Mehrere Millionen Masken

Coronavirus: Jetzt startet Baden-Württemberg die „Masken-Offensive“!

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Das Land Baden-Württemberg will große Mengen an Masken für Schulen, Pflegeeinrichtungen und Co. zur Verfügung stellen.

Update, 27. November: Jetzt wird es wohl fix gehen! Im Kampf gegen das Coronavirus sowie die extrem hohen 7-Tage-Inzidenzen der einzelnen Meldekreise, wie Heilbronn oder Stuttgart, hat Baden-Württemberg nun einen Entschluss gefasst: Noch vor Weihnachten sollen Schulen in Baden-Württemberg rund 8,4 Millionen FFP2-Masken erhalten!

Aber damit nicht genug, denn wie das Kultusministerium mitteilte, sollen direkt nach den Ferien weitere 24,3 Millionen OP-Masken an 2.700 Schulen versendet werden. Einzige Ausnahme: Grundschulen. Dafür gibt‘s aber auch noch 11 Millionen Masken für Obdachlose sowie Pflege- und Behinderteneinrichtungen.

Ziel der Lieferungen sei es, den Bedarf von rund drei Monaten abzudecken. Kultusministerin Susanne Eisenmann: „Die Fachleute aus Virologie und Medizin haben uns dargelegt, dass OP-Masken ausreichend sind, um den Gesundheitsschutz von Lehrerinnen und Lehrern an Schulen zu gewährleisten.“ Aber: Alle Lehrkräfte, die sich das wünschten, sollten dennoch auch FFP2-Masken erhalten. Hinzu kommt, dass jede Lehrkraft in Vollzeit soll bis zu drei Mund- und Nasenschutzmasken pro Tag zur Verfügung gestellt bekommen. Auch für weitere Mitarbeiter wie die Hausmeister seien Masken vorhanden.

Corona-Schnelltests für Schulen und Kitas in BaWü: Erste Entscheidung gefallen

Update, 3. November: Zurzeit befindet sich auch Baden-Württemberg im „Lockdown light“. Grund dafür ist der rapide Anstieg der Coronavirus-Neuinfektionen in Deutschland. Davon nicht betroffen sind Schulen, Kitas sowie der Einzelhandel. Am 31. Oktober hatte Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) die Antigen-Schnelltests für Schulen ins Gespräch gebracht. Laut Eisenmann sei die Ausweitung der Schnelltests ein Vorstoß in Richtung „Eindämmung von Corona-Infektionen“.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Land macht Weg frei für Schnelltests an Schulen und Kitas

Jetzt kommt Bewegung in die Sache. Künftig könnten im Kampf gegen das Coronavirus die sogenannten Antigen-Schnelltests an Schulen und Kitas durchgeführt werden. Man habe mit Kultusministerin Susanne Eisenmann beschlossen, kommende Woche eine entsprechende Kabinettsvorlage vorzulegen, erklärt der zuständige Sozialminister Manne Lucha (Grüne) in Stuttgart. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur.

Bereits beim letzten Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatten sich die Ministerpräsidenten darauf verständigt, dass Corona-Schnelltests künftig in Krankenhäusern, Pflegeheimen, Senioren- und Behinderteneinrichtungen eingesetzt werden sollen. Mit solchen Schnelltests auf das Coronavirus soll ein Ergebnis innerhalb weniger Minuten vorliegen. Bisher setzt die Landesregierung von Baden-Württemberg an Schulen und Kitas nur auf die bekannten PCR-Tests.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Debatte um Corona-Schnelltests

Die Ergebnisse der aufwendigeren PCR-Tests liegen in der Regel erst nach ein bis zwei Tagen vor. Die jetzt aufkommenden Corona-Schnelltests versprechen ein Ergebnis innerhalb weniger Minuten. Allerdings gibt es immer wieder Debatten um die Zuverlässigkeit solcher Antigen-Schnelltests im Kampf gegen das Coronavirus. Zuletzt wurde auch in der grün-schwarzen Koalition über den Einsatz solcher Corona-Schnelltests in Baden-Württemberg debattiert.

Coronavirus an Schulen: Kommen jetzt die Corona-Schnelltests bei unseren Kindern?

Update, 31. Oktober: Ein neuer Vorschlag macht die Runde - und es geht mal wieder um das Coronavirus und den Umgang an Schulen während der Krise. In den Herbstferien wurde von Bund und Ländern beschlossen, dass Schulen und Kindergärten nicht dem „Lockdown light“ zum Opfer fallen sollen. Nun machte Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) einen Vorstoß in Richtung „Eindämmung von Corona-Infektionen“.

