Coronavirus in Baden-Württemberg

Baden-Württemberg: Chaos um Weihnachtsferien – jetzt die Kehrtwende!

  • Isabel Ruf
    vonIsabel Ruf
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Bund und Länder hatten vereinbar, die Weihnachtsferien wegen Corona früher starten zu lassen. In Baden-Württemberg kommt jetzt aber die plötzliche Kehrtwende!

Update vom 1. Dezember: Plötzliche Überraschung im Weihnachtsferien-Wirrwarr! Die Weihnachtsferien in Baden-Württemberg werden trotz Corona-Pandemie doch nicht verlängert! Sie starten – wie ursprünglich vorgesehen – doch erst am 23. Dezember. Das teilte das Staatsministerium laut der Deutschen Presse-Agentur am heutigen Dienstag mit. Damit handhabt Baden-Württemberg die Situation anders als Bund und Länder das beim Corona-Gipfel* vereinbart hatten. Eigentlich war geplant, die Weihnachtsferien bereits am 19. Dezember starten zu lassen, um die Kontakte vor Weihnachten reduzieren zu können, wie echo24.de* berichtet.

Eine kleine Abweichung vom normalen Schulalltag gibt es in Baden-Württemberg dennoch: Für die Klassen 1 bis 7 sei vorher regulärer Präsenzunterricht an den Schulen vor Ort vorgesehen. Die Präsenzpflicht vor den Weihnachtsferien sei für den Unterricht am 21. und 22. Dezember aber ausgesetzt. Das bedeutet: Eltern können ihre Kinder an diesen Tagen daheim lassen, wenn sie möchten, dass diese vor Weihnachten ihre Kontakte minimieren. Die älteren Schüler ab Klasse 8 sollen vor den Weihnachtsferien im Fernunterricht unterrichtet werden.

Baden-Württemberg: Riesen-Chaos um Weihnachtsferien - plötzliche Kehrtwende

Auf diese überraschende Änderung hinsichtlich der Weihnachtsferien in Baden-Württemberg hatten sich Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Kultusministerin Susanne Eisenmann geeinigt. Schulen, die an den letzten beiden Schultagen vor Weihnachten bewegliche Ferientage einsetzen, seien von der Regelung nicht betroffen. Eisenmann hatte sich wegen des Problems der Betreuung schon früh gegen verlängerte Ferien ausgesprochen.

Baden-Württemberg: Früherer Start? Hammer-Entscheidung zu den Weihnachtsferien

Update vom 24. November, 14 Uhr: Jetzt steht es fest – die Weihnachtsferien in Baden-Württemberg werden landesweit verpflichtend verlängert. Das teilte Ministerpräsident Winfried Kretschmann laut der Deutschen Presse-Agentur am Dienstagmittag mit. Die Ministerpräsidenten hätten sich bei Gesprächen über die Corona-Regeln auf diese Entscheidung geeinigt – mit Ausnahme von Bremen.

Eigentlich ist in Baden-Württemberg am 22. Dezember der letzte Schultag vor den Weihnachtsferien. Wenn die Schüler bereits am Freitag, den 18. Dezember, ihren letzten Schultag hätten, wären noch fünf bis sechs Tage bis Weihnachten. Diese Zeit könnte man nutzen, um Kontakte zu minimieren, erklärte Kretschmann. „Man hat dann bis Weihnachten eine ganze Inkubationsphase.“ An Weihnachten sind Ausnahmen von den Corona-Regeln* geplant – allerdings soll dazu aufgerufen werden, sich vorab und danach in häusliche Selbstquarantäne zu begeben.

Info zu Schulen während erster Corona-Welle in Baden-Württemberg

Bei der ersten Corona-Welle im März 2020 hatten die Behörden beschlossen Schulen und Kitas ab dem 17. März bundesweit zu schließen, um die rasche Ausbreitung des Virus Sars-CoV-2 zu verlangsamen. Schüler bekamen Aufgaben, die sie zu Hause bearbeiten sollten. Tests und Klausuren fielen aus, Prüfungen wurden verschoben, Kultusministerin Susanne Eisenmann versprach, dass niemand das Pandemie-Schuljahr nicht bestehen würde. Am 4. Mai durften die ersten Schüler wieder in den Unterricht*, begonnen hatten die Abschluss- und Vorabschlussklassen. Am 18. Mai ging es weiter mit den Viertklässlern, ab dem 15. Juni durften dann auch die Erst- bis Drittklässler in die Schule. Ab dem 29. Juni sollte es für alle Schüler wieder weitergehen. Kitas sollten ab diesem Zeitpunkt schrittweise geöffnet werden.

Weihnachtsferien-Start in BaWü schon früher? Kretschmann mit klarer Meinung

Update vom 24. November: Deutschland befindet sich mitten im zweiten Lockdown, der eigentlich nur noch bis Ende November gehen sollte. Doch die Neuinfektionen wollen trotz der harten Maßnahmen nicht schneller sinken. Nun droht der Lockdown in die Verlängerung* zu gehen. Das Weihnachtsfest steht schon quasi vor der Tür und damit beginnen auch bald die Weihnachtsferien. Und diese sollen dieses Jahr noch früher beginnen.

Kultusministerin Susanne Eisenmann hatte den Schulen diesen Vorschlag schon vor einigen Wochen gemacht. Die Entscheidung für alle treffen, wollte sie jedoch nicht, das wollte sie den Schulen selbst überlassen. Eine Anordnung der vorgezogenen Weihnachtsferien würde organisatorische Fragen auslösen und zahlreiche Eltern vor Betreuungsprobleme stellen, hieß es aus dem Kultusministerium.

