Coronavirus in Baden-Württemberg

Mega-Ankündigung von Kretschmann schockt! Scharfer Lockdown in BaWü nach Weihnachten?

  • Isabel Ruf
    vonIsabel Ruf
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Trotz Teil-Lockdowns bleibt die erhoffte Trendwende bei den Corona-Zahlen aus – im Gegenteil. Baden-Württembergs Ministerpräsident will weitere drastische Einschränkungen.

Seit über fünf Wochen befindet sich Baden-Württemberg im Teil-Lockdown, für Dezember wurden die Regeln erneut verschärft*. Kultur- und Freizeiteinrichtungen sind dicht, Restaurants geschlossen, der Einzelhandel unter strengen Hygieneauflagen noch geöffnet. Privat und öffentlich dürfen sich nur noch zwei Haushalte und maximal fünf Personen treffen.

Wochenlange Einschränkungen – und was bringen sie? Die Corona-Zahlen in Baden-Württemberg sind anhaltend hoch*, die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz stieg am Montagabend sogar auf 152,1 an – neuer Höchststand, wie echo24.de* berichtet!

Coronavirus in Baden-Württemberg: „Lockdown rückt näher“ – Kretschmann wird deutlich

Ministerpräsident Winfried Kretschmann spricht aufgrund der dramatischen Lage von dem Schritt, den viele befürchten. Bei einer Kabinettssitzung am Dienstag wurde Kretschmann hinsichtlich weiterer, drastischer Einschränkungen deutlich. So könne man nicht weitermachen, sagte der baden-württembergische Ministerpräsident demnach laut der Deutschen Presse-Agentur. „Ein scharfer Lockdown nach den Weihnachtstagen rückt näher“, warnte der Regierungschef in Stuttgart. Die Lage in Baden-Württemberg sei höchst gefährlich.

Baden-Württembergs Gesundheitsminister Manne Lucha sprach sich auch für ein Alkoholverbot im Freien aus. Man werde ein flächendeckendes Alkoholverbot in die nächste Corona-Verordnung aufnehmen, kündigte er am Dienstag nach dpa-Informationen an. Die Kommunen sollten das schon zum 3. Advent umsetzen. Besondere Sorge hatte den Politikern der hohe Andrang an Glühweinständen bereitet.

Zuletzt hatte sich auch der baden-württembergische SPD-Partei- und Fraktionschef Andreas Stoch für einen harten Lockdown über den Jahreswechsel ausgesprochen. Nach einem Bericht der dpa geht es um den Zeitraum zwischen Weihnachten und den Heiligen Drei Königen, wenn sowieso Schulen und Kitas zu wären. Konkret könne sich Stoch eine Schließung des Einzelhandels vorstellen.

Kommt ein scharfer Lockdown in Baden-Württemberg nach den Weihnachtsfeiertagen? (Symbolbild)

Baden-Württemberg: Noch schärfere Maßnahmen für extreme Corona-Hotspots?

Sicher ist: Es soll weitere Regeln für extreme Corona-Hotspots geben. Man werde noch diese Woche für Regionen mit mehr als 300 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in sieben Tagen drastische Maßnahmen beschließen müssen, sagte Kretschmann am Dienstag in Stuttgart. Er hoffe, dass diese Maßnahmen Anfang nächster Woche in Kraft treten können. Aktuell würde das den Stadtkreis Pforzheim betreffen. Mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 327,9 Neuinfektionen pro 100.00 Einwohnern (Stand 7. Dezember) ist dieser Meldekreis trauriger Spitzenreiter in Baden-Württemberg.

Erst seit Kurzem gibt es bereits eine neue Hotspot-Strategie* für Regionen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von über 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern. Die Regeln beinhalten etwa strengere Kontaktregeln und nächtliche Ausgangsbeschränkungen. In Heilbronn tritt deshalb ab Dienstag eine Allgemeinverfügung der Stadt mit harten Corona-Maßnahmen* in Kraft.

Baden-Württemberg: Kretschmann drängt auf Corona-Gipfel vor Weihnachten

Ein Alleingang Baden-Württembergs hinsichtlich weiterer Einschränkungen des Lebens in der Corona-Pandemie gilt als unwahrscheinlich. Allerdings hat sich nach einem Bericht der Bild-Zeitung auch Bundeskanzlerin Angela Merkel für weitere harte Einschnitte ausgesprochen. Das Land werde den Corona-Winter ohne zusätzliche Maßnahmen nicht durchstehen können. Demnach müsse noch vor Weihnachten über weitere Schritte beraten werden. Bild-Informationen zufolge soll – wenn es nach dem Kanzleramt geht – nach den Weihnachtstagen ein harter Lockdown verhängt werden. Dann müssten fast alle Geschäfte schließen, ausgenommen Supermärkte.

Aufgrund der aktuellen Situation ist auch ein weiterer Corona-Gipfel vor Weihnachten* im Gespräch, wie merkur.de* berichtet. Dieser war bisher eigentlich nicht geplant, die nächsten Beratungen waren war am 4. Januar anberaumt. Doch auch der Regierungschef von Baden-Württemberg drängt auf ein solches Treffen. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke sagte am Dienstag gegenüber dem RBB, es werde noch diese Woche ein neues Treffen zwischen Bundesregierung und Ländern geben. *echo24.de und merkur.de sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

Rubriklistenbild: © Sebastian Gollnow/dpa

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