Polizei Aalen und Staatsanwaltschaft ermitteln

Bopfingen: Kleinkind tot – wurde der 2-jährige Junge grausam misshandelt?

Im Krankenhaus Aalen verstarb ein zweijähriger Junge nach vergeblichen Wiederbelebungsversuchen. Was war geschehen? (Symbolbild)
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Im Krankenhaus Aalen verstarb ein zweijähriger Junge nach vergeblichen Wiederbelebungsversuchen. Was war geschehen? (Symbolbild)
  • Christina Rosenberger
    VonChristina Rosenberger
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Im Krankenhaus Aalen ist am Donnerstagabend (21. Oktober) ein 23 Monate altes Kind verstorben. Jetzt erhärtet sich ein furchtbarer Verdacht...

Ein schlimmer Fall beschäftigt derzeit die Polizei Aalen und die Staatsanwaltschaft Ellwangen. Ein knapp zweijähriges Kind war am Donnerstag ins Krankenhaus eingeliefert worden. Dort verstarb das Kleinkind am Abend. Doch bereits bei seiner Einlieferung war der Junge laut Polizei „reanimationspflichtig“ gewesen. Schnell bestand laut den Ermittlern der Verdacht, dass der Zweijährige misshandelt worden war.

Nachdem das Kind verstorben war, wurde der Leichnam deshalb obduziert. Die Staatsanwaltschaft Ellwangen/Jagst veranlasste, laut einer Mitteilung, eine „gerichtliche Leichenöffnung“. Die rechtsmedizinische Untersuchung wurde schließlich am Freitag an der Universität Ulm durchgeführt. Demnach ergab die Obduktion, dass das verstorbene Kleinkind multiple Verletzungen aufwies. Deshalb gehen die Ermittler von „massiven Misshandlungen“ aus.

Bopfingen: 23 Monate altes Kleinkind verstorben - wer misshandelte den Jungen?

Als tatverdächtig gilt laut ersten Ermittlungsergebnissen der Kripo der 32-jährige Lebensgefährte der Mutter. Die Staatsanwaltschaft Ellwangen ließ den Beschuldigten noch am Freitagabend festnehmen – am Samstag wurde er einem Haftrichter vorgeführt. Seitdem sitzt der mutmaßliche Peiniger des verstorbenen Kleinkindes in Untersuchungshaft. Dennoch ermitteln Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei weiterhin auf Hochtouren, wie es zu diesem grausamen Vorfall kommen konnte.

Doch dies ist leider kein Einzelfall. Im August schlugen die Jugendämter in Baden-Württemberg Alarm. Im Jahr 2020 seien bei fast 60.600 Kindern und Jugendlichen zur Kindeswohlgefährdung gekommen, heißt es in einer Aufstellung des Statistischen Bundesamtes. Damit haben die Kindeswohlgefährdungen im Corona-Jahr 2020 den höchsten Stand seit Einführung der Statistik im Jahr 2012 erreicht. Außerdem machte das Homeschooling vielen Kindern während der Corona-Pandemie zu schaffen. Fast jedes dritte Kind zeigte laut einer Studie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf psychische Auffälligkeiten.

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