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Streik-Chaos in Baden-Württemberg – Bahn-Änderungen mehrmals am Tag

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Von: Anna-Maureen Bremer, Lisa Klein, Julia Cuprakowa

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In Baden-Württemberg kommt es am Dienstag erneut zu einem Bahnstreik. Allerdings ist der nur von kurzer Dauer: Nach wenigen Stunden nehmen die Streikenden die Arbeit wieder auf.

Update, 11. Januar: Streik, kein Streik, nochmal Streik, seit 3 Uhr heute Nacht: kein Streik. Bahnreisende haben es aktuell nicht leicht in Baden-Württemberg.

Am gestrigen Dienstagmorgen hatte die GDL ihren Streik nach kurzer Zeit beendet. Vorzeitig. Und schon da mit der Ankündigung, dass mit weiteren Arbeitsniederlegungen zu rechnen sei. Am Nachmittag um 16.30 Uhr war dann doch wieder Streik angesagt. Dieser wiederum wurde dann heute in den frühen Morgenstunden wieder beendet. Es ist allerdings keine Überraschung: Immer noch muss mit weiteren Arbeitsniederlegungen gerechnet werden.

Die SWEG schreibt, dass Bahnreisende sich unbedingt vorab über ihre Verbindungen informieren und gegebenenfalls um Alternativen kümmern müssen. Aktuelle Fahrplanauskünfte seien auf bahn.de oder im DB-Navigator einsehbar.

Bahnstreik nach kurzer Zeit beendet – vorerst

Update vom 10. Januar um 11:45 Uhr: Das war ein kurzer Streik: Im Streit mit dem Bahnunternehmen SWEG hat die Lokführergewerkschaft ihre Arbeitsniederlegung vorerst wieder beendet, wie die Gewerkschaft nur wenige Stunden nach Streikbeginn am Dienstag mitteilt. Wie es nun weitergehen soll, ließ die Gewerkschaft offen. Laut SWEG dauere es „einige Zeit, bis der Schienenverkehr wieder regulär läuft“.

Komplett aufatmen können Bahnreisende allerdings noch nicht. Denn: Es müsse weiterhin mit sehr kurzfristigen Arbeitsniederlegungen gerechnet werden, schreibt die „Deutsche Presse-Agentur“ (dpa). In den vergangenen Wochen hatte es immer wieder kurzfristige Ausstände gegeben.

Hintergrund ist ein Tarifkonflikt, in dem die GDL künftig nicht nur für die frühere Abellio Rail Baden-Württemberg (heute SBS), sondern für den gesamten SWEG-Konzern einen Tarifvertrag für die mehr als 500 Eisenbahner aushandeln möchte. Insgesamt zählt der Konzern 1800 Beschäftigte. Die SWEG lehnt das ab und will die SBS auch nicht dauerhaft übernehmen. Die Abellio-Tochter war Ende 2021 in finanzielle Schieflage geraten. Die landeseigene SWEG hatte das Unternehmen daraufhin für zunächst zwei Jahre übernommen.

Bahnstreik in Baden-Württemberg: Zugausfälle und Verspätungen rund um Stuttgart

Erstmeldung vom 10. Januar um 8 Uhr: Es nimmt einfach kein Ende: Auch am Dienstag, 10. Januar, müssen sich Reisende in Baden-Württemberg wieder auf Beeinträchtigungen im Zugverkehr einstellen. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat erneut kurzfristig zu einem Streik im Zugverkehr der Südwestdeutschen Landesverkehrs-GmbH (SWEG) und der Konzerntochter SWEG Bahn Stuttgart GmbH (SBS) aufgerufen, heißt es in einer Pressemitteilung. Wie echo24.de bereits berichtete, kam es auch letzte Woche zu einem Bahnstreik in Baden-Württemberg.

Bahnstreik in Baden-Württemberg: Was Zugreisende dringend beachten sollten

Beginn der Arbeitsniederlegung sei bereits in der Nacht auf den 10. Januar gegen 1.30 Uhr gewesen. Das Streikende ist noch nicht bekannt. Es ist möglich, dass Züge während der Fahrt stehen bleiben und ausfallen. Fahrgäste müssen dies bei Ihrer Reiseplanung unbedingt berücksichtigen und gegebenenfalls auf alternative Reisemöglichkeiten ausweichen. Betroffen ist vor allem der Südwesten Deutschlands im Raum Stuttgart, aber auch bei Reisen von und nach Heilbronn kann es zu Zugausfällen kommen.

Fahrgäste werden gebeten, sich vor Fahrtantritt über ihre Verbindungen zu informieren. Aktuelle Informationen sind erhältlich über die elektronischen Fahrplanauskünfte auf bahn.de oder im DB-Navigator. Wer vom Bahnstreik betroffen ist, kann auf Entschädigung hoffen. Die Verbraucherzentrale gibt Tipps.

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