Beschränkungen auch für Geimpfte

Neue Corona-Verordnung in BW: Vorteile für Menschen mit Impfauffrischung

  • Julia Cuprakowa
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In der neuen Corona-Verordnung setzt Baden-Württemberg auf die 2G-plus-Regelung – allerdings sind Geboosterte davon ausgenommen.

Die Infektionslage in Baden-Württemberg ist weiter sehr kritisch, wie echo24.de im aktuellen Corona-Ticker berichtet. Daher verschärft Baden-Württemberg nach dem gemeinsamen Beschluss von Bund und Ländern die Corona-Maßnahmen erneut. Dafür werden die 2G- und 2G-plus-Regelungen in vielen Bereichen ausgeweitet – allerdings nicht für alle. Denn: Für Menschen mit Impfauffrischung soll es im Südwesten jetzt doch Vorteile bei der 2G-plus-Regel geben. Die 2G-plus-Regel bedeutet, dass sich auch geimpfte und genesene Personen testen lassen müssen.

Neue Corona-Verordnung in Baden-Württemberg: Vorteile für Geboosterte bei 2G-plus-Regelung

Das Gesundheitsministerium teilte in einer Kehrtwende am heutigen Abend (3. Dezember) mit, dass mit der neuen Corona-Verordnung für Baden-Württemberg, die am Samstagmorgen in Kraft treten soll, bei der 2G-plus-Regelung die Testpflicht für Geboosterte entfalle. Also für alle Menschen, die bereits eine Auffrischungsimpfung gegen Corona erhalten haben.

Das teilte der Amtschef des Sozial- und Gesundheitsministeriums, Professor Uwe Lahl in einem Schreiben mit: „Personen, die bereits geboostert sind, müssen überall dort, wo die 2G-plus-Regel gilt, keinen aktuellen negativen Corona-Test mehr vorlegen – also zum Beispiel in Gaststätten, im Zoo oder bei Freizeit- und Kulturveranstaltungen.“ Damit wolle man den hohen Schutz vor Infektionen berücksichtigen, den Menschen nach drei Impfungen hätten.

Geboosterte müssen sich bei 2G-Plus nicht testen – Gesundheitsministerium bittet Polizei um Kulanz

Zudem hat der Amtschef in einem Brief die Ortspolizeibehörden gebeten, mit der Ahndung der Verstöße gegen die aktuellen Corona-Regeln in Baden-Württemberg bis Anfang nächster Woche kulant umzugehen. Das heißt: Diese noch nicht zu sanktionieren. „Die Lage ist sehr ernst, deshalb sollen wir uns natürlich alle an die neuen Regeln halten. Wir wissen aber, dass die neue Verordnung sehr kurzfristig kommt. Das ist eine riesige Herausforderung, etwa für Veranstalterinnen und Gastronomen“, sagte Lahl.

„Deshalb sollten die Ortspolizeibehörden der Städte und Gemeinde, die für die Kontrolle der Corona-Verordnung zuständig sind, dies auch bei der Ahndung etwaiger Verstöße berücksichtigen. Das gilt vor allem für die Gastronomie und Kultur- und Freizeiteinrichtungen. Aber klar ist: Wir brauchen diese neuen Regeln, um die Infektionslage und die Situation in den Krankenhäusern einigermaßen in den Griff zu bekommen. Von Ende nächster Woche an werden die neuen Regeln deshalb kontrolliert und sanktioniert“, heißt es in der Mitteilung des Gesundheitsministeriums weiter.

Rubriklistenbild: © Marijan Murat/dpa

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