Welche Schnelltests werden anerkannt?

Testpflicht bei Friseur- und Zoobesuch in Baden-Württemberg: So funktioniert‘s

  • Lisa Klein
    vonLisa Klein
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Beim Friseur, der Fußpflege und im Zoo muss in Baden-Württemberg bei einer Inzidenz von über 100 ein negativer Schnelltest vorgelegt werden – doch nicht alle werden anerkannt.

Die einheitliche Bundes-Notbremse greift in Deutschland seit Samstag (24. April). Auch in Baden-Württemberg wurden die Regelungen der Corona-Verordnung entsprechend angepasst, wie echo24.de* berichtet. Sowohl für den Friseurbesuch als nun auch für den Besuch im Zoo sowie bei der Fußpflege muss künftig in Baden-Württemberg ein negativer Schnelltest vorgelegt werden, wenn die 7-Tage-Inzidenz im Stadt- oder Landkreises an drei aufeinanderfolgenden Tagen über 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner liegt. Dabei werden allerdings nicht alle Corona-Tests anerkannt.

Ab Mittwoch (28. April) macht auch die Wilhelma in Stuttgart* wieder auf. Da auch für den Zoobesuch nun neue Corona-Regeln gelten, muss auch hier künftig wie beim Friseur ein negativer Corona-Schnelltest vorgelegt werden. Ein zu Hause durchgeführter Selbsttest, der etwa in der Drogerie oder im Supermarkt gekauft* wurde, reicht als Nachweis nicht aus, wie die baden-württembergische Landesregierung auf Twitter klarstellt.

Testpflicht beim Friseur und dem Zoobesuch in Baden-Württemberg: Diese Schnelltests werden anerkannt

Die Testpflicht in Zoos besteht für alle Gäste ab sechs Jahren, beim Friseur brauch laut Corona-Verordnung jeder einen „Nachweis eines tagesaktuellen negativen COVID-19-Schnelltests.“ Diese Bedingungen müssen erfüllt sein, damit der Schnelltest für den Friseurtermin und bei der Fußpflege anerkannt oder der Eintritt in den Zoo gewährt wird:

  • das Testergebnis muss negativ sein.
  • der Schnelltest darf maximal 24 Stunden alt sein.
  • der Corona-Schnelltest muss in einer offiziellen Teststelle, beim Arzt oder in einer Apotheke von geschultem Personal durchgeführt werden.
  • das Ergebnis muss in Papierform oder als elektronisches Dokument vorgelegt werden.

Seit dem 8. März hat jeder den Anspruch auf einen kostenlosen Schnelltest pro Woche, durchgeführt durch geschultes Personal. Sowohl die Drogeriekette dm als auch Lidl und Kaufland planen deutschlandweit hunderte Corona-Testzentren auf Kundenparkplätzen*, sodass künftig breitflächig und ohne lange Wartezeit jederzeit getestet werden kann.

Bei den anerkannten Schnelltests handelt es sich um den „Point of Care (PoC)-Antigentest“. Je nach Test wird ein Abstrich in dem oberen Nasenbereich alleine oder in Kombination mit einem Rachenabstrich oder auch im Nasenvorhof gemacht. In der Regel liegt das Ergebnis nach rund 15 bis 30 Minuten vor. 

Testpflicht und neue Regeln für den Friseur- und Zoobesuch bei einer Inzidenz von über 100

Trotz negativem Testergebnis gelten die AHA-Regeln weiterhin: Abstand halten, Hygiene beachten und Alltagsmaske tragen. Dazu gibt es neuerdings noch eine weitere neue Regel: Beim Friseurbesuch darf laut Verordnung künftig nicht mehr nur eine einfache OP-Maske getragen werden – sowohl der Kunde als auch der Friseur müssen eine FFP2-/KN95- oder eine N95-Maske tragen. Übrigens sind auch im öffentlichen Nahverkehr seit Samstag keine OP-Masken mehr erlaubt.

Unter einer Inzidenz von 100 muss sowohl beim Friseur als auch im Zoo kein negativer Schnelltest vorgelegt werden. Spontan zum Friseur gegangen werden kann dann allerdings trotzdem nicht – auch bei einer Inzidenz von unter 100 muss vorab ein Termin vereinbart werden.

Baden-Württemberg: Sonderrechte für vollständig Geimpfte und Genese - teils keine Testpflicht

Laut der Landesregierung von Baden-Württemberg sind „geimpfte und genesene Personen von der in zahlreichen Bereichen geltenden Testpflicht befreit.“ Entsprechend der aktuellen Corona-Verordnung kann also alternativ zu einem gültigen Schnelltest bei Friseurbesuchen bei vollständiger Impfung auch ein Impfpass als Nachweis vorgelegt werden. Als vollständig geimpft gelten alle, deren zweite Corona-Impfung mindestens 14 Tage her ist.

Auch Genese müssen keinen negativen Schnelltest vorlegen und können einen Nachweis einer bestätigten Infektion vorzeigen, der beweist, dass man bereits infiziert war und inzwischen genesen ist. Als Genese gelten Personen, die innerhalb der vergangenen sechs Monate mit dem Coronavirus infiziert waren und dies mit einem positiven PCR-Test mit Datum nachweisen können.

Künftig könnte es über diese Regelung hinaus noch weitere Sonderrechte und Freiheiten für Geimpfte* sowie Genese geben. Beim Impfgipfel am Montag (26. April) erklärte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), dass Erleichterungen für Geimpfte und Genese auf den Weg gebracht werden sollen. Über mögliche Freiheiten wurde am Montag bereits beraten.*echo24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa/picture alliance

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