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Erneute Bahnstreiks in Baden-Württemberg: Gewerkschafts-Chef mit harter Kritik

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Von: Michaela Ebert, Julia Cuprakowa

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Streik im regionalen Bahnverkehr in Stuttgart
In Baden-Württemberg ist seit Donnerstag ein Warnstreik der deutschen Lokführergewerkschaft im Gange. Für viele Bahnreisende heißt das: Zugausfälle oder Verspätungen. © Christoph Schmidt/dpa

Bahnreisende in Baden-Württemberg müssen mit Zugausfällen und Verspätungen rechnen. Die Lokführergewerkschaft GDL rief zu einem fünftägigen Warnstreik auf. Betroffen sind Züge der SWEG.

Update, 21. Oktober: Die Lokführergewerkschaft GDL hat am Freitag (21. Oktober) in Stuttgart für einen Konzerntarifvertrag bei der landeseigenen Südwestdeutschen Landesverkehrs-GmbH (SWEG) protestiert. Gewerkschaftschef Claus Weselsky kritisierte unter anderem die ablehnende Haltung der Geschäftsführung und Äußerungen von Aufsichtsratschef Uwe Lahl.

Dieser habe tendenziös in die Streichrechte eingegriffen, dies sei ein ungebührliches Verhalten. Lahl hatte in einem Brief an Weselsky erklärt: „Wir wollen die GDL nicht in unserem Mutterkonzern.“

Erneuter Protest von Lokführer-Gewerkschaft für Konzerntarifvertrag bei SWEG

Die GDL bestreikt seit Donnerstag (20. Oktober) erneut die SWEG und die Konzerntochter SWEG Bahn Stuttgart GmbH (SBS). In dem Tarifkonflikt geht es darum, dass die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer künftig eigenen Angaben zufolge nicht nur für die SBS, sondern für den gesamten SWEG-Konzern einen Tarifvertrag für die über 500 Eisenbahner aushandeln möchte. Insgesamt zählt der Konzern 1.800 Beschäftigte.

Die SWEG will die ehemalige Abellio Rail Baden-Württemberg – heute SBS – jedoch nicht dauerhaft übernehmen. Die Abellio-Tochter war Ende 2021 in finanzielle Schieflage geraten. Die landeseigene SWEG hatte das Unternehmen daraufhin für zunächst zwei Jahre übernommen, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet.

Die europaweite Neuausschreibung der Stuttgarter Netze, die die SBS bedient, ist inzwischen erfolgt. Sie ist in drei Lose aufgeteilt. Bei der vorangegangenen Vergabe hatte sich auch die Deutsche Bahn um die lukrativen Strecken beworben. Sie wurde dann aber infolge eines Vergabefehlers ausgeschlossen.

Erneute Bahnstreiks in Baden-Württemberg: Ausfälle auf diesen Strecken

Update, 20. Oktober, 14:30 Uhr: Bahnreisende müssen sich in Baden-Württemberg auf Zugausfälle und Verspätungen einstellen. Der Grund: Die Lokführergewerkschaft GDL lässt im Streik um mehr Einfluss beim SWEG-Konzern nicht locker. Die Beschäftigten wurden daher dazu aufgerufen, ihre Arbeit für fünf Tage niederzulegen. Bahnreisende müssen sich von Donnerstag bis Montag auf Beeinträchtigungen einstellen.

Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL)

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer ist eine deutsche Gewerkschaft für das Eisenbahnpersonal der Eisenbahnunternehmen. Die GDL hat ihren Sitz in Frankfurt am Main und ist Mitglied im DBB Beamtenbund und Tarifunion. Sie ist Tarifpartner der Deutschen Bahn und weiterer 53 privater Eisenbahnverkehrsunternehmen.

Diese würden auch teilweise größere Behinderungen umfassen, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet. Bei den Zügen der SWEG sei aktuell lediglich mit betrieblichen Einschränkungen auf den Zollern-Alb-Bahnen und der Elztalbahn zu rechnen, teilte ein Sprecher am Donnerstag mit.

