Landesregierung macht erste Angaben

Faschings-Saison naht: 2G-Hammer für Narren? Erste Regel-Details bekannt

  • Jason Blaschke
    VonJason Blaschke
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Im Februar 2022 soll Fasching wegen Corona nicht wieder ausfallen. Unter bestimmten Regeln können in Baden-Württemberg auch größere Veranstaltungen stattfinden.

Die Corona-Werte in Baden-Württemberg sind zuletzt wieder angestiegen. Stand 18. Oktober meldet das Landesgesundheitsamt in Stuttgart eine 7-Tage-Inzidenz von über 95 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Größere Veranstaltungen sind in unter Corona-Auflagen aber trotzdem möglich. Die neue Corona-Verordnung für Baden-Württemberg sieht zum Beispiel ein 2G-Optionsmodell vor, das Veranstalter einführen können. Auflagen wie die Maskenpflicht müssen bei 2G nicht mehr beachtet werden. Für die Faschings-Saison ist das eine gute Nachricht.

Denn auch hier könnten unter Corona-Auflagen 2022 Veranstaltungen und Umzüge stattfinden. „Fastnacht und Karneval sollen in dieser Saison nicht noch einmal ausfallen“, heißt es in einer Mitteilung des Gesundheitsministeriums aus Stuttgart. Deshalb habe sich das Ministerium bei einem gemeinsamen Gespräch mit den Narrenverbänden sowie dem Städte- und Gemeindetag bereits frühzeitig zu den Rahmenbedingungen ausgetauscht.

Die besprochenen Rahmenbedingungen sollen laut Gesundheitsministerium gesellige Feiern an Fasching in Baden-Württemberg möglich machen. „Grundlage sind dabei die bestehenden Regelungen und Hygienevorgaben“, heißt es in der Mitteilung weiter. Im Konzept für Veranstaltungen an Fasching wird zwischen Saalveranstaltungen und Straßenveranstaltungen unterschieden. Was im Detail in Baden-Württemberg angedacht ist, berichtet echo24.de im Folgenden:

Fasching 2022 in Baden-Württemberg: Achtung, Ungeimpfte – 2G beschlossen

Saalveranstaltungen an Fasching in Baden-Württemberg: Laut Gesundheitsministerium setzen die Verbände auf die 2G-Regel für alle Gäste und für alle Beteiligten. Auf diese Weise könnten die Veranstalter auf die Maskenpflicht sowie auf die Abstandsregeln verzichten und die Räume voll auslasten, schreibt das Ministerium in der Mitteilung zur Faschings-Saison im kommenden Jahr. Das heißt: Wer bis Februar 2022 nicht gegen das Coronavirus geimpft oder genesen ist, steht mitunter vor verschlossenen Türen.

Straßenveranstaltungen an Fasching in Baden-Württemberg: Anders als bei Veranstaltungen in Innenräumen ist für Umzüge und Co. ein Hygienekonzept nötig. Dazu heißt es in der Mitteilung des Gesundheitsministeriums: „Eine Arbeitsgruppe mit Vertretern der Narren- und Karnevalsverbände, des Städte- und Gemeindetags und des Gesundheitsministeriums erarbeitet jetzt den Rahmen eines Hygienekonzepts, das die Veranstalter vor Ort an die konkreten Gegebenheiten anpassen und vom örtlichen Gesundheitsamt genehmigen lassen müssen.“

Fasching 2022 in Baden-Württemberg: Corona-Auflagen treffen Ungeimpfte hart

Bei Straßenveranstaltungen an Fasching in Baden-Württemberg sollen laut Gesundheitsministerium die Elemente 2G, 3G, Abstand und Maske eine wichtige Rolle spielen. Das heißt: Anders als bei einer Saalveranstaltung könnten auch Nicht-Geimpfte teilnehmen, sofern sie negativ auf das Coronavirus getestet sind. Die Infektionslage in Baden-Württemberg sei stabil, immer mehr Menschen seien geimpft oder genesen, erklärt Uwe Lahl, Amtschef des Gesundheitsministeriums, zu möglichen Corona-Auflagen an Fasching.

Lahl: „Gerade den Geimpften und Genesenen wollen wir ihre Freiheiten zurückgeben, deshalb haben wir mit der neuen Corona-Verordnung in dieser Woche das 2G-Optionsmodell eingeführt. Das wollen wir auch auf Fastnachtsveranstaltungen im Inneren übertragen.“ Ziel sei es, dass Geimpfte und Genesene Fasching in Baden-Württemberg unbeschwert feiern können. Daher sei er sehr froh, dass die Rahmenbedingungen bei den Narren- und Karnevalsverbänden auf große Zustimmung gestoßen seien.

Fasching 2022 in Baden-Württemberg: Endlich Planungssicherheit für Verbände

Roland Wehrle, Präsident der Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte, lobt, dass die Narrenverbände in Baden-Württemberg endlich Planungssicherheit für Fasching 2022 hätten. „Wir alle brennen für Fasnet und Karneval – diese Tradition kann aber nur überleben, wenn die Menschen im Land sie auch ausleben dürfen.“ Besonders freut sich Wehrle für die Kinder im Land. „Für sie wäre es schlimm, wenn sie schon zum zweiten Mal keine Fasnet erleben könnten.“

Und was sagt der Präsident der Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte zu den für Fasching festgelegten Corona-Regeln – Stichwort 2G? Immerhin werden nicht-geimpfte Narrenfreunde so von Veranstaltungen in Innenräumen ausgeschlossen, auch mit Negativ-Test bleibt der Zutritt nach aktuellem Stand verwehrt. Wehrle: „Damit können wir sehr gut leben, denn mit der Aktion ‚Narren lasst Euch impfen‘ haben wir uns an der Impfkampagne des Landes beteiligt und damit ein klein bisschen zur Impfquote in Baden-Württemberg beigetragen.“

Rubriklistenbild: © Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild

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