1. echo24
  2. Baden-Württemberg

Bahnstreik-Pause bis Weihnachten – nächstes Zug-Chaos droht nach den Feiertagen

Erstellt:

Von: Melissa Sperber, Lisa Klein, Julia Cuprakowa

Kommentare

Zwischen SWEG und GDL ist weiterhin keine Einigung in Sicht – und das könnte Folgen auf den Zugverkehr nach Weihnachten haben. Dann drohen die nächsten Bahnstreiks in Baden-Württemberg.

Update, 23. Dezember: Bahnreisende können aufatmen, zumindest kurzzeitig! Nach Wochen voller Zugausfälle und spontan angesetzten Streiks, ist nun klar: Zumindest an Weihnachten wird es keine weiteren Streiks geben. Und das, obwohl die Fronten im Tarifkonflikt zwischen der Südwestdeutschen Landesverkehrs-GmbH (SWEG) und Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) weiter verhärtet bleiben, wie die „Deutsche Presse-Agentur“ berichtet.

Der Aufsichtsrat der SWEG habe lange und intensiv beraten und erneut entschieden, weiterhin keine Gespräche über einen konzernweiten Tarifvertrag mit der GDL zuzulassen, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Für die SWEG-Tochter SBS sei der Konzern unverändert dazu bereit, über ein Tarifwerk zu verhandeln.

Die GDL hatte am Montag eine Streikpause angekündigt und von der SWEG bis Freitagmittag eine Antwort verlangt, ob die SWEG konzernweite Tarifverhandlungen fortsetzen wolle. „Frist verstrichen, Chance wieder nicht genutzt – das ist unverantwortlich“, teilte der GDL-Bundesvorsitzende Claus Weselsky mit.

Kein Bahnstreik an Weihnachten – aber nächstes Chaos droht nach den Feiertagen

Die GDL halte an ihren Forderungen fest, werde über Weihnachten aber nicht zu Streiks aufrufen, hieß es laut Mitteilung. Sollte die SWEG weiterhin nicht verhandlungsbereit sein, stünden Ende des Jahres erneut Arbeitskämpfe im Raum. „Denkbar ist ein prächtiges Feuerwerk zwischen den Jahren“, so Weselsky.

Die GDL hatte zuletzt immer wieder zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen. Hintergrund ist ein Tarifkonflikt, in dem die GDL künftig eigenen Angaben zufolge nicht nur für die SWEG-Tochter SBS, sondern für den gesamten Konzern einen Tarifvertrag für die mehr als 500 Eisenbahner aushandeln möchte. Insgesamt zählt der Konzern 1800 Beschäftigte.

SWEG
Zwischen den Jahren könnte es zu Chaos im Zugverkehr im Südwesten kommen. © Ilkay Karakurt/dpa

Die SWEG lehnt das ab und will die ehemalige Abellio Rail Baden-Württemberg - heute SBS - nicht dauerhaft übernehmen. Die Abellio-Tochter war Ende 2021 in finanzielle Schieflage geraten. Die landeseigene SWEG hatte das Unternehmen daraufhin für zunächst zwei Jahre übernommen.

Bahnstreik-Pause bis Freitag – weitere Zugausfälle drohen an Weihnachten

Update, 20. Dezember: Gute Nachrichten für alle Zugreisende: Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) setzt ihre Intervallstreiks im Zugverkehr der Südwestdeutschen Landesverkehrs-GmbH (SWEG) und bei der Konzerntochter SWEG Bahn Stuttgart GmbH derzeit aus – und zwar bis Freitag, 23. Dezember 2022, 12 Uhr. Das teilt die SWEG in einem Schreiben mit. Ob die Gewerkschaft der Lokführer auch an Weihnachten streiken wird, hängt von der Bereitschaft der SWEG ab, die Tarifverhandlungen weiterzuführen, wie echo24.de bereits berichtete.

Bahnstreiks an Weihnachten drohen – Gewerkschaft nennt Bedingung für Pause

Erstmeldung, 19. Dezember: Die Lokführer befinden sich im Tarifstreit. Bahnfahrende dürften das erneut am vergangenen Freitag und auch am Montag anhand von vermehrt ausfallenden Zügen und Verspätungen bemerkt haben. Bereits seit einer Woche legen Bahnmitarbeitende immer wieder die Arbeit nieder, wie echo24.de berichtet.

Nun kündigt die Lokführergewerkschaft im Tarifkonflikt beim Bahnunternehmen Südwestdeutsche Landesverkehrs-GmbH (SWEG) eine Streikpause an – und setzt zugleich eine Frist. Sollte es zu keiner Einigung kommen, drohen womöglich Streiks an Weihnachten.

Lokführergewerkschaft setzt im Tarifkonflikt Frist bis kurz vor Weihnachten

Im Tarifkonflikt beim Bahnunternehmen SWEG hat die Lokführergewerkschaft GDL eine Streikpause angekündigt und eine Frist bis kurz vor Weihnachten gesetzt. Bis Freitag, 23. Dezember, um 12 Uhr solle die SWEG erklären, ob sie die Tarifverhandlungen fortsetzen wolle, teilte die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) am Montagabend mit. Bei einer Zustimmung sollten die Streiks ausgesetzt werden, berichtet die „Deutsche Presse-Agentur“ (dpa).

Wie die SWEG mitteilte, gab es am Montag von 8.30 Uhr an einen erneuten Streik. Diese Aktion sei um 17 Uhr beendet worden, sagte der zweite stellvertretende Vorsitzende des GDL-Bezirks Süd-West, Danny Grosshans, auf Anfrage.

Bahnstreiks sorgen für Ausfälle und Verspätungen im Südwesten

Die GDL hatte immer wieder kurzfristig zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen. Meist dauerten diese nicht länger als einen Tag. Hintergrund ist der Tarifkonflikt, in dem die GDL künftig eigenen Angaben zufolge nicht nur für die SWEG-Tochter SBS, sondern für den gesamten Konzern einen Tarifvertrag für die mehr als 500 Eisenbahner aushandeln möchte. Insgesamt zählt der Konzern 1800 Beschäftigte.

Die SWEG lehnt das ab und will die ehemalige Abellio Rail Baden-Württemberg – heute SBS – nicht dauerhaft übernehmen. Die Abellio-Tochter war Ende 2021 in finanzielle Schieflage geraten. Die landeseigene SWEG hatte das Unternehmen daraufhin für zunächst zwei Jahre übernommen.

Auch interessant

Kommentare