Polizei zieht nach Silvester-Nacht Fazit

Heftige Krawalle in Stuttgart: So startete Baden-Württemberg in 2022

  • Jason Blaschke
    VonJason Blaschke
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Krawalle erschütterten in der Nacht von Silvester auf Neujahr die Stadt Stuttgart. Trotzdem zieht die Polizei in Baden-Württemberg ein positives Fazit.

In der Nacht von Silvester auf Neujahr ist es in Baden-Württemberg  aus Sicht der Polizei überwiegend friedlich geblieben. „Sogar an manchen Sommernächten hatten wir mehr zu tun“, teilte ein Sprecher der Deutschen-Presse-Agentur am Samstagmorgen mit. In der Landeshauptstadt Stuttgart* ist es in der Nacht auf Samstag allerdings zu Zusammenstößen zwischen Party-Gängern sowie Polizisten gekommen, wie die echo24.de-Redaktion* im Folgenden berichtet.

Kurz vor 0 Uhr seien zunehmend Menschen zum Schlossplatz geströmt, dieser wurde vorübergehend abgesperrt, heißt es von der Polizei aus Stuttgart. An der Absperrungen hätten junge und aggressive Männer in Richtung der Beamten gedrängt, einige hätten Böller auf Polizisten geworfen. Die Beamten gingen nach eigenen Angaben mit Schlagstöcken und Pfefferspray gegen die Menge vor. Ein Polizist habe ein Knalltrauma erlitten, zwei weitere seien bei körperlichen Angriffen leicht verletzt worden.

Jahreswechsel in Baden-Württemberg: Polizei zieht überraschende Bilanz

Nach 1 Uhr sei es in der Innenstadt von Stuttgart deutliche ruhiger geworden, so die Polizei. Insgesamt waren zum Jahreswechsel in Stuttgart mehrere Hundert Beamte im Einsatz, um die Corona-Schutzmaßnahmen in Baden-Württemberg* zu kontrollieren und um „alkoholbedingte Gruppengewalt in der Stadtmitte“ zu verhindern. Ähnlich wie die Polizei in Stuttgart äußern sich auch die anderen Präsidien zur Silvesternacht. Die Polizei Heilbronn spricht in einer Mitteilung von einem „relativ ruhigen“ Jahreswechsel.

In Heilbronn sei es in der Nacht von Silvester auf Neujahr vereinzelten zu „Streitigkeiten und Schlägereien“ gekommen, heißt es von der Polizei weiter. Feuerwerk und Böllerwurf hätten zudem zu „einzelnen Hecken- bzw. Buschbränden“ geführt. Die Brände konnten laut Polizei aber von Feuerwehr oder Verursacher schnell gelöscht werden. „Personen wurden nicht verletzt.“ Die Feuerwerkskörper seien überwiegend auf privatem Grund abgebrannt worden, was in Baden-Württemberg erlaubt war.

Jahreswechsel in Baden-Württemberg: Die Maßnahmen galten an Silvester

Denn an Silvester war bloß ein Verkaufsverbot für Feuerwerkskörper in Deutschland* in Kraft. Das heißt: Wer noch einen Vorrat an Raketen und Böllern hatte oder sich diese im Ausland besorgte, konnte diese auf privatem Grund abfeuern. Die von der Regierung in Stuttgart erlassenen Corona-Schutzmaßnahmen für Silvester in Baden-Württemberg* sehen Versammlungsverbote, eine Gastro-Sperrstunde sowie Kontaktbeschränkungen vor. Das Abfeuern von Feuerwerkskörpern wurde nicht explizit verboten.

Vielerorts wie hier in Stuttgart waren öffentliche Plätze unbelebt.

Und so waren es aus Sicht der Polizei in Baden-Württemberg in erster Linie Kleinbrände und kleinere Krawalle in der Silvesternacht, zu welchen die Beamten ausrücken mussten. Die Polizei Karlsruhe teilte mit, dass rund 250 Verstöße gegen die geltenden Alkohol-, Böller- und Verweilverbote ausgesprochen wurden. Trotzdem spricht auch die Polizei Karlsruhe von einem „ruhigen Jahreswechsel“, der weitestgehend friedlich verlaufen ist. Auslöser für Einsätze waren zumeist Brände und kleinere Krawalle.

Jahreswechsel in Baden-Württemberg: Polizei zieht in BW ein positives Fazit

Wegen der aktuell hohen Corona-Fallzahlen in Baden-Württemberg* und der sich ausbreitenden Omikron-Variante aus Südafrika* galten an vielen Orten strikte Vorgaben. Neben einem Verkaufsverbot von Feuerwerk hatte es vielerorts ein Alkoholverbot sowie ein Verbot für das Zünden von Feuerwerkskörpern auf bestimmten öffentlichen Flächen gegeben. Laut Polizei wurde sich auch an diese Corona-Schutzmaßnahmen größtenteils gehalten. *echo24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Christoph Schmidt/dpa

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