Zugausfälle in Stuttgart: Prognose über die Auswirkungen schwierig

Größere Probleme gibt es laut Mitteilung bei der Konzerntochter SWEG Bahn Stuttgart GmbH (SBS) im Netz der Landeshauptstadt Stuttgart. In Netz/Neckartal könne ein Grundangebot gefahren werden, auf Brenz- und Donaubahn sei es am Donnerstagmorgen jedoch zu Teilausfällen gekommen. Diese seien allerdings nicht streikbedingt, sondern Nachwirkungen eines Personenunfalls auf der Strecke am Vorabend. Das Bahnunternehmen bat die Nutzer, sich vor Fahrten über die Fahrplanauskünfte auf sweg.de, bwegt.de, bahn.de oder im DB-Navigator zu informieren.

„Eine Prognose über die Auswirkungen bis zum Streikende ist momentan schwierig. Es muss aber mit größeren betrieblichen Einschränkungen schon allein wegen dem derzeit hohen Krankenstand gerechnet werden.“ Schon in den vergangenen Wochen hatte die GDL mehrfach zu Warnstreiks und nach erfolgter Urabstimmung zu Streiks bei SWEG aufgerufen – zuletzt von vergangenem Freitag bis Montag. Dabei hatten sich nach Unternehmensangaben die Auswirkungen allerdings in Grenzen gehalten, lediglich im Netz der SBS rund um Stuttgart hatte es größere Einschränkungen gegeben.

Bahnstreik ab Donnerstag: Stuttgart besonders betroffen – Warnung an Reisende

Update, 20. Oktober: Nachdem am Mittwoch die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) für den heutigen Donnerstag einen mehrtägigen Streik angekündigt hatte, äußert sich jetzt auch die Südwestdeutsche Landesverkehrs-GmbH (SWEG) dazu.

Laut der Deutschen Presse-Agentur (dpa) warnt die SWEG alle Reisenden im Südwesten vor Folgen eines Streiks. Größere Auswirkungen sind den Angaben zufolge im Netz in der Landeshauptstadt Stuttgart und im Neckartal der Konzerntochter SWEG Bahn Stuttgart GmbH (SBS) zu erwarten. Der Ausstand soll bis Dienstag (2 Uhr) dauern. Das Bahnunternehmen bat Nutzerinnen und Nutzer, sich vor Fahrten über die Fahrplanauskünfte auf sweg.de, bwegt.de, bahn.de oder im DB-Navigator zu informieren.

Bahnstreik ab Donnerstag: GDL kündigt fünftägige Arbeitsniederlegung an

Erstmeldung, 19. Oktober: Es scheint der Monat der Streiks zu sein: zuerst die Piloten der Fluggesellschaft Eurowings, dann die Beschäftigten der süddeutschen Unikliniken und nun auch die Mitarbeitenden der Südwestdeutsche Landesverkehrs-GmbH (SWEG). Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet, werden diese von der Gewerkschaft Deutscher Lokführer (GDL) zu einem fünftägigen Streik aufgerufen.

Zugreisende im Südwesten müssen sich daher ab Donnerstag (20. Oktober) erneut mehrere Tage lang auf Behinderungen einstellen. Fünf Tage lang soll der Streik, den die GDL am Mittwochabend bekannt gab, anhalten und sowohl die landeseigene Südwestdeutsche Landesverkehrs-GmbH (SWEG) und deren Tochter SWEG Bahn Stuttgart GmbH (SBS) betreffen. Von Donnerstag, 2 Uhr bis Dienstag, 2 Uhr, soll der Ausstand andauern.

Bahnstreik in Baden-Württemberg: Tarifvertrag soll ausgehandelt werden

In dem Tarifkonflikt geht es darum, dass die GDL künftig nicht nur für die SBS, sondern für den gesamten SWEG-Konzern mit seinen 1800 Mitarbeitern einen Tarifvertrag aushandeln möchte. Die SWEG will die ehemalige Abellio Rail Baden-Württemberg - heute SBS - jedoch nicht dauerhaft übernehmen. Die Abellio-Tochter war Ende 2021 in finanzielle Schieflage geraten. Die landeseigene SWEG hatte das Unternehmen daraufhin für zunächst zwei Jahre übernommen.

Die GDL hatte schon in den vergangenen Wochen mehrfach zu Warnstreiks und nach erfolgter Urabstimmung zu Streiks bei der SWEG aufgerufen. Nach Unternehmensangaben hielten sich die Auswirkungen jeweils in Grenzen, lediglich im Netz der SBS rund um Stuttgart habe es größere Einschränkungen gegeben. Zum aktuellen Streikaufruf äußerte sich die SWEG auf Anfrage zunächst nicht.

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