Coronavirus-Pandemie

Endlich! Inzidenz in Baden-Württemberg sinkt – kommen bald die ersten Lockerungen?

  • Julia Cuprakowa
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Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg sinkt. Auch die landesweite Inzidenz rutschte zuletzt unter den kritischen Wert von 100. Kommen also bald Lockerungen?

Nach Wochen des harten Lockdowns hat das Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg endlich gute Nachrichten. Nach und nach unterschreiten Land- und Stadtkreise den als kritisch geltenden Inzidenz-Wert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage. Mittlerweile liegen vier Kreise unter diesem Warnwert. Vier weitere sind nicht weit davon entfernt, wie echo24.de* im aktuellen Corona-Ticker für Baden-Württemberg* berichtet. Das heißt: Die Zahl der täglichen Infektionen sinkt und damit steigt die Hoffnung der Menschen auf Lockdown-Lockerungen. Kommen tatsächlich bald die langersehnten Lockerungen?

Corona in Baden-Württemberg: Trotz sinkender Inzidenz – Corona-Auflagen gelten landesweit

Trotz der regional weiter sinkenden Zahl der Corona-Neuinfektionen und einem Landes-Inzidenzwert von 86,9 (Stand: 25. Januar) erlaubt die baden-württembergische Regierung auch abseits der offiziellen Risikogebiete keine Ausnahmen vom landesweiten Lockdown. „Derzeit sind regionale Lockerungen in Baden-Württemberg nicht geplant“, sagte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums in Stuttgart gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. „Die Lage ist noch viel zu fragil, um jetzt schon Lockerungen ins Auge zu fassen.“

Zwar hat der sogenannte Inzidenzwert, also die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, in einigen Städten und Landkreisen in Baden-Württemberg die als kritisch geltende Marke von 50 wieder unterschritten. Auf Landesebene liege der Wert aber noch bei etwa 90, erklärte die Sprecherin. „Umfängliche Lockerungen können erst dann ins Auge gefasst werden, wenn sich dieser Wert landesweit auf deutlich unter 50 einpendelt.“ Doch wieso ist die 50er-Marke so wichtig?

Baden-Württemberg: Wichtiger Wert vielerorts unterschritten – Sorge vor neuen Virus-Varianten

Erst ab einem Inzidenzwert von oder unter 50 sind die Gesundheitsämter nach Angaben des Ministeriums in der Lage, alle Kontaktpersonen im Falle einer Infektion nachzuverfolgen. Bereits seit knapp drei Wochen flacht die Zahl der Corona-Neuinfektionen landesweit ab. Gleichwohl haben Bund und Länder vor gut einer Woche aus Sorge vor neuen Virus-Varianten den Lockdown bis 14. Februar verlängert*. Denn die zunächst in Großbritannien (B.1.1.7)* und Südafrika (B.1.351) nachgewiesenen Corona-Mutationen gelten als hochansteckend. Laut Robert-Koch-Institut wurde die B.1.1.7-Variante nun insgesamt 51 und die B.1.351-Variante 19 Mal gemeldet.

Allein an Berliner Kliniken wurde bei 24 Personen die aus Großbritannien bekannte Variante nachgewiesen. Die Südafrika-Variante war vergangene Woche bei neun Patienten in Leipzig nachgewiesen worden. Und auch in Stuttgart entdeckte man bei einem aus Südafrika zurückgekehrten Ehepaar die dort grassierende Corona-Variante. Außerdem gebe es da eine weitere Coronavirus-Variante, die in Brasilien* weit verbreitet sein soll. Auch diese Mutante gilt als besonders ansteckend.

Aufgrund dessen sei noch unklar, wie sich die als aggressiv geltenden Virus-Mutanten aus Großbritannien und Südafrika in Baden-Württemberg* verteilten. „Wir wissen überhaupt noch nicht, wie sich das mittelfristig auf die Inzidenz auswirken wird“, so die Sprecherin des Gesundheitsministeriums in Stuttgart. *echo24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

Rubriklistenbild: © Arne Dedert/dpa

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