Coronavirus-Inzidenz sinkt weiter

Corona in Baden-Württemberg: Weitere Modellprojekte erproben Öffnungsschritte

Die Corona-Fallzahlen in Deutschland sind weiterhin niedrig. Dementsprechend treten immer mehr Lockerungen in Kraft.
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Die Corona-Fallzahlen in Deutschland sind weiterhin niedrig. Dementsprechend treten immer mehr Lockerungen in Kraft.
  • Christina Rosenberger
    VonChristina Rosenberger
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Die Inzidenzen sinken - deshalb werden auch in Baden-Württemberg immer mehr Lockerungen möglich. Einige Öffnungsideen werden vorab als „Modellprojekte“ getestet. Jetzt gibt es Neue!

Vorsichtiges Aufatmen in Baden-Württemberg. Die Corona-Inzidenzen sinken langsam*, und die strengen Auflagen zur Bekämpfung der Pandemie bröckeln. Immer mehr ist erlaubt - immer weniger Einschränkungen gibt es. Die aktuelle Corona-Verordnung des Landes* hat bereits in einigen Bereichen dafür gesorgt, dass wieder mehr Kultur möglich ist, doch wie echo24.de* jetzt berichtet, gibt es noch größere Pläne bei der Landesregierung.

Vier neue Modellprojekte sind jetzt vorgesehen - unter anderem dabei: die VfB-Mitgliederversammlung. Das Sozialministerium und das Gesundheitsministerium Stuttgart haben die Präsenzveranstaltung bewilligt, bei der eventuell die VfB-Mitgliedsbeiträge erhöht* werden könnten.

Corona in Baden-Württemberg: Diese Modellprojekte sollen Öffnungen erproben

Dieses und die drei weiteren Modellprojekte, die das Sozialministerium Baden-Württemberg jetzt vorgestellt hat, sollen allerdings nicht nur dem Vergnügen dienen, sie werden streng wissenschaftlich begleitet. Denn sie sollen Vorbild für mögliche weitere Veranstaltungen in ihren Sparten sein. Beispielsweise finden im Rahmen des Modellvorhabens sechs Open-Air-Konzerte im Rems-Murr-Kreis statt. Dabei werden dann Test- und Hygienekonzepte erprobt. Außerdem sollen die Veranstalter die digitale Kontaktpersonennachverfolgung testen.

  • Festspielhaus Baden-Baden
  • Sechs Open-Air-Konzerten im Rems-Murr-Kreis
  • Mitgliederversammlung des VfB Stuttgart am 18. Juli 2021
  • Projekt der Stadt Stuttgart „Distanz-Tracker“ im Bereich Jugendkultur

Näherer Details zur Umsetzung dieser Modellprojekte gibt es seitens der Landesregierung bisher nicht, doch sie sind nicht die Ersten. Das Land Baden-Württemberg hat bereits 19 weitere Modellvorhaben in die Wege geleitet und einige sogar realisiert. Unter anderem wurde am 21. Mai der Europapark in Rust probeweise geöffnet und akribisch begutachtet. Da dieses Konzept so gut aufging, konnten schon wenige Tage später auch weitere Freizeitparks, wie Tripsdrill im Raum Heilbronn, nach dessen Vorbild geöffnet werden.

Corona in Baden-Württemberg: Ferienfreizeiten, Sport und Theater - was funktioniert?

Außerdem gab es im Kreis Emmendingen ein Jugendprojekt, das bereits frühzeitig aufzeigen sollte, inwieweit Jugendfreizeiten für die anstehenden Sommerferien durchgeführt werden können. Auch hier darf gehofft werden, dass sich die Hygienekonzepte ausgezahlt haben, denn auch im Kreis Heilbronn werden fleißig Ferienfreizeiten geplant*. Immerhin stellte Baden-Württembergs Sozialminister Manne Lucha (Grüne) Anfang Juni in Aussicht: „Ferienlager, Ferienprogramme und ähnliche Angebote für Kinder und Jugendliche können ab dem 1. Juli 2021 starten.“

Unter den Modellprojekten sind außerdem mehrere Sport- und Theater-Veranstaltungen. Die Freilichtspiele Schwäbisch Hall sollen zum Beispiel als Vorbild für weitere Freilufttheater starten. Auch hier geht natürlich nichts ohne strenge Hygiene- und Testkonzepte. Die Vorstellungen werden - ebenso wie alle anderen Modellprojekte - wissenschaftlich begutachtet und dann abgewogen, ob Veranstaltungen dieser Art künftig generell wieder erlaubt werden könnten.

Corona in Baden-Württemberg: Modellprojekte nur unter einer Bedingung realisierbar

Auch für jüngere Leute sollte etwas dabei sein: Zwei Clubs in Ravensburg und einer in Mannheim wollen probeweise mit Teststrategie öffnen und in der Stadt Weingarten soll probeweise das Welfenfest durchgeführt werden. Dabei sollen verschiedene Situationen, Festbewirtung, Auftritte von Bands und Musikgruppen und ein kleiner Rummelplatz modellhaft erprobt werden.

All diese Projekte dienen dazu, mögliche neue Schritte in künftigen Corona-Landesverordnungen zu erproben und könnten und allen über kurz oder lang wieder mehr Normalität ermöglichen. Allerdings nur unter einer Bedingung: Die Corona-Zahlen müssen konstant niedrig bleiben. Steigt die 7-Tage-Inzidenz wieder über 100 und die Bundesnotbremse tritt erneut in Kraft, so müssen die Modellprojekte zwangsläufig abgebrochen werden. *echo24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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