Aktuelle Corona-Verordnung

Was darf öffnen in Baden-Württemberg? Inzidenz-Regeln und Notbremse im Überblick

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  • Julia Thielen
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Was darf in Baden-Württemberg aktuell öffnen - und was nicht? Inzidenzen und Notbremse regeln das regional unterschiedlich. Die Regeln im Überblick.

Update vom 7. März: Ab dem morgigen Montag, 8. März, gilt in Baden-Württemberg eine neue Corona-Verordnung. Diese hat das Land nun beschlossen und veröffentlicht. Mit ihr einher gehen weitreichende Schritte eines umfangreichen Stufenplans für Lockerungen und Öffnungen. Während der Lockdown weiter bestehen bleibt, sind die ersten vorsichtigen Annäherungen an die Normalität in Baden-Württemberg - anders als im Bund-Länder-Gipfel vorgesehen- nicht an die landesweite 7-Tages-Inzindez geknüpft.

Stattdessen gelten die Corona-Regeln jeweils abhängig von der aktuellen Lage in den einzelnen Stadt- und Landkreisen. Wird eine Region erneut zum Hotspot wird umgehend die sogenannte „Notbremse“ gezogen, die dann wiederum Schließungen und Beschränkungen nach sich zieht.

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Kultusministerin Susanne Eisenmann hatten sich nach dem Corona-Gipfel auf das weitere Vorgehen in Baden-Württemberg geeinigt. Ab dem 8. März gibt es demnach klare Bedingungen für Lockerungen und Öffnungen. In Kreisen mit einer Inzidenz unter 50 gibt es deutlich mehr Freiheiten, als in Kreisen mit einem höheren Infektionsgeschehen. Bei einer Inzidenz von über 100 greift zudem die Notbremse.

Baden-Württemberg: Lockerungen und Öffnungen - das gilt bei unterschiedlichen Inzidenzen

Ab dem 8. März gelten landesweit nun folgende Lockerungen und Öffnungen - vorausgesetzt ist eine 7-Tages-Inzindez von unter 100:

  • Kontakte: Erlaubt sind Treffen zwischen zwei Haushalten und mit maximal fünf Personen. Kinder unter 14 Jahren zählen nicht hinzu. Auch Paare, die nicht zusammen leben, zählen als ein Haushalt.
  • Maskenpflicht: Das Gebot zum Tragen medizinischer Masken bleibt bestehen. Ab sofort gilt die Regelung auch in wieder eröffneten Geschäften oder bei den sogenannten „körpernahen Dienstleistungen“.
  • Einzelhandel: Unter Berücksichtigung der Corona-Auflagen dürfen Buchhandlungen wieder vollständig öffnen. Der restliche Einzelhandel kann ebenfalls öffnen, muss aber eine sogenannte Click&Meet-Regelung beachten. Das heißt, dass Kunden nur für ein gebuchtes Zeitfenster im Laden sein dürfen. Außerdem müssen sie ihre Daten zur Kontaktnachverfolgung hinterlegen. Geöffnete Geschäfte müssen zudem - je nach Größe der Verkaufsfläche - auf die Begrenzung der Kunden achten.
  • Baumärkte und Gartencenter: Hier darf wieder das gesamte Sortiment angeboten werden. Aber auch hier gilt eine Begrenzung der Kundenzahl abhängig von der Verkaufsfläche.
  • Körpernahe Dienstleistungen: Friseure, Barbershops, Tattoo- und Piercing-, Kosmetik-, Nagel- und Massagestudios dürfen uneingeschränkt öffnen. Sollte bei einer der Dienstleistungen das Tragen einer medizinischen Maske nicht möglich sein, muss ein tagesaktueller Schnell- oder Selbsttest des Kunden, sowie ein Testkonzept für das Personal vorliegen.
  • Sport: Individualsport im Freien und in Innenanlagen ist möglich. Auch hier gilt, das maximal fünf Personen aus zwei Haushalten zusammenkommen dürfen. Bei kontaktarmen Sportarten im Freien sind Gruppen von bis zu 20 Kindern unter 15 Jahren erlaubt. Geschlossen bleiben aber unter anderem Sport- und Fitnessstudios sowie Schwimmbäder.
  • Kultur und Freizeit: Zoologische oder botanische Gärten wie die Wilhelma in Stuttgart dürfen ab Montag öffnen. Auch Galerien und Museen dürfen wieder Besucher empfangen. Voraussetzung ist eine vorherige Terminbuchung und die Kontaktnachverfolgung der Besucher.

