Modellprojekte in anderen Städten geplant

Modellprojekte in Baden-Württemberg geplant: Tourismus, Kultur und Freizeit

  • Lisa Klein
    vonLisa Klein
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In Baden-Württemberg soll es künftig neben dem Modellprojekt für Gastronomie und Einzelhandel in Tübingen noch weitere in den Bereichen Tourismus, Kultur und Freizeit geben.

Mit ausgewählten Modellprojekten will Baden-Württemberg Konzepte für Öffnungen im Tourismussektor, im Kulturbereich und bei Freizeitaktivitäten erproben. Bis zum Donnerstag (20. Mai) können Vorschläge für Öffnungen mit entsprechendem Modellcharakter eingereicht werden, wie das baden-württembergische Sozialministerium am Dienstag (18. Mai) mitteilte.

Voraussetzung sei eine stabile Inzidenz von unter 100 im jeweiligen Land- oder Stadtkreis, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet. Die Öffnungen müssen von strengen Hygiene- und Schutzmaßnahmen sowie einem umfassenden Testkonzept begleitet werden — ähnlich wie in Tübingen. Außerdem müsse ein digitales System zur Kontaktpersonennachverfolgung vorliegen sowie eine wissenschaftliche Begleitung sichergestellt sein, wie *echo24.de berichtet.

„Mit den Modellprojekten wollen wir wertvolle Erkenntnisse gewinnen, die wir in weitere Öffnungsüberlegungen und Lockerungen einbeziehen werden

Uwe Lahl, Amtschef des Sozialministeriums.

Baden-Württemberg: Modellprojekte im Bereich Tourismus, Kultur und Freizeit geplant

Welcher Anwärter tatsächlich den Status als Modellprojekt bekommt, werde in einer enger Abstimmung mit den Gesundheitsämtern und den kommunalen Landesverbänden getroffen. Der Europapark hat den Zuschlag bereits erhalten. Der Freizeitpark in Rust (Ortenaukreis) darf als Modellprojekt ab Freitag wieder für eine begrenzte Besucherzahl öffnen.

Eigentlich dürfen Freizeitparks in Baden-Württemberg laut der aktuellen Corona-Verordnung des Landes erst in einer dritten Öffnungsstufe wieder Besucher empfangen — also frühestens etwa einen Monat nach dem Außerkrafttreten der Bundesnotbremse im jeweiligen Kreis. Über die weiteren Modellprojekte solle nach Pfingsten Klarheit bestehen, erklärte das Ministerium.

Sinkende Inzidenzen in Baden-Württemberg: Weitere Modellprojekte geplant

„Der Trend geht in die richtige Richtung, das Infektionsgeschehen nimmt auch in Baden-Württemberg stetig ab“, sagte der Amtschef des Sozialministeriums, Prof. Uwe Lahl, am Dienstag (18. Mai) in Stuttgart. „Wir öffnen mit Umsicht und Vorsicht. Mit den Modellprojekten wollen wir wertvolle Erkenntnisse gewinnen, die wir in weitere Öffnungsüberlegungen und Lockerungen einbeziehen werden. Deshalb ist es wichtig, dass die Modellvorhaben wissenschaftlich eng begleitet werden.“

Da mit dem gestuften Öffnungskonzept, das mit der aktuellen Corona-Verordnung vom 13. Mai 2021 umgesetzt wurde, bereits Öffnungsschritte in verschiedenen Bereichen vollzogen wurden, stehen nun auch Modellprojekte in den Bereichen Tourismus, Kinder- und Jugendarbeit, Kultur oder von Freizeiteinrichtungen im Fokus.

Modellprojekte für Öffnungen in BaWü: Weiterhin „verantwortungsvolles Verhalten gefragt“

Als Beispiel nannte der Amtschef etwa Vorhaben im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit, die teilweise bereits in den Pfingstferien starten sollen, wie das Ministerium für Soziales und Integration mitteilt. „Wir wollen dadurch die Chance nutzen, aus den bevorstehenden Pfingstferien bereits Erfahrungen für den Sommer zu gewinnen“, so Lahl. Deshalb müsse über die entsprechenden Projekte kurzfristig vor den Pfingstferien entschieden werden.

„Trotz der Freude über die aktuellen Öffnungsschritte ist aber von uns allen auch weiterhin ein verantwortungsvolles Verhalten gefragt, um die Erfolge beim Infektionsgeschehen nicht zu gefährden und weitere Öffnungen zu ermöglichen“, so Amtschef Lahl abschließend. *echo24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Felix Kästle/dpa

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