Bis Mittwochfrüh ist mit zahlreichen Ausfällen im Zugverkehr zu rechnen

Bahnstreik in BaWü: DB-Sprecher attackiert Gewerkschaft heftig! Der Ersatzplan

  • Dominik Jahn
    VonDominik Jahn
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Bahnstreik: Auch in Baden-Württemberg fallen zahlreiche Zugverbindungen aus. Am Morgen äußerte ein Bahnsprecher massive Kritik am Vorgehen der Gewerkschaft GDL.

Jetzt also mal wieder ein Bahnstreik. Wie angekündigt legt die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) den Personenverkehr in Deutschland lahm. Reisende und Pendler müssen damit auch in Baden-Württemberg mit zahlreichen Ausfällen und nervenden Wartezeiten rechnen. echo24.de* hat bereits vergangene Woche darüber berichtet*.

Seit Montagmorgen hat die GDL den Bahnstreik jetzt aktiviert. Bis Mittwochfrüh (25. August), 2 Uhr, haben somit rund zwei Millionen Reisende mit extremen Einschränkungen zu kämpfen. Besonders der Fernverkehr ist betroffen. Auch die Mitarbeiter in Stellwerken sind in den Streik getreten.

Bahnstreik sorgt für zahlreiche Ausfälle im Zugverkehr: Bahn-Sprecher attackiert GDL heftig

Geht es nach den Verantwortlichen der Deutschen Bahn eine echte Quatsch-Aktion der GDL. Auf dem hauseigenen Presse-Portal wird DB-Sprecher Achim Stauß am Montagmorgen sehr deutlich: „Dieser zweite Streik der GDL ist noch überflüssiger als der erste. Wir haben gestern der GDL-Spitze ein starkes Signal gesendet.“ Demnach wolle man auch über eine Corona-Prämie verhandeln.

Dieser zweite Streik der GDL ist noch überflüssiger.

Achim Stauß,  DB-Sprecher

Man habe laut Stauß die Gewerkschaft aufgefordert die Streiks im Personenverkehr abzusagen: „Die GDL hat das abgelehnt. Es zeigt, es geht der GDL um einen politischen Kampf und nicht um eine Lösung am Verhandlungstisch.“ Mit diesem Verhalten, macht der DB-Sprecher klar, richtet die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer ungeachtet der Pandemie Schaden an - „ohne Rücksicht auf die Fahrgäste, ohne Rücksicht auf den Großteil unserer Beschäftigten und das Unternehmen. Es ist verantwortungslos“.

GDL-Boss Claus Weselsky hatte im ZDF-Morgenmagazin eine klare Meinung zu dem Angebot der Deutschen Bahn. Der Gewerkschaftschef: „Ich schicke meine Leute auf die Züge, um anschließend festzustellen, dass das Angebot für eine Corona-Prämie bei Eins ist? Das fällt aus.“

Der Ersatzplan Bahn: Streik kann nur bedingt abgefangen werden.

Die Bahn hat versucht zu reagieren. Ersatzfahrpläne sollen den Alltag auf den Gleisen retten - zumindest annähernd. Laut Bahn sind „die Verkehre stabil angelaufen“. Allerdings räumte das Unternehmen durchaus drohende Fahrplan-Probleme ein: „Trotz des verlässlichen Grundangebots kann die DB nicht garantieren, dass alle Reisenden wie gewünscht an ihr Ziel kommen“.

Für gesamt Deutschland rechnet die Bahn trotz GDL-Streik damit, etwa 40 Prozent des Zugverkehrs anbieten zu können. Laut dem SWR sei eine solche Angabe „für Baden-Württemberg nicht möglich“. Eine Sprecherin erklärte dazu: „Es ist regional wirklich unterschiedlich.“ Einige Wettbewerbe seien zudem nicht vom Streik betroffen.

Bahnstreik-Folgen für S-Bahnen und Regionalverkehr: Kunden sollen Angebot online prüfen

Von Stuttgart aus bleiben demnach die Verbindungen nach Ulm und Tübingen vom Bahnstreik unberührt. Der S-Bahn- und Regionalverkehr im Raum Stuttgart, , Karlsruhe, Freiburg, Ulm, Heilbronn, am Bodensee und im Rhein-Neckar-Raum rund um Mannheim hat dafür massiv mit Zugausfällen zu kämpfen*, wie auch mannheim24.de* berichtet. Maximal im Stundentakt können hier Bahnen fahren.

Die Deutsche Bahn rät den Fahrgästen dazu, sich in jedem Fall im Vorfeld auf bahn.de oder über die DB-App über die Verbindungen zu informieren. Wie die Bahn-Sprecherin gegenüber dem SWR erklärt, könne sich „das Angebot kann sich im Lauf des Tages verändern“.  *echo24.de und mannheim4.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Tom Weller/dpa

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