Lockerungen in Baden-Württemberg: Weitere Öffnungen bei Inzidenz unter 50

Unterschreitet ein Land- oder Stadtkreis - wie aktuell beispielsweise im ehemaligen Hotspot Heilbronn der Fall - die 7-Tages-Inzidenz von 50 stabil sind weitere Öffnungen und Lockerungen in Baden-Württemberg möglich. Das Gesundheitsamt muss pürfen, ob die Inzidez an mindestens fünf aufeinanderfolgenden Tagen unter 50 lag. Danach sind folgende weitere Schritte möglich:

  • Musik- und Kunstschulen: Durchführung von Einzel- und Gruppenunterricht von bis zu maximal fünf Kindern bis einschließlich 14 Jahre erlaubt
  • Einzelhandel: Click&Meet nicht mehr notwendig, Besuch unter Berücksichtigung der Hygieneauflagen uneingeschränkt möglich
  • Sport: kontaktarmer Sport im Freien und auf Außenanlagen mit maximal 10 Personen erlaubt
  • Freizeit und Kultur: Besuch von Museen, Galerien , Zoos und botanischen Gärten ohne vorherige Terminbuchung, aber mit Kontaktnachverfolgung möglich

Lockerungen in Baden-Württemberg: Wann die Notbremse greift

Sollte ein Kreis in Baden-Württemberg die 7-Tages-Inzidenz von 100 überschreiten, so muss die Notbremse gezogen werden. Dann gelten wieder deutlich strengere Regeln.

  • Kontakte: Es dürfen sich wieder nur ein Haushalt und maximal eine weitere Person treffen. Kinder unter 15 Jahren werden nicht mitgezählt.
  • Einzelhandel: Click&Meet wird wieder duch Click&Collect ersetzt - Geschäfte müssen schließen.
  • Körpernahe Dienstleistungen: Friseure, Kosmetikstudios usw. müssen schließen. Nur medizinisch notwendige Behandlungen sind noch erlaubt.
  • Sport: Schließung von Außen- und Innenanlagen für den Amateur- und Freizeitsport. Individualsport wie Golf weiter erlaubt. Gruppensport im Freien aber untersagt.
  • Freizeit und Kultur: Museen, Galerien, Zoos und Botanische Gärten müssen wieder schließen.

Lockerungen in Baden-Württemberg: Das gilt ab 15. März für Schulen

Auch für die Schulen in Baden-Württemberg gibt es nun eine weitere Öffnungsperspektive. Allerdings erst ab dem 15. März. Grundschulen sowie die Klassenstufen 5 und 6 kehren demnach zu einem „eingeschränkten Präsenzbetrieb unter Pandemiebedingungen“ zurück. Die AHA-Regeln sollen beachtet werden, außerdem ist Sportunterricht weiterhin nicht gestattet. Die Teststrategie soll zudem ausgebaut werden.

Lockerungen in Baden-Württemberg: Diese Regeln gelten ab 8. März

Update vom 6. März: Bereits ab Montag, 8. März, werden die ersten neuen Lockerungen des Corona-Lockdowns in Baden-Württemberg in Kraft treten - mithilfe eines komplexen Stufenplans, der sich an den jeweiligen 7-Tage-Inzidenzen der Land- und Stadtkreise oder des Landes orientiert (wir berichteten am 4. März). Die Verwirrung ist groß: Was darf nun wann und wo öffnen - und was nicht?

Klar ist: Das von Bund und Länder vereinbarte Öffnungskonzept umfasst mehrere Stufen, die grundsätzlich an die Inzidenzen gebunden sind. Baden-Württemberg wird dabei die Inzidenzen in den Landkreisen zum Maßstab nehmen, sodass in Landkreisen mit niedriger Inzidenz mehr möglich sein wird. Ab Montag werden folgende Lockerungen gelten (Achtung: Die genauen Regelungen der neuen Corona-Verordnung sind derzeit in der Abstimmung in der Landesregierung - die Übersicht kann sich also noch im Detail ändern!)

