Corona-Verordnung Baden-Württemberg

Quarantäne-Hammer in Baden-Württemberg: Verschärfte Regeln wegen Corona-Mutationen

  • Lisa Klein
    vonLisa Klein
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Aufgrund der rasanten Ausbreitung der hochansteckenden Corona-Mutanten hat das Land Baden-Württemberg nun die Quarantäne-Bestimmungen angepasst.

Die Corona-Verordnung des Landes wird regelmäßig an die aktuelle Infektionslage angepasst. Zwar sinken momentan die Corona-Neuinfektionen in Baden-Württemberg, doch Virologen und Immunologen warnen bereits vor einer anrollenden dritten Welle durch die Mutanten. Daraufhin hat das Land Baden-Württemberg die Corona-Verordnung erneut überarbeitet und die Quarantäne-Regelungen massiv verschärft.

Neue Quarantäne-Regeln in Baden-Württemberg: Was hat sich geändert?

Laut der aktuellen Corona-Verordnung in Baden-Württemberg müssen sich künftig Kontaktpersonen der Kategorie 1 nicht nur zehn, sondern ganze 14 Tage lang in Quarantäne begeben. Zudem werden vor allem die Regelungen der Einreise-Quarantäne verschärft: Wer aus einem Gebiet mit einem hohen Inzidenzwert einreist, kann sich künftig nicht mehr von der Quarantänepflicht durch einen negativen Corona-Test befreien lassen. Ebenfalls muss sich jeder, der aus einem Gebiet einreist, in dem die Virusmutanten bereits verbreitet sind, 14 Tage lang in Quarantäne begeben.

Wer zählt als Kontaktperson der Kategorie 1?

Kontaktpersonen der Kategorie 1 sind Personen, die mit einem Corona-Infizierten kumulativ mindestens 15 Minuten direkten Gesichts-Kontakt hatten, ohne einen Sicherheitsabstand von 1,5 Metern und das Tragen eines Mund-Nasen Schutzes. Kumulativ bedeutet, dass diese 15 Minuten Kontakt nicht unmittelbar am Stück erfolgt sein müssen und beispielsweise auch Kontaktzeiten von drei mal fünf Minuten bereits in diese Kategorie fallen.

Zudem zählen zu der Kategorie 1 der Kontaktpersonen alle Haushaltsmitglieder sowie Personen wie Arbeitskollegen, die 30-minütigen Kontakt zu einer infizierten Person in einem geschlossenen Räumen mit erhöhter Aerosol-Konzentration hatten.

Auch für Personen, die bereits an Corona erkrankt sind, hat sich durch die neue Corona-Verordnung in Baden-Württemberg etwas geändert. Zuvor waren Genesene für sechs Monate von einer Quarantänepflicht befreit. Dieser Zeitraum wurde nun aufgrund der sich weiter ausbreitenden Corona-Mutanten auf drei Monate gekürzt.

Relevant für die geplanten Schulöffnungen in Baden-Württemberg ist, dass sich laut der neuen Regelungen Schüler erst ab dem fünften Tag von einer Quarantäne „freitesten“ lassen können, vorausgesetzt es steht fest, dass sich die positiv getestete Kontaktperson nicht mit einer der Virusmutationen infiziert hat.

Rubriklistenbild: © Tobias C. Köhler/dpa

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