Schnelltests für alle nicht vor April!

Corona-Schnelltests für alle erst in einigen Wochen - geplanter Start geplatzt

  • Violetta Sadri
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  • Melissa Sperber
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Baden-Württemberg: Kostenlose Schnelltests sollte es eigentlich schon ab März geben. Doch das verzögert sich nun wohl erneut!

Update vom 3. März: Eigentlich sollte es ab dem 1. März kostenlose Schnelltests in deutschen Apotheken geben. Gesundheitsminister Jens Spahn kündigte das am 16. Februar über Twitter an. Denn: Politiker haben immer wieder gefordert die Teststrategie auszuweiten. Diese Tests sollten in Apotheken bereitgestellt und von geschultem Personal durchgeführt werden. Diesen Termin kippte Merkel schon im Vorfeld. Jetzt berichtet bild.de, dass es die wohl auch nicht zum 8. März geben wird, sondern doch erst später. Nämlich nicht vor April! Der Grund: Spahn hat offenbar noch keine bestellt.

Nach Bild-Information sollen erst im April so viele vorliegen, dass jeder Bürger regelmäßig getestet werden kann. Erst jetzt soll eine Taskforce sich um die Bestellung kümmern. Merkel soll nun aufgrund dieses erneuten Debakels sauer auf Spahn sein. Keine Schnelltests also? Das könnte sich nun auch auf die daran geknüpften Öffnungen auswirken und sich damit um Wochen verschieben.

Corona-Schnelltests für alle - heute Entscheidung? Mega-Folgen möglich

Ursprungsmeldung vom 17. Februar: „Ab 1. März sollen alle Bürger kostenlos von geschultem Personal mit Antigen-Schnelltests getestet werden können. Sie sind mittlerweile ausreichend am Markt verfügbar“, teilte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn am Dienstag, 16. Februar, auf seinem Twitter-Kanal mit. Und das könnte weitreichende Folgen haben! Denn: Flächendeckende Antigen-Schnelltests für jeden* könnten bei möglichen Lockdown-Lockerungen von entscheidender Bedeutung sein, wie echo24.de* berichtet.

Doch was bedeutet das für die einzelnen Bundesländer? Wie es mit der Teststrategie in Baden-Württemberg weitergehen soll, darüber will die Landesregierung heute bei einem Gipfel mit Kommunalverbänden und Hilfsorganisationen beraten. Darüber berichtet auch bw24.de*. Der Zeitpunkt ist nicht zufällig gewählt: Am Montag, 22. Februar, sollen die Schulen teilweise wieder öffnen*.

Baden-Württemberg: Corona-Schnelltests für alle - endlich Lockerungen in Sicht?

Wie die dpa berichtet, fordern die kommunalen Landesverbände Klarheit über die künftige Teststrategie Baden-Württembergs und die finanziellen Rahmenbedingungen. Bundesgesundheitsminister Spahn hatte angekündigt, dass die Corona-Schnelltests für alle Bürger kostenlos sein sollen. Das solle laut dem baden-württembergischen Gesundheitsminister Manfred Lucha Teil der Gespräche sein. Dazu kommt: Sobald die Selbsttests durch das Bundesamt für Arzneimittel zugelassen seien, wolle Baden-Württemberg selbst eine „große Landesreserve“ aufbauen.

Doch die Kritik an der geplanten Teststrategie ist bereits vor dem heutigen Gipfel groß. Bislang sieht das Konzept der baden-württembergischen Landesregierung zwei kostenlose Schnelltests pro Woche in der Arztpraxis oder in der Apotheke für Beschäftigte an Schulen und Kitas vor. Lehrerverbände von Gymnasien, Realschulen und Berufsschulen in Baden-Württemberg fordern jedoch, dass freiwillige Schnelltests für Lehrkräfte sowie Schüler vor Ort an den Schulen zur Verfügung gestellt werden. Die Begründung: So könne eine mögliche Coronavirus-Ausbreitung frühzeitig eingegrenzt werden.

Kritik an Schnelltest-Strategie in Baden-Württemberg: Bereitstellung bereits im Oktober gefordert

Auch die Tübinger Notärztin Lisa Federle kritisierte gegenüber der dpa die bisherigen Pläne von Lucha. Mehrfach habe sie seit Oktober Lucha dazu aufgefordert, sich um die Bereitstellung und Finanzierung der Schnelltests zu kümmern. Diese dringenden Bitten seien an dem Minister abgeprallt „wie an einer Betonwand“. Federle hatte in Tübingen bereits seit Ende November mit Schnelltests begonnen, die sie mit Spenden finanziert: Diese Schnelltests hätten nachgewiesenermaßen einen spürbaren Effekt auf die Inzidenz im Landkreis Tübingen. *echo24.de und bw24.de sind Teil des Ippen Digital Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Oliver Mueller/Imago

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