Lockerungen in Baden-Württemberg: Das sind die neuen Regeln ab Montag - diese Bereiche öffnen

Diese Lockerungen gelten landesweit ab dem 8. März (einige Punkte gelten nicht in Landkreisen, die dauerhaft über einer 7-Tage-Inzidenz von 100 liegen):

  • Treffen von bis zu fünf Personen aus nicht mehr als zwei Haushalten sind wieder möglich. Die Kinder der beiden Haushalte bis einschließlich 14 Jahre zählen dabei wieder nicht mit. Paare die nicht zusammenleben gelten als ein Haushalt.
  • Buchhandlungen dürfen wieder unter den Hygieneauflagen für den Einzelhandel öffnen – Maskenpflicht (medizinische oder FFP2-/KN95-/N95-Maske), Begrenzung der Kundenzahl auf einen Kunden pro zehn Quadratmeter (m²) für die ersten 800 Quadratmeter Verkaufsfläche und einem weiteren Kunden für jede weiteren 20 m² Verkaufsfläche.
  • Gärtnereien, Blumenläden, Baumschulen, Garten-, Bau-, und Raiffeisenmärkte dürfen wieder ihr komplettes Sortiment anbieten. Hier gelten ebenfalls die Hygieneauflagen für den Einzelhandel.
  • Der Betrieb von Sportanlagen und Sportstätten im Freien (ohne Schwimmbäder) ist für den Freizeit- und Amateurindividualsport mit maximal fünf Personen aus nicht mehr als zwei Haushalten erlaubt. Die Kinder der beiden Haushalte bis einschließlich 14 Jahre zählen dabei wieder nicht mit. Auch wird es wieder Ausnahmen für nicht in einem gemeinsamen Haushalt lebende Lebenspartnerinnen und Lebenspartner geben. Sport in Gruppen von bis zu 20 Kindern bis einschließlich 14 Jahren ist ebenfalls möglich. Die Nutzung von Umkleiden, sanitären Anlagen und anderen Aufenthaltsräumen oder Gemeinschaftseinrichtungen ist in keinem Fall erlaubt.
  • Körpernahe Dienstleistungen sind wieder erlaubt. Dazu zählen Kosmetik-, Nagel-, Massage-, Tattoo- und Piercingstudios, sowie kosmetische Fußpflegeeinrichtungen und ähnliche Einrichtungen. Bei den Behandlungen müssen Kunden und Beschäftige eine medizinische oder FFP2-/KN95-/N95-Maske tragen. Wenn bei einer Behandlung oder aus anderen Gründen keine Maske getragen werden kann, müssen die Kunden einen tagesaktuellen negativen Schnelltest haben.
  • Friseurbetriebe und Barbershops dürfen wieder alle Dienstleistungen anbieten. Bei den Behandlungen müssen Kunden und Beschäftige eine medizinische oder FFP2-/KN95-/N95-Maske tragen. Wenn bei einer Behandlung oder aus anderen Gründen keine Maske getragen werden kann, müssen die Kunden einen tagesaktuellen negativen Schnelltest haben.
  • Boots- und Flugschulen dürfen wieder öffnen. Bei der praktischen Ausbildung und Prüfung sowie bei der theoretischen Prüfung müssen Schüler und Ausbildende eine medizinische oder FFP2-/KN95-/N95-Maske tragen. Theorieunterricht darf wie bei den bereits geöffneten Fahrschulen nur online angeboten werden.
  • Der Einzelhandel darf sogenanntes „Click & Meet“ anbieten. Kunden können nach vorheriger Terminabsprache sich in einem festen Zeitfenster in einem Laden beraten lassen und einkaufen. Dabei darf nicht mehr als ein Kunde pro 40 Quadratmeter (m²) gleichzeitig anwesend sein. In einem Geschäft mit 400 m² Verkaufsfläche, dürfen also gleichzeitig zehn Kunden nach vorheriger Terminabsprache anwesend sein. Kund*innen und Beschäftige müssen eine medizinische oder FFP2-/KN95-/N95-Maske tragen.
  • Nach vorheriger Terminbuchung und Dokumentation der Kontaktdaten vor Ort dürfen Museen, Galerien, Gedenkstätten, zoologische und botanische Gärten besucht werden.

