Weitere Maßnahmen ergriffen

Corona-Verordnung in BaWü: Harte Regeln bei Einreise aus Risikogebieten mit Corona-Mutationen

  • Julia Cuprakowa
    vonJulia Cuprakowa
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  • Julia Thielen
    Julia Thielen
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Wer aus einem Risikogebiet mit Corona-Mutationen nach Baden-Württemberg einreist, muss strenge Regeln beachten. Was jetzt gilt.

Update, 1. April: Die Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg wird regelmäßig an die aktuelle Infektionslage angepasst. Und derzeit klettern die Corona-Zahlen und die landesweite 7-Tage-Inzidenz* wieder unaufhaltsam in die Höhe, wie echo24.de* im aktuellen Corona-Ticker berichtet. Aufgrund dessen sah sich die Landesregierung dazu gezwungen, die Corona-Verordnung für Ein- und Rückreisende und damit auch die Quarantänepflicht noch einmal zu verschärfen. Doch was bedeutet das jetzt genau?

Corona in Baden-Württemberg: Verschärfte Regeln bei Einreise aus Virusvarianten-Gebieten

Laut der aktuellen Corona-Verordnung in Baden-Württemberg wurde die Quarantänepflicht ausgeweitet. Im Klartext heißt es: Die Pflicht zur Quarantäne betrifft Personen, die aus dem Ausland in das Land Baden-Württemberg einreisen und die sich zu einem beliebigen Zeitpunkt in den letzten zehn Tagen vor Einreise in einem Gebiet aufgehalten haben, das in diesem Zeitraum Risikogebiet war oder noch ist.

Neu ist: Für Einreisende, die sich in den letzten zehn Tagen vor Einreise in einem Virusvarianten-Gebiet aufgehalten haben, gilt eine 14-tägige Quarantänepflicht. Eine Verkürzung der Quarantäne ist nicht möglich.

Man muss also nicht nur dann in Quarantäne, wenn das Gebiet, aus dem man einreist, zum Zeitpunkt der Einreise nach Baden-Württemberg als Risikogebiet gegolten hat. Vielmehr besteht diese Verpflichtung auch dann, wenn man sich in einem Gebiet aufgehalten hat, das zwar zum Zeitpunkt der Einreise nicht mehr als Risikogebiet ausgewiesen ist, es aber zu einem beliebigen Zeitpunkt innerhalb der letzten zehn Tage vor der Einreise war. Welche Corona-Regeln bei Einreise aus verschiedenen Risikogebieten außerdem gelten, wird weiter im Artikel ausführlich erklärt.

Strenge Regeln in Baden-Württemberg: Einreise aus Risikogebieten mit Corona-Mutationen

Erstmeldung, 18. Januar: Wer derzeit in ein Corona-Risikogebiet reist, sollte sich schon frühzeitig überlegen, was das für eine Rückkehr bedeutet. In vielen Bundesländern, darunter auch Baden-Württemberg, gelten strenge Regeln. Besonders dann, wenn die Betroffenen sich vor ihrer Rückkehr in einem Risikogebiet für Corona-Mutationen aufgehalten haben, wie echo24.de* berichtet.

Baden-Württemberg: Einreisen aus Risikogebieten mit Corona-Mutationen - das gilt

Angesichts der dramatischen Corona-Lage in Baden-Württemberg* soll mit der neuen Corona-Verordnung und weiteren Maßnahmen das Infektionsgeschehen endlich eingedämmt werden. Dabei setzt der Südwesten nicht auf die in vielen anderen Bundesländern geltende 15-Kilometer-Regelung. Dafür aber schon seit dem 11. Januar unter anderem auf strenge Beschränkungen für Rückkehrer aus Risikogebieten*. Zusätzlich ist eine Verlängerung des geltenden Lockdowns* wahrscheinlich.

Corona-MutationLand
B.1.1.7Großbritannien
501.V2Südafrika
P.1Brasilien

Für diese galten bereits unter anderem eine Quarantäne-Pflicht sowie die sogenannte Zwei-Test-Strategie. Mit Quarantäne-Verweigerern* will die Landesregierung hart ins Gericht gehen. Parallel verschärft eine bundesweite Regelung die geltenden Maßnahmen für Einreisende auch in Baden-Württemberg noch einmal. Die deshalb neu veröffentlichte Corona-Verordnung „Einreise-Quarantäne und Testung“ gilt ab dem heutigen Montag, 18. Januar.

