Stärke von rund 4,0 auf der Richterskala

Erdbeben in der Nacht erschüttert Schwäbische Alb – bis Stuttgart spürbar!

  • Violetta Sadri
    vonVioletta Sadri
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Im Zollernalbkreis wurde am Dienstagmorgen ein Erdbeben erfasst. Mehrere Anwohner bemerkten den wacklenden Boden.

  • Auf der Schwäbichen Alb im Zollernbalbkreis gab es in der Nacht ein mäßig-starkes Erbeben.
  • Die Herdtiefe liegt laut dem Erdbebendienst Südwest rund 7 Kilometer unter der Erdoberfläche.
  • Es wurde in weiten Teilen Baden-Württembergs gespürt.

Starke Erdbeben, Tornados mit bis zu 600 Kilometern pro Stunde und schwere Sturmfluten kennen die meisten Deutschen nur aus weit entfernten Ländern. Wo diese häufiger auftreten, kommt es nicht selten dazu, dass sie aufgrund ihrer Stärke ganze Dörfer und Städte vernichten. Und nicht nur das! Sie reißen hunderte Menschen in den Tod. In Deutschland treten diese Naturkatastrophen - glücklicherweise - nur selten auf. Aber dennoch kommen sie vor. So wie in der Nacht zum ersten Dezember.

Baden-Württemberg: Mäßig-starkes Erdbeben erschüttert Schwäbische Alb

In Baden-Württemberg hat in der Nacht die Erde gebebt. Das Epizentrum lag zwischen Albstadt und Jungingen im Zollernalbkreis. Und das hat einige Anwohner in der Nacht sogar aus dem Schlaf gerissen. Mehrere Meldungen gingen in der Nacht bei den Behörden ein, berichtet spiegel.de. Es soll einen Knall gegeben haben, dann hat die Erde gewackelt.

Baden-Württemberg: Erdbeben reißt Menschen aus dem Schlaf im Zollernalbkreis/Schwäbische Alb

Um 00.25 Uhr meldet der Landeserdbebendienst laut einer ersten automatischen Messung ein Erdbeben mit einer Stärke von 3,7 auf der Richterskala. Der Schweizer Erdbebendienst schätzt eine Magnitude von 4,0, da automatische Messungen fehleranfällig sind. Das Erbeben war in einem Umkreis von rund 20 Kilometern zu spüren gewesen. In der Nacht zum 1. Dezember hat es auch in vielen Teilen Baden-Wüttembergs den ersten Schnee* gegeben. Experten geben eine Schockprognose zum Winter in diesem Jahr* ab – es könnte einen Rekordwinter geben, berichtet echo24.de*.

Erdbeben im Zollernalbkreis reißt Anwohner aus dem Schlaf.

Erdbeben auf der Schwäbischen Alb: Meldungen reichen weit über 20 Kilometer Umkreis hinaus

Unzählige Facebook-User meldeten dem „Schwarzwälder Boten“ , dass sie das Erdbeben gespürt haben. Die Meldungen reichen weit über den Umkreis von 20 Kilometern bis in den Landkreis Ludwigsburg und den Ortenaukreis. Gegen 3 Uhr morgens meldete der Erdbebendienst ein kleines Nachbeben mit einer Stärke von 1,8 auf der Richterskala.

Sind Erdbeben eine Seltenheit in Deutschland?

Deutschland liegt mitten auf einer tektonischen Platte, der Eurasischen Kontinentalplatte. Da die nächsten Plattengrenzen zu weit entfernt sind, kommen spürbare Erbeben in Deutschland nicht so oft vor. Es werden zwar mehrere hundert Erdbeben in Deutschland im Jahr gemessen, doch die meisten davon sind so schwach, dass nur empfindliche seismologische Instrumente sie registrieren können. Oft sind Brüche und Schwächezonen im Untergrund der Auslöser. Die meisten Erdbeben kommen im Oberrheintal, im Vogtland, in der Niederrheinischen Buch und in der Region der Schwäbischen Alb, dort wo der Zollernalbkreis liegt, vor, erklärt planet-wissen.de.

Bisher wurde ein Riss in einer Straße gemeldet, größere Schäden sind bisher nicht bekannt. Verletzte hat es nach ersten Erkenntnissen nicht gegeben. *echo24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Screenshot: Google Maps/ Bearbeiter: Sadri

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