im März 2020 - kommen diese Maßnahmen wieder auf uns zu?

Beim letzten Lockdown hatten sich Angela Merkel und die Länderchefs am 22. März auf ein Kontaktverbot geeinigt. Schulen und Kitas wurden geschlossen, Restaurants, Bars und Diskotheken mussten dicht machen. Besuche im Altenheimen und Krankenhäusern wurden untersagt. Veranstaltungen wurden verboten. Es wurde ein Maskengebot eingeführt. Ob es erneut zu einem solchen Szenario kommt, bleibt abzuwarten. Was fest steht: Die jetzigen Regeln reichen laut Regierung nicht aus, das Coronavirus einzudämmen.

Rubriklistenbild: © Markus Schreiber

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