Großer Zuspruch auf Test-Stationen

Corona-Schnelltests vor Weihnachten: Mega-Überraschung bei Ergebnissen! Schlimme Vermutung

  • Olaf Kubasik
    vonOlaf Kubasik
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Um Weihnachten sorgenfrei mit der Familie verbringen zu können, haben sich viele Menschen in Baden-Württemberg Corona-Schnelltests unterzogen.

  • In Baden-Württemberg breitet sich das Coronavirus immer mehr aus.
  • Das Land hat für Weihnachten dennoch Lockerungen gewährt.
  • In 114 Städten und Gemeinden konnten vor den Festtagen noch Schnelltests gemacht werden.

Das Coronavirus wütet weiter in Baden-Württemberg*! 225.433 Personen haben sich bislang landesweit mit Covid-19 infiziert (Stand: 24. Dezember). Um zumindest die Weihnachtsfeiertage sorgenfrei mit den Liebsten verbringen zu können, haben sich viele Menschen vor Heiligabend noch Corona-Schnelltests unterzogen. Den Großteil der Stationen hatte das Deutsche Rote Kreuz (DRK) an über 100 Stationen in ganz Baden-Württemberg errichtet. Und das Ergebnis dieser Aktion ist ein überraschendes, wie echo24.de* berichtet.

Ob in Hallen, Durchfahr-Stationen, in Gebäuden oder unter freiem Himmel – der Zuspruch auf die Schnelltests des DRK war groß. Zumal ausgerechnet in Baden-Württemberg jetzt ein erster Fall der Corona-Mutation aus Großbritannien* nachgewiesen werden konnte. Das Sozialministerium hatte für die in 114 Städten und Gemeinden durchgeführte Aktion rund 80.000 Test-Kits kostenfrei zur Verfügung gestellt. Die Menschen, die das Angebot nutzten, erhielten nach knapp einer halben Stunde das Ergebnis ihres Antigen-Tests. Udo Bangerter, Sprecher des DRK-Landesverbands, erklärt gegenüber der Deutschen Presse-Agentur: „Wir sind sehr zufrieden mit der Aktion.“

Corona in Baden-Württemberg: Ergebnis bei Schnelltests vor Weihnachten überrascht

Kein Wunder, denn die Zahl der Corona-Infizierten bei den Schnelltests zu Weihnachten - für die Festtage hat das Land Lockerungen gewährt* - war sehr gering. DRK-Sprecher Udo Bangerter berichtet, dass die Rate unter einem halben Prozent gelegen habe! In Göppingen beispielsweise ließen sich am Mittwoch 450 Menschen testen, auch viele Laufkunden. Unter ihnen war kein einziger Infizierter. Tobias Neugebauer vom DRK in Göppingen äußerte jedoch die Vermutung, dass sich vor allem die Personen haben testen lassen, die ohnehin aufpassen: „Die Unvorsichtigen kommen gar nicht hierher.“

Die Unvorsichtigen kommen gar nicht hierher.

Tobias Neugebauer vom DRK in Göppingen

Diese Aussage bestätigte der Sprecher des DRK-Landesverbandes in Stuttgart indirekt, indem er sagte, dass die Testwilligen sehr diszipliniert und ernsthaft gewesen seien. Ansammlungen großer Personengruppen wären außerdem durch eine Online-Anmeldung für den Schnelltest verhindert worden. Aufgrund der hohen Corona-Zahlen in Baden-Württemberg ist Vorsicht das Gebot der Stunde. So hat das Land zwar gewisse Lockerungen für die Festtage zugelassen, jedoch die Einreise-Regeln verschärft*.

Corona in Baden-Württemberg: Schnelltests vor Weihnachten zum Schutz von Risikopatienten

Die Schnelltest-Aktion in Baden-Württemberg geht auf eine Initiative der Tübinger Ärztin und DRK-Kreisverbandspräsidentin Lisa Federle zurück. Oberstes Ziel ist es, Risikopatienten vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen und ihnen gleichzeitig dennoch ein gemeinsames Weihnachtsfest mit ihren Familien zu ermöglichen. Ganz anders als an Weihnachten sieht die Situation allerdings an Silvester und Neujahr* im Land aus.

Sozialminister Manne Lucha verband mit dieser Schnelltest-Aktion kurz vor Weihnachten zwei Botschaften, wie er gegenüber der dpa beim Besuch einer Teststation in Tübingen sagte: „Dem wirksamen Schutz der vulnerablen Gruppen - also insbesondere der Bewohnerinnen und Bewohnern von Alten- und Pflegeeinrichtungen - muss in der Corona-Pandemie oberste Priorität zukommen.““ Und: „Kein Mensch sollte Heiligabend alleine und einsam verbringen müssen.“ Sein Dank gelte den ehrenamtlichen Helfern der Hilfsorganisationen. Erste Impfungen* gegen das Coronavirus sollen am 27. Dezember in Baden-Württemberg starten. *echo24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Marijan Murat/dpa

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