Wohnungen, Garagen und Kellerräume vollgelaufen

Unwetter-Front zieht über BaWü: DWD warnt erneut vor Gewitter und Starkregen

Alle Autoren
    schließen
  • Melissa Sperber
    Melissa Sperber
  • Julia Cuprakowa
    Julia Cuprakowa
  • Christina Rosenberger
    Christina Rosenberger

Für die kommende Woche kündigt der DWD erneut Unwetter mit Starkregen und Gewitter für Baden-Württemberg an. Am Neckar und Rhein gab es bereits Überschwemmungen.

Update vom 11. Juli: Auch am Wochenende warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) erneut vor Unwetter in Baden-Württemberg. „Örtlich starke Gewitter, teilweise auch schwere Gewitter mit heftigem Starkregen und Hagel (Unwetter)“, heißt es in der Wettervorhersage des DWD.

Die kommende Woche startet ebenfalls mit „gebietsweisem Regen mit eingelagerten Gewittern“. Dazu sind vereinzelt schwere Sturmböen möglich. In der Nacht zum Dienstag kündigt der Wetterdienst wieder Starkregen an. Ein Blick auf den 10-Tage-Trend zeigt: Das wechselhafte Wetter inklusive Unwetter-Warnungen bleibt uns vorerst erhalten.

Besserung gibt es laut Wetterbericht voraussichtlich erst in der dritten Juli-Woche – dann sollen sich Temperaturen wieder etwas einpendeln und die Sonne zeigt sich.

Unwetter in Baden-Württemberg: Hochwasser auf dem Neckar und Rhein

Aktuell hat vor allem die Umgebung des Strandbades in Mannheim-Neckarau aufgrund der Unwetter in Baden-Württemberg mit Hochwasser zu kämpfen. Die Schifffahrt auf dem Rhein konnte allerdings am heutigen Sonntag (11. Juli) wieder aufgenommen werden. Die Hochwasserlage an den Flüssen hat sich inzwischen etwas entspannt. Die Wasserstände an den Pegeln fielen fast überall, meldete die Hochwasservorhersagezentrale (HVZ) Baden-Württemberg am Wochenende. 

Allerdings sollen die Pegelstände aufgrund des vorhergesagten Stark- und Dauerregens zum Wochenanfang wieder steigen. Dass die Schiffsfahrt auf dem Rhein wieder eingestellt werden muss, ist nicht auszuschließen.

Viel Wasser führt auch der Neckar etwa bei Heidelberg. Der Starkregen der vergangenen Wochen hatte bis Freitagfrüh vor allem im Osten Baden-Württembergs die Flüsse kräftig anschwellen lassen, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet.

Die Hochwasser-Experten der Landesanstalt für Umwelt (LUBW) wiesen in dem Zusammenhang darauf hin, dass sie Überschwemmungen durch lokale Starkregen nicht vorhersagen können. Für kleinere Flussgebiete sollten neben aktuellen Wasserstandsdaten und der Hochwasserfrühwarnung deshalb insbesondere Wetterwarnungen sowie die Niederschlagsinformationen des Wetterradars beachtet werden.

Unwetter-Front zieht über BaWü: Hier drohen heftige Gewitter und Starkregen

Update vom 9. Juli: Baden-Württemberg muss sich am heutigen Freitag nochmal auf ungemütliches Wetter einstellen. Der DWD warnt erneut vor Unwetter mit Starkregen und Dauerregen sowie Gewitter! Dabei trifft es besonders die Osthälfte des Landes stark.

Dort muss gebietsweise mit unwetterartigen Stark- und Dauerregen gerechnet werden, es sind Mengen zwischen 20 und 35 l/qm in wenigen Stunden möglich. Insbesondere der Bereich Ostalb, Hohenlohe und das Kocher-Jagst-Gebiet sind stark betroffen: Dort kann es zum Teil auch bis zu 70 l/qm in sechs bis 12 Stunden regnen.

Baden-Württemberg: Heftige Unwetter-Front! Hier droht Starkregen

Vor allem im Norden Baden-Württembergs sind zusätzlich einzelne Gewitter mit lokalem Starkregen, kleinem Hagel und stürmischen Böen um 70 km/h möglich. Am gestrigen Donnerstag wurde bereits Kraichtal schwer von einer Unwetter-Zelle getroffen: Innerhalb weniger Minuten wurden dort Wassermassen, Schlamm und Geröll von Äckern in ein Wohngebiet gespült.