Diese Lockerungen gelten zusätzlich in Landkreisen mit einer stabilen 7-Tage-Inzidenz unter 50. Stabil bedeutet: Die Inzidenz liegt seit fünf Tagen unter 50:

  • Einzelhandel, Ladengeschäfte und Märkte können unter geltenden Hygieneauflagen für diesen Bereich wieder komplett öffnen: Maskenpflicht (medizinische oder FFP2-/KN95-/N95-Maske), Begrenzung der Kundenzahl auf einen Kunden pro zehn Quadratmeter (m²) für die ersten 800 Quadratmeter Verkaufsfläche und einem weiteren Kunden für jede weiteren 20 m² Verkaufsfläche.
  • Museen, Galerien, Gedenkstätten, zoologische und botanische Gärten können auch ohne vorherige Buchung besucht werden.
  • Kontaktfreier Sport in kleinen Gruppen von nicht mehr als zehn Personen ist im Freien und auf Außensportanlagen möglich.
  • Sport im Freien in Gruppen von bis zu zwanzig Kindern bis 14 Jahren ist wieder erlaubt.

Baden-Württemberg: Plan für den Notfall - Beschränkungen für steigende Inzidenzen

Steigt in einem Landkreis die 7-Tage-Inzidenz an drei aufeinander folgenden Tagen auf über 100, treten automatisch in diesem Landkreis folgende Beschränkungen in Kraft:

  • Erweiterte Kontaktbeschränkungen: Ein Haushalt plus eine weitere nicht zum Haushalt gehörende Person - Kinder der jeweiligen Haushalte bis einschließlich 14 Jahre zählen dabei nicht mit.
  • Schließung von Museen, Galerien, zoologischen und botanischen Gärten sowie Gedenkstätten für den Publikumsverkehr
  • Schließung von Außensportanlagen für den Amateur und individuellen Freizeitsport. Individualsport ist nur mit den Angehörigen des eigenen Haushalts plus eine weitere nicht zum Haushalt gehörende Person erlaubt - Kinder der jeweiligen Haushalte bis einschließlich 14 Jahre zählen dabei nicht mit. Weitläufige Anlagen im Freien wie Golfplätze, Reitanlagen oder auch Tennisplatzanlagen dürfen auch von mehreren individualsportlich aktiven Personen unter Einhaltung der Abstandsregeln genutzt werden. Umkleiden, Aufenthaltsräume und andere Gemeinschaftseinrichtungen, wie sanitäre Anlagen dürfen nicht genutzt werden.
  • Der Einzelhandel darf kein Click & Meet anbieten.
  • Schließung von Betrieben zur Erbringung körpernaher Dienstleistungen (Kosmetik-, Nagel-, Massage-, Tattoo- und Piercingstudios, sowie kosmetische Fußpflegeeinrichtungen und ähnliche Einrichtungen), mit Ausnahme von medizinisch notwendigen Behandlungen, insbesondere Physio- und Ergotherapie, Logopädie, Podologie und Fußpflege.

Lockerungen in Baden-Württemberg: Das ist der Plan der Landesregierung

Update, 4. März: Nach Wochen des Lockdowns soll es endlich erste Lockerungen geben. Darauf haben sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder gestern verständigt. Die Beschlüsse des Corona-Gipfels sehen vor, dass anhand eines Stufenplans gelockert wird. Ausschlaggebend ist die 7-Tages-Inzidenz im jeweiligen Bundesland. Konkret bedeutet das für Baden-Württemberg, dass Stadt- und Landkreise mit niedrigen Infektionszahlen die geltenden Corona-Regeln von Montag, 8. März, an stärker lockern dürfen.

Darauf hätten sich Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Kultusministerin Susanne Eisenmann geeinigt, teilte die Landesregierung von Baden-Württemberg am Donnerstagabend in Stuttgart mit. Konkret heißt das: In Kreisen, die stabil unter 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in sieben Tagen liegen, kann unter anderem der Einzelhandel schrittweise öffnen – allerdings mit einer Begrenzung von einem Kunden pro 10 Quadratmeter beziehungsweise 20 Quadratmeter je nach Verkaufsfläche. Auch in anderen Bereichen darf gelockert werden.

