Omikron breitet sich aus

Baden-Württemberg: Ministerien planen Testpflicht in Kitas – alle Infos

  • Julia Cuprakowa
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Um die Omikron-Ausbreitung in Baden-Württemberg einzudämmen, gilt bald auch für Kita-Kinder die Testpflicht.

Die Corona-Pandemie stellt nun auch die frühkindliche Bildung in Baden-Württemberg vor große Herausforderungen. Denn die Omikron-Variante breitet sich immer weiter aus, wie echo24.de im aktuellen Corona-Ticker berichtet. Laut Gesundheitsexperten gibt es vor allem unter Kindern derzeit viele Neuinfektionen.

Aber wie lässt sich die Ausbreitung am besten eindämmen? Mit Blick auf die Omikron-Variante hat sich die Landesregierung heute (14. Dezember) im Ministerrat darauf verständigt, dass in Kitas und auch in Einrichtungen der Kindertagespflege künftig vermehrt getestet werden soll. Was ist genau geplant?

Baden-Württemberg: Testpflicht in Kitas – das planen Kultus- und Sozialministerium

Laut einer Mitteilung bereiten das Kultus- und das Sozialministerium eine Regelung vor, die vorsieht, dass Kinder ab Vollendung des ersten Lebensjahres nur dann in die Kita oder in die Kindertagespflege können, wenn ein negatives Testergebnis auf das Coronavirus vorliegt. Diese Testpflicht beziehungsweise Testnachweispflicht soll bereits ab dem 10. Januar 2022 gelten.

„Mit zusätzlichen Tests und der Testpflicht wappnen wir uns dafür, dass die Omikron-Variante auf uns zukommt. Wir wollen an den Kindertageseinrichtungen so viel Gesundheitsschutz wie möglich bieten“, sagt Kultusministerin Theresa Schopper.

Ihr Kabinettskollege, Sozialminister Manne Lucha, ergänzt: „Zur Gefährlichkeit von Omikron für Kinder gibt es noch keine abschließend gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnisse. Es ist deswegen der richtige Schritt, vorausschauend und präventiv die Sicherheitszäune hochzufahren und eine Testpflicht einzuführen.“ Allerdings gibt es eine neue Studie aus Südafrika, die sich mit dem Thema Infektionen von Omikron bei Kindern und die Wirksamkeit von Biontech-Impfstoff beschäftigt.

BW: Testpflicht in Kitas – wo und wie oft müssen Kinder getestet werden?

Die Testungen können entweder vor Ort in der Kita vorgenommen werden oder zu Hause von den Eltern, heißt es weiter in der offiziellen Mitteilung der Ministerien. In letzterem Fall müssen die Eltern der Einrichtung gegenüber erklären, dass sie der Testung nachgekommen sind und das Testergebnis negativ war. Tests von anerkannten Teststationen werden dabei natürlich auch anerkannt. Wie oft müssen die Kinder künftig getestet werden?

Vorgesehen ist, dass entweder dreimal pro Woche ein Schnelltest vorgenommen oder dass zweimal pro Woche ein PCR-Test gemacht wird.

Baden-Württemberg: Weitere Regel-Änderungen geplant – mehr Tests nach Corona-Infektion

Ebenso soll die Regelung, die für einen Wiedereintritt in die Kita nach einem positiven Test, angepasst werden. Hier sollen die Kinder künftig an fünf aufeinanderfolgenden Tagen getestet werden.

Wir werden nun die weiteren Details ausarbeiten und den Einrichtungen, den Eltern und den Erzieherinnen und Erziehern weitere Informationen zukommen lassen.

Kultusministerin Theresa Schopper

Der Sozialminister fügt hinzu: „Auch jetzt schon kann man für mehr Sicherheit in den Einrichtungen sorgen: Lassen Sie sich impfen, lassen Sie Ihre Kinder über zwölf Jahren impfen – und testen Sie sich regelmäßig per Schnelltest.“

Andere Experten und Politiker appellieren an die Eltern, auch jüngere Kinder impfen zu lassen. Am Montag, 13. Dezember, haben die Lieferungen des Corona-Impfstoffes für Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren nach Baden-Württemberg begonnen. Auch die Stiko spricht eine Empfehlung für Kinder-Impfung aus – allerdings nur eingeschränkt.

Rubriklistenbild: © Roland Weihrauch

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