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Corona-Regeln: So soll der Unterricht nach den Sommerferien ablaufen

Präsenzunterricht oder Homeschooling - wie sieht der Unterricht nach den Sommerferien aus? (Symbolbild)
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Präsenzunterricht oder Homeschooling - wie sieht der Unterricht nach den Sommerferien aus? (Symbolbild)
  • Christina Rosenberger
    VonChristina Rosenberger
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Eine Fahrt ins Ungewisse - In der kommenden Woche starten die Sommerferien. Aber wie sieht Schule aus, wenn die Kinder und Jugendlichen ins neue Schuljahr starten sollen?

Die Corona-Inzidenzen in Baden-Württemberg steigen wieder - und das, obwohl die Sommerferien noch nicht mal gestartet sind. Dadurch sind viele Eltern und Schüler alarmiert. Viele fragen sich, wie der Unterricht nach sechs Wochen Pause aussehen wird. Können alle Kinder wieder zurück in die Klassen, oder müssen sich viele wieder mit Homeschooling begnügen? Wie echo24.de* berichtet, berät die Landesregierung derzeit über die Umsetzung - doch einige Eckpunkte sind auch schon fix.

Dabei gilt die Maskenpflicht als weiterhin unumstößlich. Zumindest soll laut Regierung in den ersten beiden Wochen nach den Sommerferien im Unterricht wieder Maske getragen werden - unabhängig von der Inzidenz. Diese Maßnahme hat Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) bereits Ende Juni angekündigt - und sie hat eine ganz bestimmte Funktion: Die Regierung will erneute Hotspots durch Reiserückkehrer vermeiden. Denn obwohl Reisen aktuell teilweise besondere Regelungen mit sich bringen, rechnet Kretschmann mit einer „erhöhten Reisetätigkeit“.

Schule nach den Sommerferien: Diese Maßnahmen plant Baden-Württemberg

Auch Coronatests werden laut Landesregierung Standard bleiben. Sozialminister Manne Lucha (Grüne) kündigte bereits vor einigen Wochen an, dass nach den Sommerferien weiterhin regelmäßige Tests an Schulen und Kitas durchgeführt werden sollen. Und auch hier sind Urlaubs-Rückkehrer ein großer Punkt. Die Tests sollen mögliche Infektionsketten - besonders mit der ansteckenderen Delta-Variante* - zeitig unterbrechen.

Positiv daran ist, dass das Land auch weiterhin die Kosten für Tests in Schulen und Kitas aufkommen will. Teilweise sollen laut Lucha sogenannte Lolli-Tests verwendet werden, da diese als besonders kinderfreundlich gelten. Das Land nimmt für die Teststrategie an Schulen 76 Millionen Euro in die Hand*. Doch das sind noch immer nicht alle Maßnahmen.

Schule nach den Sommerferien in Baden-Württemberg: Präsenzunterricht möglich?

Denn auch Lüften gehört zum Schulkonzept der Baden-Württembergischen Landesregierung nach den Sommerferien. Dabei sollen teilweise auch Luftfilter zum Einsatz kommen* - vor allem bei den jüngeren Schülern. Dazu sollen die Schulen 60 Millionen Euro von der Landesregierung erhalten, doch wann genau die Geräte dann eingesetzt werden können und ob dafür die Ferien genutzt werden, ist bisher nicht ganz klar.

Und obwohl zumindest für den Anfang des Schuljahres Präsenzunterricht geplant ist, behält sich die Baden-Württembergische Landesregierung vor, im Herbst auch wieder Fern- und Hybridunterricht einzusetzen, um eine mögliche vierte Welle einzudämmen. Kultusministerin Theresa Schopper (Grüne) erklärte im Juni, dass besonders mit Blick auf die Virusmutationen nicht ausgeschlossen werden könnte, dass erneut weitere Schutzmaßnahmen eingeführt werden zu müssen.

Schule nach den Sommerferien: Impfungen bei Kindern als Option?

Zwar sei es übertrieben, an Schulschließungen zu denken, da Kinder meist mit einem leichten Verlauf des Coronavirus davonkommen, doch Wechselunterricht konnte auch die Kultusministerin nicht ausschließen. Denn die Ständige Impfkommission (STIKO) hat Corona-Impfungen für Kinder noch immer nicht grundsätzlich empfohlen. STIKO-Chef Mertens schockte kürzlich bei Markus Lanz sogar mit der Aussage, er würde seine Enkel nicht gegen Corona impfen lassen und ließ damit die Frage im Raum stehen: Sind Corona-Impfungen für Kinder unnötig*?

Der FDP-Chef Christian Lindner und andere hochrangige Politiker fordern dagegen die Impfung von Schülern. Doch auch wenn viele mit Sorge auf das kommende Schuljahr blicken: Die Schulen bereiten sich auf die Rückkehr der Schüler vor. Auch ein Heilbronner Schulleiter hat kürzlich gegenüber echo24.de* Klartext gesprochen*. Christoph Zänglein blickt zwar zuversichtlich auf das kommende Schuljahr, allerdings auch nicht zu optimistisch. *echo24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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