Schwarzwald und Schwäbische Alb

Ansturm auf Schnee-Gebiete in Baden-Württemberg: Heftige Konsequenzen angekündigt

Die Nordhelle, eine Rodelpiste.
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Der Schnee lockt aktuell täglich Winter-Ausflügler an beliebte Orte in Baden-Württemberg.
  • Julia Cuprakowa
    vonJulia Cuprakowa
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Der Schnee lockt aktuell Winter-Ausflügler an beliebte Ausflugsziele. Politiker und die Polizei kündigen harte Konsequenzen an.

Schneemann bauen, Schneespaziergang machen oder Schlitten fahren – trotz Mahnungen aus der Politik tummeln sich am Samstag, 9. Januar, erneut viele Tages-Touristen an beliebten Winterausflugszielen in Baden-Württemberg. Wegen des großen Andrangs auf den Nordschwarzwald wurden bereits am Morgen alle Zufahrtsstraßen zur Schwarzwaldhochstraße gesperrt, wie ein Polizeisprecher aus Offenburg mitteilte.

Schneegebiete in Baden-Württemberg: Erneuter Ansturm auf Winterausflugsgebiete

Wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet, waren die Parkplätze rund um die Ausflugsziele bereits am Vormittag vollständig belegt. „Es macht keinen Sinn, in die Schneegebiete im Nordschwarzwald zu fahren“, sagte ein Sprecher der Polizei. Die Menschen, die mit ihren Autos auf den gesperrten Straßen stehen, seien jedoch meist einsichtig und akzeptieren die Anweisungen der Beamten.

In Zeiten des Lockdowns und den stetig steigenden Corona-Neuinfektionen in Baden-Württemberg freuen sich die Bürger über jede Möglichkeit, etwas Neues zu erleben. Viel Neuschnee ist ein solches Erlebnis. Doch die vielen Winter-Begeisterten sorgen aktuell für mächtig Chaos und zwingen die Polizei dazu, hart durchzugreifen – so auch beim Stocksberg in Beilstein (Landkreis Heilbronn), letztes Wochenende.

Baden-Württemberg: Erneuter Ansturm auf Schneegebiete - Kretschmann kündigt harte Konsequenzen an

Auch die Schwäbische Alb war das Ziel vieler Ausflügler an diesem Samstag. „Es ist zwar viel los, doch es ist noch nicht chaotisch“, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidium Reutlingen. Die Parkplätze seien gut gefüllt. Die Notwendigkeit, Straßen zu sperren, habe es jedoch noch nicht gegeben.

Da es trotz des Corona-Lockdowns immer wieder zu chaotischen Szenen an den winterlichen Ausflugszielen kam, kündigte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) im Landtag ein konsequentes Vorgehen gegen Überfüllung in den Schneeregionen im Land an. Tourismusminister Guido Wolf (CDU) rief die Bürger erneut zum Verzicht auf. Innenminister Thomas Strobl (CDU) sagte, es komme nun auf jeden Einzelnen an und klar sei, „dass wir diesen Leichtsinn nicht tolerieren können“.

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