Neue Regeln für Hundebesitzer

Hundeführerschein Baden-Württemberg: Was passiert bei Nichtbestehen der Prüfung?

  • Violetta Sadri
    VonVioletta Sadri
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Bald brauchen Hundehalter in Baden-Württemberg einen Hundeführerschein. Das sorgt für Verwirrung und viele offene Fragen.

In Baden-Württemberg soll sich in Zukunft für Hundehalter etwas ändern. Die grün-schwarze Landesregierung möchte einen Hundeführerschein einführen*, wie echo24.de* bereits berichtete. Doch es sind noch viele Fragen offen. Zum Beispiel: Was passiert, wenn man die Prüfung nicht bestehen sollte?

In Zukunft soll in Baden-Württemberg theoretischer und praktischer Sachkundennachweis sowie eine Kennzeichnungs-, Registrierungs,- und Versicherungspflicht für eine Hundehaltung, ähnlich wie bereits in Niedersachsen, eingeführt werden. Doch wie funktioniert die Prüfung in diesem Fall? Eine theoretische Sachkundenprüfung muss erfolgen, bevor man sich einen Hund zulegt. Die zweite, praktische Prüfung findet im ersten Jahr der Hundehaltung statt. So lautet es im niedersächsischen Gesetz (NHundG). Eine Aufnahme der Hundehaltung ist jedoch erst bei bestandener theoretischer Prüfung erlaubt.

Hundeführerschein in Baden-Württemberg: Was passiert bei nicht bestandener Prüfung?

Bei einigen macht sich die Angst breit: Was passiert, wenn man die Prüfung nicht besteht? Wie stuttgarter-nachrichten.de berichtet, kann das baden-württembergische Staatsministerium darauf noch keine Antwort geben. “Vorhaben, die im Koalitionsvertrag vereinbart wurden, sind Arbeitsaufträge für diese Legislatur und nicht bereits mit Abschluss des Vertrags umgesetzt“, sagt Pressesprecher Christoph Neethen.

Und wie sieht das Ganze in Niedersachsen aus? Der Frage-Antworten-Katalog verrät, dass die Regeln wohl ziemlich locker sind bei Nichtbestehen. Beide Prüfungen dürfen beliebig oft wiederholt werden. Dabei gibt es auch für den Abstand keine besonderen Regeln. Allerdings muss der Hundehalter jede Prüfung selbst bezahlen. Kostenpunkt: ab 40 Euro - zumindest in Niedersachsen. Online ist es günstiger. Wie hoch die Gebühr in Baden-Württemberg ist, ist bisher noch nicht bekannt.

Ganz Neu! Hundeführerschein in Baden-Württemberg: Welche Kosten fallen an?

Für die richtige Vorbereitung gibt es Kurse, die kosten dann jedoch extra. In Niedersachsen fallen auch Kosten für die Registrierung des Hundes an. Macht man das Online, muss man 14,40 Euro bezahlen. Telefonisch oder schriftlich fallen Gebühren in Höhe von 23,50 Euro an. Für einige Hundehalter gibt es in Niedersachsen eine Ausnahme. Wer nachweisen kann, dass er in den letzten zehn Jahren mindestens zwei Jahre lang durchgehend und ohne Probleme einen Hund gehalten hat, braucht keinen Sachkundennachweis vorzuweisen. Für Baden-Württemberg sind bisher noch keine Regeln bekannt.

Mit dem Hundeführerschein sollen Beißattacken auf Menschen vermieden werden, da durch die Prüfungen den Haltern, im Sinne des Tierschutzes, die Bedürfnisse der Hunde nähergebracht werden. Bisher mussten nur Besitzer von Kampfhunden einen Nachweis liefern. *echo24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Robert Günther/dpa

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