Doch nun ist auch Ministerpräsident Winfried Kretschmann für den vorgezogenen Beginn der Weihnachtsferien. Dafür wolle er sich in der anstehenden Bund-Länder-Schalte stark machen. Wenn Schüler in Baden-Württemberg schon am Freitag, den 18. Dezember in die Ferien entlassen werden, könnte das Kontakte minimieren. „Dann wird man an den Feiertagen mit einem entspannten Gefühl zu den Großeltern fahren und im Kreise der Familie das Weihnachtsfest begehen können„, hieß es aus dem Staatsministerium.

Vorgezogener Weihnachtsferien-Start in Baden-Württemberg: Wer entscheidet das?

Update vom 13. November: Das Coronavirus hat Baden-Württemberg wieder fest im Griff*! Weihnachten steht schon fast vor der Tür - und damit auch die Weihnachtsferien. Eigentlich sollten die neuen Lockdown-Maßnahmen die Fallzahlen senken, doch das passiert derzeit nur ganz langsam. Kultusministerin Susanne Eisenmann schlägt nun vor die Weihnachtsferien früher beginnen zu lassen.

Schulgemeinschaften sollen vor Ort selbst entscheiden, ob sie bereits am 21. Dezember in die Weihnachtsferien starten wollen. Dafür können sie die beweglichen Ferientage nutzen. „Wir werden in Baden-Württemberg keine längeren Weihnachtsferien anordnen. Eine solche Maßnahme von oben verordnet könnte organisatorische Fragen auslösen und zahlreiche Eltern vor Betreuungsprobleme stellen“, erklärt Eisenmann.

In Baden-Württemberg gibt es in diesem Schuljahr vier bewegliche Ferientage. In Gemeinden mit nur einer Schule kann der Schulleiter mit dem Einverständnis des Elternbeirats diese verteilen. In Gemeinden mit mehreren Schulen werden diese einheitlich für alle festgelegt. Die Entscheidung treffen die Schulleiter auf Veranlassung der geschäftsführenden Schulleiter mehrheitlich mit Einverständnis des Gesamtelternbeirats

Weihnachtsferien in Baden-Württemberg schon früher? Kultusministerin mit deutlicher Ansage

Erstmeldung vom 12. November: Das Coronavirus breitet sich unaufhaltsam in Baden-Württemberg* aus. Mehrere Städte und Landkreise sind schon seit Wochen im Bereich der Warnstufe: Diese gilt ab 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen. Die Zahlen, die den Gesundheitsämtern täglich gemeldet werden, sind teilweise erschreckend. Deutschland liegt bei den Neuinfektionen seit Oktober täglich im fünfstelligen Bereich!

Baden-Württemberg: Weihnachtsferien könnten dieses Jahr früher starten

Bund und Länder haben sich in der vergangenen Konferenz daher auf einen zweiten Lockdown*, ähnlich wie im Frühling dieses Jahres geeinigt, echo24.de berichtete darüber. Ähnlich bedeutet: Es gelten erneut Kontaktbeschränkungen, die Gastronomie muss schließen, Veranstaltungen wurden abgeblasen! Etwas Positives bleibt: Schulen und Kitas bleiben weiter geöffnet.

Kaum hatte der Unterricht nach dem ersten langen Lockdown in Baden-Württemberg wieder angefangen, gab es erneut die ersten Schulschließungen. Genau dieses Szenario wollte die Kultusministerin nach den Sommerferien vermeiden. Das neue Konzept wurde so ausgearbeitet, dass im Fall einer Coronainfektion nur noch eine Klasse in Quarantäne, nicht aber die ganze Schule schließen muss.

Baden-Württemberg erwägt erneut eine Verlängerung der Winterferien.

Baden-Württemberg: Wann starten die Weihnachtsferien 2020?

Vor wenigen Wochen hatte das neue Schuljahr mit Präsenzunterricht wieder angefangen, kurz darauf gab es die ersten Coronafälle an Schulen - gleich mehrere Klassen in Baden-Württemberg mussten in Quarantäne. Zurzeit unterrichten rund 3.000 Schulen deutschlandweit nicht mehr im Regelbetrieb, berichtet die dpa. Und trotz der Lockdown-Maßnahmen sinkt die Zahl der Neuinfektionen nur langsam.

In Baden-Württemberg und auch in anderen Bundesländern wird daher darüber nachgedacht mit den Weihnachtsferien früher zu starten. Kultusministerin Susanne Eisenmann rief die Schulen sogar dazu auf, durch bewegliche Ferientage die Weihnachtsferien um zwei Tage nach vorne zu verlängern. „Das ist sicher ein kluges Vorgehen, für das vieles spricht“, sagte Eisenmann der Südwest Presse.

Die Entscheidung bleibt aber den Schulen überlassen. Schüler würden dann in der Praxis nicht erst am 22. Dezember (Dienstag) in die Weihnachtsferien entlassen, sondern schon am 18. Dezember (Freitag). Eisenmann riet Familien davon ab die gewonnene Zeit bis zum 9. Januar für einen Urlaub zu nutzen. „Ich bitte dringend darum, an Weihnachten nicht zu verreisen, sondern zu Hause zu bleiben.“ *echo24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Matthias Balk/dpa

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