Neue Corona-Verordnung betrifft auch Studierende

Baden-Württemberg: Zurück auf den Campus? Das gilt im Wintersemester 21/22

Universität
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Das Tragen einer medizinischen Maske ist auch im Wintersemester 21/22 weiterhin Pflicht.
  • Julia Cuprakowa
    VonJulia Cuprakowa
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Das Wintersemester 21/22 an den Hochschulen in Baden-Württemberg soll wieder in Präsenz stattfinden. Die neue Corona-Verordnung für Studienbetrieb regelt die dafür nötigen Voraussetzungen.

Das Wintersemester 21/22 an den Hochschulen in Baden-Württemberg steht vor der Tür, doch das Coronavirus ist immer noch ein großes Thema und allem Anschein nach noch lange nicht vom Tisch. Deshalb stellt sich die Frage: Wie wird das Wintersemester 21/22 an den Hochschulen Baden-Württembergs nun ablaufen?

Laut Wissenschaftsministerium sollen Uni-Veranstaltungen wann immer möglich in Präsenz stattfinden. Dies gilt vor allem für kleine und mittlere Seminare. Große Vorlesungen mit mehreren hundert Studierenden können weiterhin online angeboten werden. „Wir kehren den Grundsatz aus den Corona-Semestern also wieder um: Präsenz ist die Regel, Online die Ergänzung“, sagte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer bereits Ende Juli.

Corona-Verordnung für Hochschulen in Baden-Württemberg: Das gilt im Wintersemester 21/22 zu beachten

Am Dienstag, 24. August, trat die neue Corona-Verordnung Studienbetrieb in Kraft. Wie echo24.de* bereits berichtete, gelten die Regeln der allgemeinen Corona-Verordnung für Baden-Württemberg* schon seit dem 16. August. Die Studienbetrieb-Verordnung soll aber insbesondere den Hochschulalltag regeln und die Studierenden somit vor einer möglichen Ansteckung mit dem Coronavirus schützen. Das sind die Voraussetzungen für den Präsenzbetrieb:

  • Die Teilnahme an Präsenzveranstaltungen und die Nutzung von studentischen Lernplätzen in geschlossenen Räumen ist von dem Vorliegen eines Impf-, Genesenen- oder Testnachweises möglich. Ausnahmen kann es für Prüfungen geben, wenn ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen zuverlässig eingehalten werden kann oder eine Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske oder eines Atemschutzes besteht.
  • Abweichend von einem tagesaktuellen Corona-Test können Hochschulleitungen oder die Akademieleitung eine zweimal wöchentliche Testung für den Studienbetrieb, einschließlich für die Nutzung der Archive und Bibliotheken, vorsehen.
  • Die Hochschule ist zur Überprüfung der Impf-, Genesenen- oder Testnachweise verpflichtet.
  • Die Hochschulen können unentgeltlich einen Hochschulnachweis über einen vorhandenen Impf-, Genesenen- oder Teststatus ausstellen. Der Hochschulnachweis soll, laut Corona-Verordnung Studienbetrieb, die Angabe beinhalten, dass ein Impf-, Genesenen- oder Teststatus bis zu einem bestimmten Zeitpunkt vorliegt, den Namen sowie die Matrikelnummer oder das Geburtsdatum der Studierenden. Die Hochschule darf einen Nachweis außer in Ausnahmefällen nicht speichern.
  • Die Hochschulen können in einer Veranstaltung die Anzahl der geprüften Nachweise mit der Anzahl der anwesenden Teilnehmenden abgleichen, um Mehrfachverwendung und Missbrauch zu verhindern.
  • Außerdem sollen die Hochschulen in Baden-Württemberg festlegen können, dass der Nachweis bereits beim Zugang zum Hochschulgelände oder zu einem bestimmten Hochschulgebäude zu erbringen ist.
  • Das Vorliegen eines Impf-, Genesenen- oder Testnachweises kann bei Lehrveranstaltungen modellhaft anhand von Stichproben überprüft werden. 
  • Die Hochschule hat die Studierenden über die jederzeitige Möglichkeit der Durchführung der Kontrolle anhand von Stichproben zu informieren und auf die Rechtsfolgen bei Verstößen hinzuweisen.

Neue Corona-Verordnung für Hochschulen: Studierende müssen weiterhin Maske tragen

Die Maskenpflicht bleibt auch im Wintersemester 21/22 bestehen:

  • Auf dem Hochschulgelände und sonstigen für den Studienbetrieb bestimmten Räumen und Flächen besteht die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske oder eines Atemschutzes, heißt es in der aktuellen Corona-Verordnung für den Studienbetrieb.
  • Die Pflicht gilt auch für Mensen und Cafeterien, mit Ausnahme bei der Aufnahme von Speisen und Getränken.

Die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske oder eines Atemschutzes besteht NICHT, wenn bei Präsenzveranstaltungen ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen zuverlässig eingehalten werden kann. Auch Prüfungen gelten als eine Ausnahme von der Maskenpflicht, auch dann, wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann.

Nicht-Einhalten der Corona-Regeln wird als Ordnungswidrigkeit angesehen

Nach so vielen Regeln stellt sich nun die Frage, mit welchen Konsequenzen die Studierenden bei Nicht-Einhaltung zu rechnen haben. Laut Wissenschaftsministerium und der neuen Studienbetrieb-Verordnung begehen Studierende eine Ordnungswidrigkeit, wenn sie vorsätzlich oder fahrlässig keine oder eine nicht dessen Anforderungen entsprechende medizinische Maske tragen. Die Teilnahme an einer Hochschul-Veranstaltung ohne Impf-, Genesenen- oder Testnachweis gilt ebenfalls eine Ordnungswidrigkeit.  *echo24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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