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Nach Zugausfällen und Verspätungen: Bahnstreik in Baden-Württemberg beendet

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Von: Melissa Sperber, Tobias Becker

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Nach einem Bahnstreik in Baden-Württemberg war es am Mittwoch und Donnerstag zu etlichen Verspätungen und Ausfällen gekommen. Ab Freitag sollen die Züge wieder wie gewohnt rollen.

Update, 30. Dezember: Wer in Baden-Württemberg mit der Bahn unterwegs ist, kann aufatmen – zumindest vorerst. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hatte am 28. Dezember bereits zum dreizehnten Mal zum Streik aufgerufen. Die Folge: Zugausfälle und Verspätungen.

Am gestrigen Donnerstag, 29. Dezember, erklärte die GDL auf ihrer Homepage den Streik ab 20 Uhr für beendet. Besonders stark betroffen waren der Freiburger Raum sowie Zugverbindungen von und nach Heilbronn.

Warum kommt es in Baden-Württemberg immer wieder zum Bahn-Streik?

Die GDL hatte in den vergangenen Wochen immer wieder kurzfristig zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen. Hintergrund ist ein Tarifkonflikt, in dem die GDL künftig eigenen Angaben zufolge nicht nur für die SBS, sondern für den gesamten SWEG-Konzern einen Tarifvertrag für die mehr als 500 Eisenbahner aushandeln möchte. Insgesamt zählt der Konzern 1800 Beschäftigte.

Die SWEG lehnt das ab und will die ehemalige Abellio Rail Baden-Württemberg - heute SBS - auch nicht dauerhaft übernehmen. Die Abellio-Tochter war Ende 2021 in finanzielle Schieflage geraten. Die landeseigene SWEG hatte das Unternehmen daraufhin für zunächst zwei Jahre übernommen.

Quelle: dpa

Bahnstreik in Baden-Württemberg: Welche Strecken besonders betroffen sind

Update, 29. Dezember: Bahnreisende in Baden-Württemberg haben aktuell wenig zu lachen. Bereits zum dreizehnten Mal hat die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) am gestrigen Mittwoch zum Streik aufgerufen, die Warnstreiks mitgerechnet. Wann der Streik enden soll? Bisher unbekannt. Für Fahrgäste bedeutet das vor allem: Ungewissheit, ob und wann sie ihr Ziel mit dem Zug erreichen werden.

„Es ist möglich, dass Züge auf dem Fahrtverlauf stehen bleiben und ausfallen. Fahrgäste müssen dies bei Ihrer Reiseplanung unbedingt berücksichtigen und gegebenenfalls auf alternative Reisemöglichkeiten ausweichen“, teilt das Unternehmen mit. Wie die „Deutsche Presse-Agentur“ schreibt, ist besonders das Stuttgarter Netz der Konzerntochter SWEG Bahn Stuttgart GmbH (SBS) im Neckartal betroffen.

Bahnstreik in Baden-Württemberg: Auch Zugverbindungen rund um Heilbronn betroffen

Im Freiburger Raum fahre auf der Münstertalbahn ein Busnotverkehr. Auf der Elztalbahn und der Kaiserstuhlbahn fielen jeweils einzelne Fahrten aus. „Seit heute Nachmittag (Mittwoch, 28. Dezember, Anm. der Redaktion) fallen außerdem die Züge auf der Achertalbahn sowie zwischen Biberach und Oberharmersbach aus, wo ebenfalls Busnotverkehre eingerichtet wurden“, erklärte eine Sprecherin gegenüber der „dpa“.

Wie der „SWR“ berichtet, sind auch Zugstrecken rund um Heilbronn von dem Streik betroffen. Es fallen immer wieder Verbindungen auf den Strecken Stuttgart - Osterburken, Heilbronn - Stuttgart und Heilbronn - Mannheim aus.

Zugausfälle und Verspätungen in Baden-Württemberg: SWEG streikt seit Mittwoch

Erstmeldung, 28. Dezember: „Hand in Hand mit uns durchs Land.“ So steht es auf der Homepage der Südwestdeutschen Landesverkehrs-GmbH (SWEG), doch die Hand wird den Kunden aktuell nicht gereicht. Der Grund: Es gibt erneut Bahnstreiks in Baden-Württemberg. Wie schon in der Weihnachtszeit hat die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) einen Streik im Zugverkehr ausgerufen. Kurz vor dem Jahreswechsel ist das für Pendler und Reisende sehr ärgerlich.

Der Streik wurde angedroht, aber bislang noch nicht umgesetzt. Jetzt ist es also doch soweit: Im Zugverkehr der SWEG und bei der Konzerntochter SWEG Bahn Stuttgart GmbH kann es zu Ausfällen kommen. Wer mit der Bahn fährt, sollte das bei der Reiseplanung beachten.

Über den Streik der SWEG informierte eine Sprecherin am Mittwochmorgen (28. Dezember). Das Problem für alle, die die Bahn nutzen: Der Streik läuft bereits seit 0.30 Uhr. Heißt: Die Mitteilung kam erst später und viele Menschen haben keine Chance mehr sich vorzubereiten. Damit setzen nicht nur SWEG und GDL ein Zeichen, sondern stoßen viele Kunden auch vor den Kopf – auch wenn die Streiks zwischen den Jahren bereits vor Weihnachten angedroht wurden.

Zugausfälle und Verspätungen: SWEG im Streik, Reiseplanung ändern

Auf Twitter schreibt die SWEG bereits in der Nacht, dass gestreikt wird und sich Bahnfahrende informieren sollen. Ob das zu kurzfristig ist? In der Mitteilung der SWEG zum Streik heißt es: „Beginn war heute Nacht, 28. Dezember 2022, 0.30 Uhr.“ Zuletzt hatte die SWEG Gespräche über einen konzernweiten Tarifvertrag mit der GDL abgelehnt. Geht es im Streit dank Streik nun voran?

Und für die Kunden noch wichtiger: Wie lange müssen Menschen, die mit der Bahn fahren wollen, denn nun mit Verspätungen und Zugausfällen rechnen? Das ist bislang offen, denn: „Das Streikende wurde noch nicht bekanntgegeben.“ Des Weiteren wird Fahrgästen der Hinweis gegeben, dass Züge im Verlauf der Fahrt stehen bleiben und ausfallen können. „Fahrgäste müssen dies bei ihrer Reiseplanung unbedingt berücksichtigen und gegebenenfalls auf alternative Reisemöglichkeiten ausweichen“, so die SWEG.

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