Diese neuen Corona-Regeln und Lockerungen sollen ab Montag 8. März in Baden-Württemberg gelten:

  • Private Treffen sollen wieder mit zwei Haushalten aber nicht mehr als fünf Personen stattfinden können. Kinder der beiden Haushalte bis einschließlich 14 Jahren zählen zur Personenzahl nicht dazu. Paare, die nicht zusammenleben, zählen als ein Haushalt.
  • Die noch geschlossenen körpernahen Dienstleistungen sollen wieder öffnen dürfen. Voraussetzung für Behandlungen im Gesicht, bei denen nicht dauerhaft eine Maske getragen werden kann, ist ein tagesaktueller Schnelltest für den Kunden. Dies gilt dann auch für die bereits geöffneten Friseure und Barbershops. Dafür dürfen hier wieder alle Dienstleistungen angeboten werden.
  • Buchhandlungen sollen ebenfalls unter den geltenden Auflagen für den Einzelhandel öffnen dürfen. Die Sortimentsbeschränkungen für die bereits geöffneten Gärtnereien, Blumenläden, Baumschulen, Garten-, Bau- und Raiffeisenmärkte entfallen.
  • Liegt in einem Land oder einer Region die 7-Tage-Inzidenz stabil (das heißt drei Tage am Stück) unter 50, sollen folgende Regelungen gelten: Der noch geschlossene Einzelhandel soll unter den jetzt schon für den geöffneten Handel geltenden Hygieneauflagen wieder öffnen können. Museen, Galerien und botanische Gärten können wieder öffnen.
    Kontaktfreier Sport im Freien und auf Außensportanlagen ist mit bis zu zehn Personen möglich.
  • Liegt in einem Land oder in einer Region die 7-Tage-Inzidenz über 50 aber stabil (das heißt drei Tage am Stück) unter 100, sollen folgende Regelungen gelten: Der noch geschlossene Einzelhandel soll sogenannte Click&Meet Angebote anbieten können. Hier können Kunden nach vorheriger Terminabsprache in einem festen Zeitfenster im Laden Beratung bekommen und einkaufen. Dabei darf nicht mehr als ein Kunde pro 40 Quadratmeter Verkaufsfläche anwesend sein.
    Museen, Galerien und botanische Gärten können wieder öffnen. Besucher müssen sich jedoch anmelden. Der Betreiber muss die Besucher zu einer möglichen Kontaktnachverfolgung dokumentieren. Kontaktfreier Sport im Freien und auf Außensportanlagen ist für maximal fünf Personen aus nicht mehr als zwei Haushalten möglich. 
  • Ansonsten gelten die bestehnden Regelungen für Baden-Württemberg weiter.

Wenn die 7-Tages-Inzidenz in Baden-Württemberg unter 50 liegt, dürfen laut der Deutschen-Presse-Agentur auch Museen, Galerien, Gedenkstätten, zoologischen und botanischen Gärten in Baden-Württemberg wieder öffnen. Auch kontaktfreier Sport in kleinen Gruppen mit bis zu maximal zehn Personen im Außenbereich soll wieder möglich sein, auch auf Sportanlagen. Liegt die 7-Tages-Inzidenz in einem Stadt- oder Landkreis zwischen 50 und 100 gelten eingeschränkte Lockerungen für die genannten Bereiche. Shopping geht dann beispielsweise nur mit Termin.

Lockerungen in Baden-Württemberg: Kreise dürfen unterschiedlich lockern

Und auch in anderen Einrichtungen muss man einen Termin buchen. Doch kontaktfreier Sport mit maximal fünf Personen aus zwei Haushalten und im Freien für Gruppen mit bis zu 20 Kindern bis 14 Jahren sollen auch dann noch möglich sein. In der Mitteilung der Landesregierung von Baden-Württemberg heißt es weiter: „Mit den benachbarten Gebieten mit höheren Inzidenzen sind gemeinsame Absprachen zu treffen, um eine überregionale oder kreisübergreifende Inanspruchnahme der geöffneten Angebote möglichst zu vermeiden.“ Unklar ist noch, wie das kontrolliert werden soll.

Unabhängig von den Ergebnissen des Corona-Gipfels hat sich die Landesregierung Baden-Württembergs darauf geeinigt, dass zum 15. März wieder die Klassenstufen 5 und 6 wieder Präsenzunterricht bekommen sollen. 

Weitere Details zu den Lockerungen in Baden-Württemberg will Ministerpräsident Kretschmann am Freitag in einer Sondersitzung des Landtags erläutern, heiß es in der Mitteilung der Landesregierung noch. An der Strategie der Landesregierung gibt es auch Kritik. Der Landkreistag von Baden-Württemberg befürchtet, dass es zu einem „Ausweichverkehr“ in Kreisen mit größeren Lockerungen geben könnte. Zum Hintergrund: 27 der Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg weisen eine 7-Tages-Inzidenz von über 50 auf. Probleme und Verwirrung sind also vorprogrammiert.