Baden-Württemberg: Einreisen aus Risikogebieten mit Corona-Mutationen - das gilt jetzt

Künftig wird demnach in „drei Arten von Risikogebieten“ im Ausland unterschieden, die durch das Bundesministerium für Gesundheit, das Auswärtige Amt und das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat eingestuft und auf der Internetseite des Robert-Koch-Instituts veröffentlicht werden:

  • Risikogebiet
  • Hochinzidenzgebiet
  • Virusvarianten-Gebiet

Grundsätzlich gilt für alle Einreisenden aus den genannten Gebieten auch weiterhin die Zwei-Test-Strategie. „Zudem besteht zur verbesserten Kontrolle eine bundesweite digitale Meldeverpflichtung einreisender Personen aus Risikogebieten“, heißt es in der aktuell gültigen Corona-Verordnung.

Baden-Württemberg: Einreisen aus Corona-Risikogebieten - strenge Regeln gelten

Damit wolle man Kontaktdaten, Identität und vorgelegte Negativtests schon vor der Einreise nach Deutschland erfassen. Ab dem 1. März sollen Einreisende zusätzlich per SMS über die im Land geltenden Einreise- und Infektionsschutzmaßnahmen informiert werden. Schon jetzt gilt: „Einreisende sollten sich vor einem Grenzübertritt informieren“, erklärt die Landesregierung in Baden-Württemberg.

Folgende Regeln müssen Einreisende aus den verschiedenen Risikogebieten derzeit beachten:

  • Einreise aus Risikogebiet (das nicht Hochinzidenz- oder Virusvarianten-Gebiet ist):
  • Pflicht zur elektronischen Einreiseanmeldung (wenige Ausnahmen; z. B. Personen, die im Rahmen der 24-Stunden-Regelung aus Grenzregionen einreisen)
  • Pflicht, bis spätestens 48 Stunden nach der Einreise im Besitz eines Negativtests zu sein. Daher kann der Test auch kurz nach Einreise nachgeholt werden. (Ausgenommen von der Testpflicht sind nur bestimmte Personengruppen, zum Beispiel:
    Durchreisende, Personen, die im Rahmen der 24-Stunden-Regelung aus Grenzregionen einreisen, Grenzpendler und Grenzgänger, Personen, die beruflich bedingt grenzüberschreitend Personen, Waren oder Güter transportieren, Personen, die für weniger als 72 Stunden zum Besuch eines Verwandten ersten Grades oder des Partners einreisen)
  • Grundsätzlich Quarantänepflicht. Allerdings mit den bislang schon geltenden Ausnahmetatbeständen, die insbesondere für die oben genannten Gruppen gelten.
  • Einreise aus Hochinzidenzgebiet:
  • Pflicht zur elektronischen Einreiseanmeldung. Nur wenige Ausnahmen (zum Beispiel Personen, die im Rahmen der 24-Stunden-Regelung aus Grenzregionen einreisen)
  • Negativtest ist bei Einreise mitzuführen. Ausnahmen von der Testpflicht nur in wenigen Fällen.
  • Grundsätzlich Quarantänepflicht. Es gelten dieselben Ausnahmetatbestände wie für Risikogebiete.
  • Einreise aus Virusvarianten-Gebiet:
  • Pflicht zur elektronischen Einreiseanmeldung ohne Ausnahme.
  • Negativtest ist bei Einreise mitzuführen. Keine Ausnahmen von der Testpflicht.
  • Quarantänepflicht. Nur sehr wenige Ausnahmen (z. B. für Grenzpendler und Grenzgänger). Keine Verkürzung der Quarantänedauer möglich.

Demnach gibt es für Einreisende aus den Risikogebieten mit Corona-Mutationen derzeit kaum noch Ausnahmen von der Quarantänepflicht. Betroffen sind hier momentan Reisende aus Brasilien, Großbritannien, Nordirland, Irland und Südafrika. Bislang (Stand: 18. Januar) wurden allerdings noch keine Hochinzidenzgebiete festgelegt. *echo24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Tom Weller/dpa

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