Inzidenzen in Baden-Württemberg sinken

Modellprojekte in Baden-Württemberg: Was als Versuch zusätzlich öffnen darf

Junge Menschen tanzen in einer Diskothek.
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Baden-Württemberg genehmigt zahlreiche Modellprojekte im Bereich des Tourismus und Kultur. 
  • Julia Cuprakowa
    vonJulia Cuprakowa
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Baden-Württemberg macht den Weg frei für zahlreiche Modellprojekte. Demnach darf sich die Tourismus- und Kulturbranche über baldige Öffnungen freuen.

Ein Blaskonzert oder ein Fußballturnier? Eine durchtanzte Nacht oder Schlussapplaus nach dem Theaterabend? Ewig scheint das angesichts der langen Corona-Zwangspause her zu sein. Nun macht Baden-Württemberg wegen der konstant sinkenden Infektionszahlen den Weg frei für weitere Modellprojekte im Bereich des Tourismus, Kultur, Sport und der Clubszene, wie echo24.de bereits berichtete.

19 Modellprojekte können an den Start gehen, um Konzepte für eine Zukunft mit weiter gesunkenen Corona-Zahlen zu erproben, wie das Gesundheitsministerium am Samstag, 29. Mai, in Stuttgart mitteilte. Voraussetzung: eine stabile Inzidenz von unter 100 im jeweiligen Land- oder Stadtkreis.

Baden-Württemberg: Land genehmigt Modellprojekte im Bereich Tourismus, Kultur und Sport

Ausgewählt wurden unter anderem Projekte für Chor- und Orchesterkonzerte, für Sehenswürdigkeiten, für die Freilichtspiele in Schwäbisch Hall und Ötigheim und das Welfenfest in Weingarten. Der Südbadische Fußballverband will die Mini-Fußballspieltage organisieren, in Ludwigsburg sollen Angebote für Jugendliche umgesetzt und in Ravensburg zwei Clubs geöffnet werden. Der Rems-Murr-Kreis plant sechs Open-Air-Konzerte im Aspacher Fußballstadion und Baden-Baden will seine Casinos und Spielhallen öffnen, berichtet die Deutsche Presse-Agentur (dpa).

Allerdings könnte sich das eine oder andere Projekt als Modell bald erledigt haben. Denn mit der geplanten neuen Corona-Verordnung soll es Städten und Kreisen mit einer Inzidenz unter 50 auch erlaubt werden, unmittelbar in die nächste Öffnungsstufe einzutreten und Auflagen zu lockern. „Es braucht damit kein zeitliches Durchlaufen der einzelnen Öffnungsschritte“, teilte das Ministerium mit. Dank dieser generellen Öffnungsperspektive könnten zahlreiche eingereichte Modellvorhaben regulär im Rahmen der Corona-Verordnung umgesetzt werden, teilten Städtetag, Gemeindetag und Landkreistag mit.

Demnach könnte das für mehr als die Hälfte der Städte und Kreise im Land infrage kommen. Denn landesweit lag die 7-Tage-Inzidenz bereits am Freitag nach Angaben des Landesgesundheitsamtes Baden-Württemberg bei 46,6 Ansteckungen pro 100.000 Einwohner. 23 der insgesamt 44 Stadt- und Landkreise unterschreiten nach aktuellem Stand die 50er Schwelle und keine einzige Region liegt noch bei einer dreistelligen Inzidenz.

Modellprojekte in Baden-Württemberg: Branchen brauchen Öffnungsperspektive

Insgesamt gingen nach Angaben des Ministeriums 83 Anträge für die Modellprojekte ein, also fast jede zweite aus der Kultur-Branche.

Der Anteil von gut 50 Prozent zeigt, wie dringend gerade diese Branche Öffnungsperspektiven braucht.

Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne)

Wie die dpa weiter berichtet, sei die Auswahl der Modellprojekte in Baden-Württemberg nicht leichtgefallen. Kriterien seien die wissenschaftliche Begleitung gewesen und die Frage, wie sehr sich die Projekte auf die jeweiligen Lebensbereiche oder die Branche übertragen ließen. Auch die Qualität von Test- und Hygienekonzepten sowie die digitale Nachverfolgung von Kontakten - ähnlich wie in Tübingen - hätten eine Rolle gespielt.

Der Europapark hatte den Zuschlag bereits erhalten und vor einer Woche geöffnet. Der Erlebnispark Tripsdrill in Baden-Württemberg hatte sich ebenfalls als Modellprojekt beworben. Die Verantwortliche hoffen auf eine baldige Öffnung für Besucher. Eigentlich dürfen Freizeitparks in Baden-Württemberg erst in der dritten Öffnungsstufe wieder Besucher empfangen - also frühestens etwa einen Monat nach dem Außerkrafttreten der sogenannten Bundes-Notbremse im jeweiligen Kreis.

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