Glühwein, Lebkuchen, Weihnachtsgeschenke

Weihnachtsmarkt 2021: Welche Märkte in Baden-Württemberg geplant sind

Eine Frau hält eine Tasse mit Glühwein in den Händen.
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Der Stuttgarter Weihnachtsmarkt soll 2021 endlich wieder stattfinden. (Symbolbild)
  • Christina Rosenberger
    VonChristina Rosenberger
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Endlich ist es sicher: In Baden-Württemberg wird es 2021 wieder Weihnachtsmärkte geben. Doch welche Städte planen bisher einen eigenen Markt, und welche Sonderregeln gelten?

Es sind fröhliche Nachrichten, die das Land Baden-Württemberg diesen Mittwoch (29. September) verkündet hat. Die schmerzlich vermissten Weihnachtsmärkte können in der Vorweihnachtszeit 2021 wieder stattfinden. Zwar unter gewissen Auflagen und mit strengen Hygienekonzepten, doch es darf wieder nach Herzenslust geshoppt, Musikbeiträgen gelauscht, gebrannte Mandeln gegessen und Glühwein getrunken werden.

Weihnachten ist nicht mehr lange hin und nicht jede Stadt in Baden-Württemberg hat bisher einen Weihnachtsmarkt geplant. Hier ist deshalb eine aktuelle Übersicht, welche Märkte schon sicher sind, und welche Gemeinden noch ein großes Fragezeichen hinter ihre Weihnachtsmarkt-Pläne geschrieben haben.

Weihnachtsmarkt 2021: Stuttgart plant auf Hochtouren – Esslingen mit konkretem Konzept

Die Landeshauptstadt Stuttgart hatte sich beispielsweise lange Zeit nicht festlegen wollen. Erst nachdem das Sozialministerium nun diese Woche bekannt gegeben hatte, dass Weihnachtsmärkte gemäß der aktuellen Corona-Verordnung möglich sind, äußerte sich die Veranstaltungsgesellschaft Stuttgart nochmals zu dem Thema.

Demnach ist jetzt sicher: Vom 24. November bis zum 31. Dezember 2021 soll in Stuttgart der Weihnachtsmarkt mit Budenzauber, Gastronomie und sogar Fahrgeschäften in der Innenstadt stattfinden. Es wird eine Maskenpflicht gelten und - abhängig von der aktuellen Hospitalisierungsinzidenz in Baden-Württemberg - der Nachweis von Tests oder Impfungen verpflichtend sein. Die Fläche soll laut Veranstaltungsgesellschaft Stuttgart nicht eingezäunt werden. „Wenn Mitte Oktober die neue Verordnung des Landes kommt, werden wir mit der Ausschreibung beginnen“, sagt Andreas Kroll, Chef der Veranstaltungsgesellschaft, laut Stuttgarter Nachrichten. Es seien für diesen Winter 300 Buden geplant – so wie früher.

In Esslingen war die Entscheidung über einen Weihnachtsmarkt bereits vor den neu gefassten Regelungen gefallen: Die Stadt plant seit einiger Zeit Details für den Weihnachtsmarkt und den traditionellen Mittelaltermarkt. Hier wurden sich schon Gedanken über eine mögliche coronakonforme Durchführung der Märkte gemacht. Wie der SWR berichtet, sollen beispielsweise die Flächen ausgeweitet werden. Künstler könnten außerdem eher mobil über den Markt ziehen, statt an festen Standorten aufzutreten. So will man große Menschentrauben vermeiden.

Weihnachtsmarkt 2021: Was Heidelberg, Mannheim oder Tuttlingen planen

Auch Heidelberg, Mannheim, Freiburg und Tuttlingen planen ihre Weihnachtsmärkte bereits auf Hochtouren. All diese baden-württembergischen Städte gaben am Donnerstag gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) bekannt, dass ihre Vorbereitungen laufen und dabei die gesetzlichen Vorgaben als Maßstab gelten. Beispielsweise soll überall eine Maskenpflicht gelten, da sich die Städte und Gemeinden einig sind: Abstände können auf den Märkten nicht zuverlässig eingehalten werden.

Der Heidelberger Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner erklärte in einer Mitteilung der Stadt: „Wir wollen den Menschen aus Heidelberg und der Region nach einem Jahr Zwangspause wieder einen Bummel über unseren schönen Weihnachtsmarkt ermöglichen – und damit einen weiteren Schritt zur Rückkehr in die Normalität. Der Heidelberger Weihnachtsmarkt ist insbesondere für Familien eine ganz besondere Veranstaltung zum Jahresende. Für Schausteller und Budenbetreiber ist er wirtschaftlich enorm wichtig.“ Er freue sich deshalb ganz besonders über das grüne Licht aus dem Sozialministerium für Weihnachtsmärkte in Baden-Württemberg.

Weihnachtsmarkt 2021: Startdaten für Heidelberg und Karlsruhe bereits bekannt

Der Weihnachtsmarkt in Heidelberg soll - nach Abstimmung mit der katholischen und evangelischen Kirche - in diesem Jahr ausnahmsweise schon vor dem Totensonntag starten, damit Schausteller und Budenbetreiber zumindest einen Teil der fehlenden Einnahmen aus dem Pandemiejahr 2020 ausgleichen können. Der Plan ist somit, den Heidelberger Weihnachtsmarkt am 18. November zu eröffnen.

Stuttgart24.11. - 31.12.
Heidelberg18.11. - 22.12.
Karlsruhe22.11. - 23.12.
Esslingen23.11. - 22.12.
Mannheim22.11. - 23.12.

Auch in Karlsruhe soll es 2021 wieder einen Weihnachtsmarkt geben. Zwar hat die Stadt laut eigenen Angaben bisher noch keine Entscheidung über mögliche Zugangsbeschränkungen getroffen, doch sei geplant, das Konzept je nach Infektionslage anzupassen. Sicher ist bisher: Der Karlsruher Weihnachtsmarkt soll am 22. November starten. Ein Riesenrad auf dem Marktplatz, die Eiszeit am Schloss, das Kinderland in St. Stephan und die festlich geschmückten Buden sind fest eingeplant. Auch für den Fall, dass Zugänge kontrolliert und Plätze eingezäunt werden müssen, gibt es laut Stadtverwaltung Konzepte.

Weihnachtsmarkt 2021: Was plant Heilbronn?

Ähnlich sieht es in Tübingen aus. Die Stadt will ihren Markt „vorausschauend organisieren“, sodass auch bei Änderungen in den Corona-Vorschriften schnell reagiert und umgeplant werden kann. So soll der Markt 2021 besonders großzügig gestaltet werden, damit Abstände besser und sicherer eingehalten werden können.

Die Stadt Heilbronn dagegen hat sich bisher wohl nicht entschieden, ob ein Weihnachtsmarkt unter den gegebenen Vorschriften des Landes Baden-Württemberg in der Käthchenstadt umsetzbar ist. Gegenüber der Heilbronner Stimme sagte Steffen Schoch, der Geschäftsführer der Heilbronn-Marketing-GmbH am Mittwoch in einer ersten Stellungnahme: „Für Heilbronn wird das eine große Herausforderung.“ Die 3G-Zugangskontrollen, die das Sozialministerium fordert, seien in der Innenstadt nur schwer umzusetzen. Dennoch: Die Hoffnung auf einen Heilbronner Weihnachtsmarkt bleibt. Eine konkrete Absage gibt es nämlich auch nicht.

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