Zollernalbkreis

Diebe stehlen zum dritten Mal Ortsschild in BaWü – der Grund überrascht

Heilbronn: Viel Aufwand! Diebe machen bei Einbruch fette Beute
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In Heilbronn machen Diebe satte Beute. (Symbolbild.)
  • Julia Cuprakowa
    VonJulia Cuprakowa
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In einer Gemeinde in Baden-Württemberg wurde bereits zum dritten Mal ein Ortsschild entwendet und das aus einem bestimmten Grund. Doch der Ortsvorsteher findet es nicht mehr komisch.

Bei so einem Ortsnamen kann ein Dieb wohl einfach nicht widerstehen, oder es scheint eine Art Trophäe zu sein. Denn bereits zum dritten Mal in diesem Jahr haben Diebe das Ortsschild der Gemeinde Killer auf der schwäbischen Alb in Baden-Württemberg gestohlen. Ortsvorsteher Gerd Schäfer hat es also schon miterlebt und findet es nicht mehr lustig. „Der Humor ist an der Grenze“, sagte Schäfer der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Doch was war dieses Mal passiert?

Baden-Württemberg: Diebe stehlen Killer-Ortsschild – Ortsvorsteher sauer

Diesmal könnten es Jugendliche aus Nachbardörfern gewesen sein. „Es war wohl eine Mutprobe oder ein Scherz.“ Vier Verdächtige seien gegen 20 Uhr am Freitagabend (1. Oktober) mit ihren Mofas ohne Licht von Autofahrern gesehen worden. Einer der Fahrer hatte das gelbe Schild zwischen die Beine geklemmt. Zwar seien die jungen Leute getürmt, bevor der Ortsvorsteher und die Polizei vor Ort waren, aber Zeugen hätten Teile der Nummernschilder notiert, berichtet die dpa weiter.

Schäfer will nun Anfang der Woche ins Gemeindeblatt schreiben, dass die Diebe das Ortsschild ohne Bestrafung bis nächsten Freitag zurückgeben können. Sonst muss er Anzeige gegen Unbekannt wegen Diebstahl öffentlichen Eigentums erstatten.

Killer-Ortsschild in Baden-Württemberg gestohlen: Schilder kosten 400 bis 500 Euro

Das Schild, das an drei Ortsausfahrten steht, ist schon seit vielen Jahren begehrtes Diebesgut. Es nütze auch nichts, es noch besser zu sichern oder zu verankern. „Das haben wir schon versucht. Das hat nur dazu geführt, dass die Diebe das Schild mitsamt dem Pfosten mitgenommen haben“, erklärte der Ortsvorsteher.

Die Schilder kosteten teilweise 400 bis 500 Euro pro Stück. Da es sich aber um eine Landstraße handelt, kümmere sich die Straßenmeisterei um Ersatz und übernehme auch die Kosten. „Wir kommen mit einem blauen Auge davon“, findet Schäfer. Es sei aber an der Zeit, zu überlegen, ob man die begehrten Schilder nicht im Internet anbieten könne.

Killer ist übrigens ein Ortsteil von Burladingen im Zollernalbkreis und hat gut 600 Einwohner. Der Name leitet sich nach Angaben der Gemeinde von Kirchweiler ab, was in der alemannischen Mundart Kilchwilari hieß. Daraus wurde im Laufe der Jahrhunderte erst Kilwilar, Killar und schließlich Killer.

Killer-Ortsschild gestohlen: Auch andere Ortsschilder und Tiere sind ein begehrtes Diebesgut

Auch andere Ortsschilder sind heiß begehrt – etwa das des österreichischen Orts Fucking. Durch einen Hype in den sozialen Medien wollten sich zahlreiche Menschen mit der Ortstafel ablichten, mehrfach wurde das Schild gestohlen. Die Bewohner fühlten sich so gestört, dass sie Fucking zu Jahresbeginn in Fugging umbenannten.

Doch offenbar sind nicht nur Ortsschilder ein begehrtes Diebesgut. Denn: Im Hohenlohekreis und Kreis Breisgau-Hochschwarzwald wurden tausende Tiere auf einmal gestohlen, wie echo24.de bereits berichtete. Und offenbar sind Tier-Diebstähle gar nicht so selten: Bereits im Jahr 2017 wurden in Heilbronn-Sontheim in Baden-Württemberg unglaubliche 80.000 Bienen gestohlen.

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