Menschen aus Baden-Württemberg mit schlechter Impfquote

RKI-Statistik deckt auf: Diese Bevölkerungsgruppen haben eine schlechte Impfquote

Berlin Pressekonferenz
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RKI-Statistik deckt auf: Diese Bevölkerungsgruppen haben eine schlechte Impfquote.
  • Dominik Jahn
    VonDominik Jahn
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Baden-Württemberg kommt nicht gut weg in der Statistik des Robert Koch-Instituts. Doch die Zahlen haben einen Haken.

Es ist soweit, für Baden-Württemberg wird ab Mittwoch eine neue Alarmstufe gelten - noch härtere Corona-Regeln. Die Landesregierung reagiert damit auf steigende Werte. Die aktuellen Zahlen im Coronavirus-Ticker von echo24.de zeigen die Entwicklung der vergangenen Wochen. Jetzt hat das Robert Koch-Institut (RKI) eine Impfstatistik veröffentlicht.

RKI-Statistik: Baden-Württemberg mit schlechter Impfquote

Das RKI hat dabei laut der Deutschen Presse-Agentur (dpa) in einer Erhebung Bevölkerungsgruppen mit geschätzt geringerer Covid-19-Impfquote ausgemacht. Dazu zählen etwa Menschen im Alter von 30 bis 39 Jahren, Menschen in Kurzarbeit/Arbeitslose, Menschen mit Migrationshintergrund, Bewohner in Orten mit weniger als 20.000 Einwohnern.

Außerdem nennt das RKI in der Impfquoten-Statistik auch Menschen aus Bayern und Baden-Württemberg. Eine Tatsache die Baden-Württembergs Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann gar nicht gefallen dürfte. Sicher auch ein Grund, warum er jetzt auf die verschärften Corona-Regel setzt.

Impfquote bei Medizinern laut RKI-Statistik nicht besser

Befragt wurden für die Erhebung des Robert Koch-Instituts gut 3.000 deutschsprachige Erwachsene im Zeitraum Mitte September bis Mitte Oktober. Relevante Geschlechterunterschiede seien nicht festgestellt worden, hieß es. Wie die dpa schreibt, zeige eine Auswertung nach Berufsgruppen, dass Personal in Medizin und Pflege als eine der Hauptzielgruppen der Impfstrategie „nicht besser geimpft ist als andere Berufsgruppen“.

Robert Koch-Institut (RKI)

Das Robert Koch-Institut (RKI) ist die biomedizinische Leitforschungseinrichtung der deutschen Bundesregierung. Ziel des Instituts ist es, die Bevöl­ke­rung vor Krank­heiten zu schützen und ihren Gesundheits­zu­stand zu verbessern. Laut Angaben der Einrichtung arbeiten und forschen im RKI jeden Tag gemein­sam 1.100 Menschen aus 90 verschiedenen Berufen. Wissenschaftler des RKI erheben Daten zu nicht-übertragbaren Krankheiten wie Diabetes und Krebs, zu Infektions­krankheiten und (neuen) bio­lo­gischen Gefahren. Darauf basierend werden konkrete Empfehlungen und Präventions­konzepte entwickelt.

Außerdem gaben laut dem Bericht des RKI mehr als 9 von 10 Teilnehmern an, mindestens einmal geimpft oder impfbereit zu sein (91,3 Prozent). Daraus lässt sich für die Verantwortlichen deutlich erkennen, welche Impfquote hierzulande noch erreicht werden könnte. Doch die Werte haben eine Haken. Aus der Befragung könnten demnach zu hohe Zahlen hervorgehen - zum Beispiel, weil Menschen oft sozial erwünschte Antworten geben. Derzeit laufe auch noch eine Umfrage mit Interviews auf Russisch, Polnisch, Arabisch, Türkisch und Englisch.

RKI-Statistik: Jeder Dritte will keine Impfung

Außerdem ergab die Erhebung des RKI: mehr als jeder Dritte (36,5 Prozent) unter den ungeimpften Befragten gab an, sich „auf keinen Fall“ impfen lassen zu wollen. Unter den bereits vollständig Geimpften gaben fast 82 Prozent an, einen Booster auf jeden Fall oder eher in Anspruch nehmen zu wollen.

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