Nach Corona-Gipfel: Das sind die Lockerungen für Baden-Württemberg

Erstmeldung, 3. März: Gestern (Mittwoch, 3. März) ab 14.30 Uhr haben sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Bundesländer zu einem weiteren Corona-Gipfel getroffen. Beraten wurde bis spät in die Nacht über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie. Vorab waren bereits zahlreiche Informationen und Details des Beschlussentwurfs an die Medien durchgesickert. Nun hat die Bundesregierung die offiziellen Beschlüsse des Bund-Länder-Treffs bekannt gegeben.

Der beschlossene Stufenplan der Länderchefs beinhaltet unter anderem diese Punkte:

  • Lockdown-Verlängerung: Nach mehrstündigen Beratungen haben sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Regierungschefs der Länder am Mittwoch darauf verständigt, dass der Lockdown bis zum 28. März verlängert wird.
  • Blumenläden, Buchhandlungen und Gartenmärkte sollen weiterhin ab dem 8. März öffnen dürfen. Die Begrenzung je Kunde wird etwas großzügiger gehandhabt als bisher geplant.
  • Ab 8. März mehr Sozialkontakte: Treffen des eigenen und einem weiteren Haushalt möglich – maximal fünf Personen (Kinder bis 14 Jahre zählen ausdrücklich nicht mit). Paare, die nicht zusammenwohnen, sollen künftig als ein Hausstand gelten.
  • Öffnung der Außen-Gastronomie
  • Öffnung von Museen, Theater- und Opernsäle sowie Kinos
  •  Homeoffice-Pflicht wird bis zum 30. April verlängert
  • „Kontaktfreier“ Sport im Innenbereich soll möglich werden sowie Kontaktsport im Außenbereich
  • Weiterer Öffnungsschritt: Bei entsprechenden Inzidenzen nach weiteren 14 Tagen Öffnung des Einzelhandels
  • Es soll Impfungen in Arzt-Praxen geben
  • Mehr Schnelltests für alle - allerdings angekündigte Schnelltest-Offensive verschoben

Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat sich bereits vor dem Corona-Gipfel für Lockerungen, die sich an der 7-Tage-Inzidenz orientieren, ausgesprochen. Bei dem Thema Öffnung durch die Durchführung vieler Schnelltests wies Kretschmann daraufhin: „das ist ein großer organisatorischer Aufwand“.

Die Test-Infrastruktur müsse schon da sein, „damit man die Teststrategie mit der Öffnungsstrategie verbinden kann“, erklärte Kretschmann bei einer Pressekonferenz der Landesregierung am Dienstag. Nun ist klar: Baden-Württemberg trägt die Entscheidung der Bund-Länder-Runde für regionale Lockerungen des Corona-Lockdowns ab einer Inzidenz von 50 mit. Auch heidelberg24.de* und bw24.de* berichten über den neuen Öffnungsplan* und die geplanten Lockerungen des Lockdowns*.

Corona-Gipfel: Das sind die neuen Regeln für Baden-Württemberg

Die dpa meldet am Morgen: „So soll es auch im Südwesten regional eine schrittweise Öffnung des Einzelhandels geben, wenn die Zahl der Infektionen unter 50 je 100 000 Einwohner in sieben Tagen liegt, hieß es in der Nacht zu Donnerstag. Der Lockdown zur Bekämpfung der Corona-Pandemie wird aber angesichts weiter hoher Infektionszahlen und der Gefahr durch Virusvarianten grundsätzlich bis zum 28. März verlängert. Die grün-schwarze Koalition im Südwesten muss die Beschlüsse aber noch für das Land umsetzen.“

Kultusministerin Susanne Eisenmann hatte es mehrfach gefordert, aber unklar ist bisher, ob schon vom kommenden Montag an auch die weiterführenden Schulen schrittweise wieder öffnen können. Auch dazu wollen sie und Kretschmann heute beraten. *echo24.de, heidelberg24.de und bw24.de sind ein Angebot von IPPEN MEDIA.

Rubriklistenbild: © Arne Dedert/dpa

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