Präsenzunterricht unter Auflagen

BaWü: Indirekte Testpflicht in Kitas und Schulen – für wen sie zwingend ist

Ein Schüler macht einen Corona-Test
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Nach den Osterferien, am 12. April, sollen es für viele Schüler und Kita-Kinder wieder Betreuung vor Ort geben. Das Land Baden-Württemberg hat aber Voraussetzungen dafür angekündigt. (Symbolbild)
  • vonChristina Rosenberger
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Am Montag (12. April) sind die Osterferien zu Ende – für viele Schüler und Kita-Kinder in Baden-Württemberg steht dann eine Corona-Testpflicht an.

Die Osterferien neigen sich dem Ende entgegen. Am Montag (12. April) sind die Ferien in Baden-Württemberg vorbei und dann heißt es theoretisch: ab in die Schule oder in die Kita mit den Kindern. Doch ganz so einfach ist es mit den aktuellen Corona-Bestimmungen für Baden-Württemberg* dann doch nicht. Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat zwar bereits vor den Ferien angekündigt, es gebe nach Ostern erst mal eine Woche lang keinen Präsenzunterricht, doch schon ab dem 19. April sollen die Schulen in den Wechselbetrieb übergehen*. Und dafür scheint es laut echo24.de* nun Einschränkungen zu geben.

Schon ab Montag (12. April) soll es laut Kultusministerium Baden-Württemberg für Schulen, Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege „anlasslose Schnelltestmöglichkeiten zur Eigenanwendung“ geben - für Lehrer und Erzieher, aber auch für Schüler und Kita-Kinder. Ab dem 19. April soll dann sogar eine „indirekte Testpflicht“ gelten. Doch wie soll die aussehen?

Schulstart Baden-Württemberg nach Ostern: Für wen kommt die Testpflicht?

Die „indirekte Testpflicht“ soll in allen Stadt- und Landkreisen Baden-Württembergs zum Einsatz kommen, wo es besonders hohe Corona-Zahlen gibt. Sie soll also inzidenzabhängig sein. Dort, wo die 7-Tage-Inzidenz über den Wert von 100 steigt, soll dann ein negatives Testergebnis Voraussetzung für die Teilnahme am Präsenzunterricht und der Notbetreuung sein, heißt es in einer Mitteilung des Kultusministeriums. Davon wären nach heutigem Stand zum Beispiel auch die Stadt Heilbronn* (Inzidenz 238,6), der Landkreis Heilbronn (161,1) der Hohenlohekreis (213,0) und der Landkreis Schwäbisch Hall ( 238,6) betroffen (Stand: 11. April).

Der Plan sieht so aus, dass alle Klassenstufen aller Schularten am 19. April zu einem Wechselbetrieb aus Präsenz- und Fernunterricht zurückkehren sollen, wenn es das Infektionsgeschehen zulässt. Diese Strategie hat das baden-württembergische Staatsministerium bereits vor Ferienbeginn in zwei großen Gesprächsrunden erörtert - und an diesem Plan soll auch weiterhin festgehalten werden. Nur die „indirekte Testpflicht*“ kommt als Bedingung für den Präsenzunterricht in Regionen mit Inzidenzen über 100 dazu.

Testpflicht in Schulen und Kitas? So will das Land Baden-Württemberg nach den Ferien starten

Bei der Teststrategie, die schon ab Montag (12. April) startet*, handelt es sich laut Landesregierung erstmal um eine einwöchige Startphase. Dann können all diejenigen das Testangebot auf freiwilliger Basis in Anspruch nehmen, die entweder am Präsenzunterricht oder der Notbetreuung teilnehmen - also Lehrkräfte und Schüler. Davon betroffen sind zum Beispiel die Abschlussklassen, die weiterhin in einer Mischung aus Präsenz- und Fernunterricht unterrichtet werden und Schüler der Klassen 1-7, deren Eltern zwingend auf eine Betreuung angewiesen sind.

Übrigens muss man, um das Testangebot in Anspruch zu nehmen, in der Regel keinen Umweg in Kauf nehmen - laut einer Mitteilung des Kultusministeriums sollen die Tests zum Großteil an der Schule direkt durchgeführt und von schulischem Personal angeleitet und beaufsichtigt werden. *echo24.de, heidelberg24.de und bw24.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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