Ihr Plan: Antigen-Schnelltests an Schulen! Eisenmann gegenüber der „Heilbronner Stimme“: „Ich halte den Einsatz von Antigen-Schnelltests für sinnvoll, weil sie die Möglichkeit bieten, mehr Personen in kürzerer Zeit zu testen und Infektionen schneller zu erkennen.“ Mit diesem Testverfahren soll ein Ergebnis binnen weniger Minuten vorliegen.

Bisher setzt die Landesregierung an Schulen und Kitas nach Angaben des Sozialministeriums einzig auf sogenannte PCR-Tests. Deren Ergebnisse liegen in der Regel erst nach ein bis zwei Tagen vor. Durch die Schnelltests könnten „betroffene Einrichtungen oder Gruppen schnell getestet, auch Infizierte ohne nennenswerte Symptome zügig identifiziert und isoliert und unsere Kinder, Jugendlichen und Beschäftigten so vor einer Ausbreitung des Virus geschützt werden“, so Eisenmann.

Coronavirus: Schnelltests sollen in Teststrategie des Landes aufgenommen werden

Und Eisenmann geht noch weiter, nachdem sie zuletzt beim Thema Maskenpflicht eine Rolle rückwärts machen musste! Sie will, dass die Schnelltests, die im Vergleich zu PCR-Tests als fehleranfälliger gelten, in die Teststrategie des Landes aufgenommen werden. Und: Das Land soll auch die Kosten für diese Tests „weitgehend übernehmen“.

Kultusministerin Susanne Eisenmann will Corona-Schnelltests an Schulen einführen.

Inwiefern eine Unterstützung des Landes kommen und eine Umsetzung an Schulen eingeführt werden soll, ist bislang nicht klar. Die Corona-Schnelltests werden künftig in Krankenhäusern, Pflegeheimen, Senioren- und Behinderteneinrichtungen eingesetzt. Darauf hatten sich Bund und Länder am vergangenen Mittwoch geeinigt.

Maskenpflicht an Schulen: Nach massiver Kritik – Kultusministerin Eisenmann reagiert

Meldung 22. Oktober: Heilbronn ist derzeit trauriger Spitzenreiter bei der Sieben-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg. Das brachte für die Käthchenstadt besonders scharfe Regeln. Die Coronazahlen schießen überall in die Höhe, längst wurde in ganz Baden-Württemberg die höchstmögliche Pandemiestufe ausgerufen.

Mit einschneidenden Regeln in nahezu allen Bereichen - auch an den Schulen. Dort wurde vor vier Tagen die allgemeine Maskenpflicht eingeführt. Eine Entscheidung, die massive Kritik aus Lehrer- und Elternverbänden nach sich zog.

Corona-Pandemie: Kultusministerium Baden-Württemberg rudert zurück

Kritik, die Wirkung zeigt. Wie der SWR berichtet, hat Kultusministerin Susanne Eisenmann die seit Montag an den Schulen geltenden Regeln zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes jetzt in Teilbereichen wieder gelockert. Wie Eisenmann erklärt, reagiere man mit diesen Änderungen auf die zahlreichen Rückmeldungen aus den Schulen und seitens der Eltern, die die dauerhafte Maskenpflicht als eine außergewöhnliche Belastung für Schüler und Lehrer ansehen.

Auf dem Pausenhof ohne Maske - das soll jetzt wieder möglich sein, solange der Mindestabstand eingehalten wird.

Ist die Maske also an Schulen jetzt Geschichte? Nein, denn die Aufhebung der Maskenpflicht wegen der Corona-Pandemie betrifft lediglich Teilbereiche. Beispielsweise in der Pause. Hier sind die Schüler jetzt von der Maskenpflicht befreit. Allerdings nur außerhalb des Schulgebäudes im Freien und wenn zudem ein ausreichender Sicherheitsabstand von eineinhalb Metern zu anderen Schülern eingehalten wird.

Corona-Pandemie: Diese weiteren Erleichterungen wurden an Schulen getroffen

Eine weitere Änderung betrifft den Prüfungsbetrieb. Hier hat das Kultusministerium Baden-Württemberg beschlossen, dass bei Zwischen- und Abschlussprüfungen die Maskenpflicht nicht mehr zwingend notwendig ist - allerdings auch nur dann, wenn der Mindestabstand zwischen den Prüflingen gewährleistet ist.

Die dritte Änderung der Corona-Verordnung betrifft die Volkshochschulen. Wegen der steigenden Infektionszahlen hatte Eisenmann ursprünglich außerschulische Veranstaltungen in den Schulgebäuden untersagt. Gerade die Volkshochschulen sind aber vielfach auf die Klassenräume an öffentlichen Schulen angewiesen. Laut SWR erklärt Eisenmann, dass sie die wertvolle Arbeit außerschulischer Partner nicht unnötig erschweren wolle. Deshalb sei Volksschulunterricht unter strengen Hygieneauflagen wieder erlaubt.

Rubriklistenbild: © Marijan Murat/picture alliance/dpa

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