Schulen und Co.

Im Kampf gegen Corona: Krass! Das fordert der Gesundheitsexperte

Karl Lauterbach (SPD) kommt zu Beginn der Pressekonferenz der Fraktionsübergreifenden Abgeordneten-Gruppe zum Start der Initiative für die Neuregelung zur Sterbehilfe im Bundestag in die Bundespressekonferenz mit einer FFP3-Maske.
+
Karl Lauterbach findet deutliche Worte.
  • Simon Mones
    vonSimon Mones
    schließen

Die 7-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg steigt weiter an. SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sorgt jetzt mit mehreren Forderungen für Aufsehen.

Kaum ist mit der Öffnung des Einzelhandels* wieder ein bisschen Normalität eingekehrt, droht einmal mehr ein weiterer Rückschlag. Denn: Seit Tagen steigt die 7-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg* laut echo24.de wieder an und nähert sich dem kritischen Wert von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen.

„Die dritte Welle rollt bereits seit zwei Wochen durch Deutschland“, erklärte SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach der „Rheinischen Post“.  Jetzt sei es wichtig, die Lage unter Kontrolle zu halten und die Krankenhäuser nicht zu überfordern, dafür liefert Lauterbach auch direkt Vorschläge mit.

Corona in Baden-Württemberg: Deutliche Forderungen von Lauterbach

„Erstens muss die bei der Ministerpräsidentenkonferenz beschlossene Notbremse konsequent gezogen werden, wenn in Regionen die Sieben-Tage-Inzidenz über 100 steigt“, betont der SPD-Politiker. „Ich rechne damit, dass wir trotz bestehender Lockdown-Regelungen Anfang April bundesweit diese Marke reißen werden. Es darf keine lokalen Ausnahmen bei der Notbremse geben.“ In einigen Regionen in Baden-Württemberg hat diese Notbremse bereits gegriffen und auch im Hohenlohekreis gelten bald wieder mehr Beschränkungen.

Darüber hinaus fordert Gesundheitsexperte Lauterbach auch, dass die Impfzentren die Erstimpfungen mit den Impfstoffen von Biontech und AstraZeneca fortsetzen und sich dabei an die vorgegebenen Prioritätsgruppen halten*. Die Bedenken gegenüber dem Impfstoff von AstraZeneca, der in einigen Ländern aktuell nicht mehr geimpft wird*, teilt Lauterbach nicht: „Das Thrombose-Risiko ist nicht erhöht, wie jüngste Studien aus den vergangenen Tagen zeigen.“ Inzwischen ist jedoch klar: Auch Deutschland setzt die Impfungen mit AstraZeneca vorübergehend aus*.

Corona in Baden-Württemberg: Lauterbach für Schulschließung bis Ostern

Anders sieht das jedoch bei den Schulen aus, hier spricht sich Lauterbach deutlich für eine Schließung aus, „weil die Virusmutationen sich insbesondere bei den Jüngeren rasant ausbreiten“. Deswegen appelliert er an die Länder, „alle Schulen bis Ostern wieder zu schließen, auch die Grundschulen.“

Lauterbach macht aber auch klar, dass es nur wenig Raum für Abweichungen gibt: „Eine Ausnahme dürfen nur die Schulen machen, die bereits die Schüler zweimal pro Woche mit Schnelltests testen können.“ Die Öffnung der Schulen „ohne flächendeckend funktionierende Testabläufe“ bezeichnete der SPD-Politiker als Fehler. *echo24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Das könnte Sie auch interessieren