Reisewelle zum Ferienende?

Pfingstferien zu Ende: Das sind laut ADAC-Prognose die Stau-„Hotspots“

  • Christina Rosenberger
    vonChristina Rosenberger
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Pünktlich zum Ende der Pfingstferien in Baden-Württemberg erwartet der ADAC die erste große Reisewelle des Jahres 2021. Wann und wo die Autobahnen besonders voll sein werden:

Die Corona-Regelungen und der Lockdown haben Baden-Württemberg noch immer voll im Griff. Auch in den Pfingstferien wurden die Maßnahmen nur langsam und vorsichtig gelockert - immerhin gibt es mittlerweile für fast alle Regionen Erleichterungen - sogar der ehemalige Hotspot Heilbronn darf nach und nach erste Lockerungen vornehmen. Doch mit mehr Freiheiten kommt natürlich auch wieder mehr Verkehr.

Denn die Menschen können wieder Kurztrips machen, in den Urlaub fahren oder einfach Tagesausflüge in andere Städte und Regionen machen - zum Beispiel in die Wilhelma nach Stuttgart. Deshalb rechnet der ADAC Württemberg auch für das erste Juni-Wochenende wieder mit „lebhaftem Verkehr“ auf den baden-württembergischen Autobahnen. Das schreibt der Automobilclub in einer Pressemitteilung.

Stau zum Pfingstferien-Ende: Wann wird es voll, auf Baden-Württembergs Straßen?

Vor allem an Baustellen könnte es laut den ADAC-Verkehrsexperten im Südwesten in den kommenden Tagen zu langen Staus kommen, denn während in Baden-Württemberg und Bayern die Pfingstferien zu Ende gehen, werden auch viele andere Urlauber den Feiertag Fronleichnam am Donnerstag (3. Juni) nutzen, um ein verlängertes Wochenende zu genießen.

Am Mittwochnachmittag und am Donnerstagvormittag müssen sich Autofahrer in Baden-Württemberg auf viel Verkehr auf den Straßen einstellen.

Dieter Mäurer, Stauberater beim ADAC Württemberg

Besonders am Mittwoch und Donnerstag rechnet der ADAC Württemberg mit viel Verkehr auf den Straßen. Denn „Hier treffen der einsetzende Rückreiseverkehr sowie Urlauber, die in ein langes Wochenende starten, aufeinander“, erklärt der ADAC-Stauberater Dieter Mäurer. Außerdem gebe es aktuell zahlreiche Baustellen, bei denen Fahrstreifen gesperrt sind. Die Staugefahr sei deshalb besonders am Albaufstieg und im Großraum Stuttgart sehr hoch, berichtet Mäurer weiter.

Stau zum Pfingstferien-Ende: Hier herrscht die größte Staugefahr in Baden-Württemberg

Am Freitag und Samstag erwartet der Stau-Experte dann zwischenzeitlich wieder weniger Verkehr, an diesen beiden Tagen soll es ruhiger auf den Autobahnen zugehen. Erst am Sonntagnachmittag rechnet Mäurer dann wieder mit einer großen Rückreisewelle und entsprechende Verzögerungen. Der ADAC-Stauberater empfiehlt deshalb, die Rückreise auf eine sehr frühe oder späte Tageszeit zu legen, um dem größten Ansturm möglichst aus dem Weg zu gehen.

Wer vor hat, ins Ausland zu fahren, oder von dort wieder zurück nach Deutschland reisen möchte, der muss an vielen Stellen ebenfalls Geduld haben, denn an den Grenzen müssen Autofahrer mit Wartezeiten durch Corona-Kontrollen rechnen. Vor allem auf den Hauptrouten Richtung Österreich, Schweiz, Italien oder Kroatien rechnet der ADAC mit einem besonders hohen Verkehrsaufkommen. Denn diese vier Länder kann man ohne Quarantäne bereisen. Betroffen sind hier besonders die Strecken über den Gotthard und Brenner, genauso wie die Tauernautobahn A 10.

Stau zum Pfingstferien-Ende: Staugefährdete Strecken in Baden-Württemberg am ersten Juni-Wochenende:

  • A 5 Heidelberg - Karlsruhe - Basel
  • A 6 Mannheim - Heilbronn - Nürnberg
  • A 7 Würzburg - Ulm - Füssen/Reutte
  • A 8 Karlsruhe - Stuttgart - München
  • A 81 Stuttgart - Singen
  • A 98 Stockach - Schaffhausen
  • A 831 Stuttgart - Kreuz Stuttgart
  • A 861 Dreieck Hochrhein - Grenzübergang Rheinfelden
  • Großraum Stuttgart und Karlsruhe
  • Zufahrtsstraßen zum Bodensee und ins Allgäu

Am Pfingstwochenende selbst gab es laut dem ADAC in diesem Jahr übrigens mehr Staus als 2020, aber weniger als noch Pfingsten 2019 - also im letzten Jahr vor der Corona-Pandemie. In Zahlen: Die Anzahl der am langen Pfingstwochenende (Freitag - Montag) erfassten Staus lag 2021 um knapp 45 Prozent höher als 2020, aber knapp sechs Prozent niedriger als 2019.

Rubriklistenbild: © Bodo Marks

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