Unwetter Baden-Württemberg: Wassermassen überfluten Keller und Erdbeerfelder

Update vom 8. Juli 22:00 Uhr: Starkregen und Hagel haben nicht nur im Kraichtal zahlreiche Wohnungen und Keller überflutet. Bei einigen Erdbeeranbauern in Baden-Württemberg wurde die gesamte Ernte vernichtet, berichtet die Deutsche Presse-Agentur (dpa). Die Ausfälle lägen bei manchen Betrieben zwischen 70 und 100 Prozent, teilte der Verband Süddeutscher Spargel- und Erdbeeranbauer am Mittwoch in Bruchsal zum Ende der Erdbeersaison mit.

Anbauer waren demnach gezwungen, Felder frühzeitig aus der Ernte zu nehmen. Die heißen Sommertemperaturen hatten den Angaben zufolge zunächst zwar hohe Erträge nach sich gezogen. Die Unwetter im Juni hätten dann die Quantität und Qualität der Erdbeeren aber verdorben. Dies habe zu starken Einbußen, Reklamationen und einem Preisverfall geführt.

Mega-Unwetter in Baden-Württemberg: Wassermassen und Schlamm im Kraichtal

Erstmeldung vom 8. Juli: Baden-Württemberg ist von starken Unwettern gebeutelt. Nichts sieht derzeit nach Hitzesommer und Dürre aus. Starkregen und Gewitter sind seit Wochen auf der Tagesordnung und auch für heute (8. Juli) hat der Deutsche Wetterdienst DWD eine Unwetterwarnung für den Südwesten herausgegeben.

Starke Unwetterzelle sorgt für Chaos im Kraichtal. Die Straße ist schlammverschmutzt.

Darin heißt es: „Heute gebietsweise Gewitter mit Starkregen und Böen zwischen 60 und 80 km/h, örtlich auch Unwetter durch heftigen Starkregen bis 40 l/qm in kurzer Zeit“. Auch Hagel mit Korngrößen von bis zu 3 cm ist angekündigt. Ganz vereinzelt auch noch heftigerer Starkregen. Hier könnten innerhalb nur einer Stunde bis zu 70 Liter Regen pro Quadratmeter fallen.

Horror-Unwetter in Baden-Württemberg: Kraichtal von Mega-Überschwemmung getroffen

Eine Region hat es dabei bereits erwischt. Im Kraichtaler Stadtteil Unteröwisheim im Kreis Karlsruhe sind innerhalb weniger Minuten Wassermassen, Schlamm und Geröll von Äckern in ein Wohngebiet gespült worden. Dabei wurden ganze Straßen zu reißenden Flüssen, dutzende Keller liefen voll. Die Kanalisation versagte schon nach kurzer Zeit und so schossen Wasser und Schlamm ungebremst die Straße entlang.

Wohnungen, Garagen und Kellerräume wurden in zwei Straßen überflutet - ungefähr jedes zweite Haus hat einen Wasserschaden erlitten. Das berichtet EinsatzReport24. Die Bewohner reagierten geschockt - wie hoch die Schäden bisher sind, vermag noch keiner zu sagen.

Unwetteralarm in Baden-Württemberg: Halten die Gewitter bis Freitag an?

Mit Wassersaugern, Tauchpumpen und jeder Menge Helfern sind die Aufräumarbeiten angelaufen. Laut dem Einsatzleiter der Feuerwehr vor Ort wird es wohl noch stundenlang dauern, bis das Chaos beseitigt ist. Doch ob das Schlimmste bereits überstanden ist, bleibt nur zu hoffen.

Denn für Baden-Württemberg sind auch in der Nacht, insbesondere im Osten und Südosten, erneut Starkregen und Gewitter angekündigt*, das berichtet auch HEIDELBERG24. Der Deutsche Wetterdienst rechnet erneut damit, dass bis zu 35 Litern Regen pro Quadratmeter herunterkommen. Auch für Freitag sind erneut vereinzelte Schauer, im Norden mit Blitz und Donner, angekündigt. Erst in der Nacht zum Samstag bleibt es wieder meist trocken bei Tiefstwerten von bis zu 9 Grad. Die genauen Wetterprognosen gibt es immer im echo24.de-Wetterticker.

Unwetter dieser Art könnten Baden-Württemberg tatsächlich noch durch den ganzen Sommer begleiten. Das liegt laut Experten am Klimawandel. Denn was verrückt klingt, ist tatsächlich Realität: Die vielen Unwetter entstehen, weil es im Südwesten zu heiß ist. Schon der Juni war im Schnitt 3,7 Grad wärmer als in den vorherigen Jahren. Dennoch verhagelten Unwetter vielen Bauern die komplette Ernte. *echo24.de und *HEIDELBERG24 sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Simon Adomat/dpa.

Das könnte Sie auch interessieren